Musikfest Eroica

Beethoven mit dem Manuskript der „Missa solemnis“. Bonn, Beethoven-Haus © akg-images

Ein Festival über Musik als Bekenntnis

Nicht nur für Ludwig van Beethoven, auch für die Musikgeschichte selbst bricht mit seiner dritten Sinfonie, der „Eroica“, ein neues Kapitel an. Schon die Zeitgenossen staunten über dieses Werk, in dem Beethoven alle bisherigen musikalischen Dimensionen der Sinfonie sprengte. Aber nicht nur das: Für Beethoven war die „Eroica“ weit mehr als nur Musik. Sie war ein Bekenntnis. Ein persönliches, entschiedenes, von den Idealen der Französischen Revolution inspiriertes Bekenntnis für eine freiheitliche Gesellschaft. Erstmals verstand Beethoven eine Sinfonie als eine Möglichkeit, sich mit dem aktuellen Zeitgeschehen, mit gesellschaftlichen Verhältnissen, mit der Welt auseinanderzusetzen und seine persönliche Haltung dazu in die Musik einzuschreiben. Eine Sinfonie als Ideenkunstwerk, als Träger von Botschaften, nicht zuletzt damit setzte Beethoven Maßstäbe. Das Musikfest 2019 der Alten Oper rückt die „Eroica“ ins Zentrum – und nimmt die Beschäftigung mit ihr zum Anlass für weitergehende Betrachtungen von Werken, in denen Komponist*innen eigene Bekenntnisse formulieren – gesellschaftliche, politische, religiöse und private.

Das Musikfest „Eroica“ wird gefördert vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain.
Ein Projekt im Rahmen von BTHVN2020, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien