Eintritt frei

FRATOPIA
FESTIVAL DER ENTDECKUNGEN

26 – 30 SEPT 2023

Key-Visual Fratopia © Alte Oper Frankfurt/Norbert Miguletz

Offenes Haus, freier Eintritt, volles Programm: Die kommende Ausgabe des Fratopia–Festivals wartet mit einigen Neuerungen auf. Denn die Grundidee des Festivals – eine Aufforderung zum Entdecken und Neuhören klassischer Musik – haben wir radikal weitergedacht. Fünf Tage lang steht die Alte Oper allen offen, von nachmittags bis in den späten Abend. In den verschiedenen Sälen des Hauses erwartet Sie ein hochkarätiges Programm mit Kurzkonzerten. Und damit verbunden die herzliche Einladung, ganz einfach vorbeizuschauen – ohne Plan und ohne Ticket, aber mit Lust auf innovative Konzertformate und Begegnungen!

 

FRATOPIA NEU GEDACHT! SO FUNKTIONIERT ES:

EINFACH VORBEISCHAUEN!

Wann auch immer Sie an den fünf Festivaltagen ab 14:30 Uhr ins Haus kommen, erwartet Sie in den verschiedenen Sälen bis in die Nacht ein umfangreiches Konzertangebot. Zu allen Terminen haben Sie freien Zutritt ohne Ticket oder Voranmeldung.


MITTENDRIN

Auch dieses Mal schafft das Fratopia-Festival Gelegenheiten, Musik aus neuen Perspektiven zu erleben – überraschend, aus nächster Nähe, das Ohr neu auf die Klangquellen ausgerichtet.
Der Große Saal wird zum Open Space, die gewohnten Sitzreihen sind verschwunden bzw. die Plätze rund um verschiedene Klanginseln neu ausgerichtet. Und auch im Mozart Saal begibt sich das Publikum buchstäblich in die Mitte der Klänge. Sämtliche Konzerte hier stehen unter dem Motto „Mittendrin“ und ermöglichen eine neue Erfahrung von Musik im Raum.


VIEL ZU ENTDECKEN

Das Fratopia-Festival bietet ein breit gefächertes Programm quer durch die Jahrhunderte und Genres. Freuen Sie sich auf: eine Brahms-Sinfonie, zerlegt in einzelne Klangquellen; Beiträge zum 100. Geburtstag György Ligetis; außergewöhnliche Allianzen, etwa zwischen einem Schlagzeug und vier Saxofonen; Elektrobeats und Clubstimmung; Konzerte mit Klassikstars wie Pierre-Laurent Aimard, Michael Wollny oder Alexej Gerassimez und vieles mehr.


TREFFPUNKT ALTE OPER

Offenes Haus, das bedeutet nicht nur offenes Konzertangebot. Die Alte Oper wird während des Festivals zum Ort der Begegnung wie auch zum Rückzugsraum. Machen Sie es sich gemütlich in der Leselounge oder erleben Sie ein Ensemble hautnah in unserer VR-Brillen-Station, tauschen Sie sich bei Kaffee und Kuchen mit anderen über das Gehörte aus oder richten Sie Ihren temporären Arbeitsplatz in unserem Working Space ein. Kurzum: Schauen Sie einfach vorbei und fühlen sich wohl bei uns im Haus!


ENTDECKEN SIE DAS PROGRAMM:

Alexej Gerassimez © Nikolaj Lund

DI 26 SEPT

DER TAG AUF EINEN BLICK

TAGESTIPP: ALEXEJ GERASSIMEZ & FRIENDS
Das Opening um 15:30 im Großen Saal verleiht dem Festival seinen Herzschlag: Alexej Gerassimez und seine Musikerkollegen durchstreifen die zeitgenössische Schlagzeugliteratur und zeigen in Besetzungen vom Solo bis zum Quartett, dass Perkussion nicht nur Rhythmus, sondern auch Klangfarbe bedeutet. Mit auf dem Programm: Iannis Xenakis’ suggestives „Rebonds B“ für Schlagzeug solo, einer der Klassiker des Repertoires.

GROSSER SAAL | OPEN SPACE | ab 15:30

Signum Saxophone Quartet © Anna Tena

15:30 – 16:15
ALEXEJ GERASSIMEZ & FRIENDS

ALEXEJ GERASSIMEZ Percussion
JULIUS APRIADI Percussion
EMIL KUYUMCUYAN Percussion
SERGEY MIKHAYLENKO Percussion

Alexej Gerassimez Asventuras, Stonewave, Enni
Chick Corea La Fiesta
Andy Pape CaDance
Minoru Miki Marimba Spiritual

Schlagkräftiger Auftakt für das Festival: Alexej Gerassimez & Friends nehmen das Publikum buchstäblich in die Mitte und umschließen es mit Werken von Iannis Xenakis und anderen.

17:00 – 17:45
SIGNUM SAXOPHONE QUARTET

BLAŽ KEMPERLE Sopransaxofon
JACOPO TADDEI Altsaxofon
ALAN LUŽAR Tenorsaxofon
GUERINO BELLAROSA Baritonsaxofon

Johannes Brahms Intermezzo op. 118/2
György Ligeti Sechs Bagatellen
G. Lago Ciudades
P. Marzocchi Albanian Folk Song
(Bearbeitungen für Saxofonquartett)

Vier Saxofone durchstreifen die Musikgeschichte. Das Quartett gelangt von Brahms in die Gegenwart und präsentiert sich melodisch, virtuos oder rhythmisch.

18:30 – 19:15
OMER KLEIN Klavier

Jazz-Rezital Kompositionen von Omer Klein sowie Improvisationen und Covers

Das Klavier im Zentrum: Jazzpianist Omer Klein lässt das Publikum von allen Seiten an seinen Improvisationen und Eigenkompositionen teilhaben.

20:00 – 21:30
ALEXEJ GERASSIMEZ / SIGNUM SAXOPHONE QUARTET / OMER KLEIN

ALEXEJ GERASSIMEZ Percussion
OMER KLEIN Klavier
SIGNUM SAXOPHONE QUARTET:
BLAŽ KEMPERLE Sopransaxofon
JACOPO TADDEI Altsaxofon
ALAN LUŽAR Tenorsaxofon
GUERINO BELLAROSA Baritonsaxofon

Leonard Bernstein Symphonic Dances from West Side Story (Bearbeitung für Saxofonquartett von Sylvain Dedenon)
Alexej Gerassimez Asventuras
Claude Debussy Clair de Lune
Alexej Gerassimez Radio Mediteran, Enni, Piazonore
Alexej Gerassimez / Omer Klein Afreim
Omer Klein Asia Minor

Und jetzt alle! Auf drei Bühneninseln im Saal verteilt, treten die Künstler*innen des Nachmittags in musikalische Dialoge und interpretieren Werke von Gershwin, Chick Corea, AC/DCund John Williams.


Mozart Saal | MITTENDRIN-KONZERTE | AB 18:00

Internationale Ensemble Modern Akademie © Barbara Fahle

18:00 – 18:35 / 21:00 – 21:35
IEMA-ENSEMBLE 2022/23

Howard Skempton Miniaturen

Ein Cellosolo von links, eine Miniatur am Klavier von vorne – und Sie mittendrin! Lassen Sie sich durch eine lebendige Klanginstallation mit Werken des eigenwilligen Howard Skempton führen.


Clara Schumann Foyer | AB 15:00

15:00 – 15:50 / 16:00 – 16:50 / 17:00 – 17:50
YOUNG ACADEMY

MUSIKER*INNEN DER HOCHSCHULE FÜR MUSIK UND DARSTELLENDE KUNST
FRANKFURT

Ganz klassisch: Junge Virtuos*innen der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst bespielen jeweils zur vollen Stunde das Clara Schumann Foyer mit Kammermusik.

15:00 Musik für Stummfilme
Die Akademist*innen der Young Academy haben beim diesjährigen Intensiv-Wochenende in der Landesakademie in Schlitz (15.-17.09.23) unter der Leitung von Prof. Ralph Abelein und Prof. Gerhard Müller-Hornbach zu einem Kurzfilm ihrer Wahl eine Filmmusik unter improvisatorischen und kompositorischen Kriterien erarbeitet. Das Ergebnis dieser besonderen interaktiven Gruppenarbeit präsentieren und moderieren die Jungstudierenden der Young Academy der HfMDK im Clara-Schumann-Foyer.

16:00 Robert Schumann Klavierkonzert a-Moll op. 54
Yuanzhen Sun und Kolja Hölscher, Young Academy der HfMDK

17:00 Musik für Stummfilme (mit anderen Filmen als um 15:00)

19:00 – 21:00
JAZZ-LOUNGE: DEEP STRINGS

ANNE-CHRISTIN SCHWARZ Gesang, Violoncello, Elektronik
STEPHAN BRAUN Violoncello, Percussion, Gesang, Elektronik

Kammerjazz vom Feinsten. Die beiden Berliner*innen Anne-Christin Schwarz und Stephan Braun kreieren mit Gesang, Cello, Perkussion und Elektronik ein poetisches Klanguniversum.


Telemann Salon | AB 15:00

ab 15:00
VR-BRILLEN-STATION

Mitglieder des Mahler Chamber Orchestra spielen in der Elisabethkirche in Berlin Mozarts viertes Streichquintett.

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation


Albert Mangelsdorff Foyer | AB 21:30

Ab 21:30 – 23:00
FRATOPIA LATE CLUB: DJ LOLA KONFUS

Elektro und House

Der Tag klingt aus mit entspannten Beats und chilligen Sounds, die wir einem DJ überlassen. Das Albert Mangelsdorff Foyer offenbart dabei ungeahnte Clubqualitäten.

 

 


KÜNSTLER*INNEN AM DIENSTAG, 26. SEPTEMBER

Alexej Gerassimez

Alexej Gerassimez © Nikolaj Lund

Der in Essen geborene Perkussionist Alexej Gerassimez ist als Musiker so vielseitig wie sein Instrumentarium: Sein Repertoire reicht von Klassik und Neuer Musik über Jazz bis hin zu Minimal Music und erweitert sich zusätzlich durch eigene Kompositionen und Auftragswerke. Als Solist ist Alexej Gerassimez Gast international renommierter Orchester wie den Münchner Philharmonikern, dem Prager Radio-Sinfonieorchester und dem Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Dirigent*innen wie Tan Dun, Kristjan Järvi, Alexander Liebreich oder Jonathan Stockhammer.
Als Instrumentalist gestaltet Alexej Gerassimez Solo-Programme, tritt mit seiner eigenen Perkussion-Gruppe auf und ist begeisterter Kammermusiker. In der jüngeren Vergangenheit führte ihn eine Tournee mit den Pianisten Arthur und Lucas Jussen durch die Niederlande, Belgien und Deutschland, außerdem gab er Konzerte mit dem Jazzpianisten Omer Klein mit dem gemeinsam konzipierten Programm „Firebird". Mit dem SIGNUM saxophone quartet ging Alexej Gerassimez auf „eine Reise durch das Universum" – dieses besondere Programm „Starry Night" ist bei Berlin Classics auch als Album erschienen.
Im Frühjahr 2022 standen die Uraufführung und Aufnahme von Kalevi Ahos Doppelkonzert für Viola und Perkussion mit dem Lahti Symphony Orchestra unter der Leitung von Anja Bihlmaier auf dem Programm, im Herbst 2021 fand bereits die Uraufführung von John Psathas Konzert „Leviathan" in der Berliner Philharmonie mit dem Rundfunksinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Markus Poschner statt, gefolgt von einem gemeinsamen Konzert in der Elbphilharmonie, sowie Konzerten mit den Düsseldorfer Symphonikern unter der Leitung von Alpesh Chauhan. Alexej Gerassimez ist Professor für Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Theater in München.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 15:00 und 20:00 im Großen Saal
Mittwoch, 27. September, 15:00 und 20:00 im Großen Saal
Freitag, 29. September, 17:00, 18:00 und 21:15 im Mozart Saal


deep strings

deep strings © Robert Grund

deep strings, das sind Anne-Christin Schwarz und Stephan Braun. Seit 2000 entwickeln die beiden Wahlberliner ihren ganz eigenen Sound immer weiter. Bestechend durch brillantes Timing, verblüffende Virtuosität und neue atemberaubende Spieltechniken, ziehen sie jede*n Zuhörer*in in ihren Bann. Ihre Musik offenbart einen einzigartigen Umgang mit Rhythmus, Melodie und Sprache – eine Mischung aus lyrischen Popmelodien, virtuosen Jazzimprovisationen und lateinamerikanischer Folklore, fernab gewöhnlicher Popmusikkultur.
deep strings sind erste Preisträger beim Jazz & Blues Award Berlin und gastierten auf bekannten Festivals wie dem Ostsee-Jazzfestival, der Thüringer Jazzmeile, der Jazzrally Düsseldorf und dem Bachfest Leipzig. Bei ihren Konzerten treten sie häufig mit renommierten Gästen auf und sind selbst gefragte Gastmusiker. So konnte man sie bereits mit dem Amaryllis-Quartett beim Festival Heidelberger Frühling hören. Ihr Irland-Debüt gab deep strings mit dem Vogler-Quartett beim Drumcliffe Music Festival in Sligo.
Anne-Christin Schwarz war Gast der australischen Band Naked Raven und gab Konzerte mit Salut Salon sowie der dänischen Sängerin Agnes Obel. Sie ist seit April 2013 Dozentin für Streicherkammermusik an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig. Stephan Braun tourte unter anderem mit Melody Gardot, dem Kristjan Randalu Quartet, dem Klezmer-Klarinettisten Giora Feidman und war u.a. als Gast mit den beiden Trompetern Till Brönner und Sergei Nakariakov auf Tournee. Er lehrt an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 19:00 im Clara Schumann Foyer
Mittwoch, 27. September, 20:00 im Clara Schumann Foyer
Donnerstag, 28. September, 19:00 und 20:00 im Clara Schumann Foyer
Freitag, 29. September, 19:00 im Clara Schumann Foyer
Samstag, 30. September, 19:00 im Clara Schumann Foyer


DJ Lola Konfus

Geboren in Bornheim, Frankfurt am Main, als Tochter von zwei Lebenskünstlern. Musik und vor allem Partys waren in der Familie an der Tagesordnung. Als Jugendliche hatte sie die ersten Plattensammlungen, mit 17 Jahren legte sie erstmals in einem kleinen Club auf. Fasziniert von „Rappers Delight", Künstler*innen wie Public Enemy, LL Cool J, Run DMC und den Beastie Boys u. a., aber auch von Klassikern wie Kool & The Gang oder Michael Jackson.
In den 90er-Jahren kam die Leidenschaft für elektronische Musik dazu. Angetan von Vocals, Beats und Breakes. Und einige Zeit später von Techno zu Elektro- und Housemusic. Heute sind Stücke von Jamie XX, Mochakk, Umami und Peggy Gou im Repertoire. Elektronische Klänge, ohne Wenn und Aber. Spätestens nach den ersten Minuten geht der Groove in die Beine, frei nach dem Motto: „Heute ist ein guter Tag zum Tanzen."

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 21:30 im Albert Mangelsdorff Foyer
Mittwoch, 27. September, 21:30 im Albert Mangelsdorff Foyer


Emil Kuyumcuyan

Emil Kuyumcuyan © Claudia Hansen

Der in Istanbul geborene Emil Kuyumcuyan ist Perkussionist, Komponist und Elektronikmusiker mit kroatischen, griechischen, armenischen und afrikanischen Wurzeln. Seine ursprüngliche Identität als Musiker ist geprägt von Einflüssen der zeitgenössischen Klassik, des Jazz und der anatolischen Musik, die sich zu einer einzigartigen Vortragssprache verbinden.
Geboren in einem Istanbuler Melomanenhaus und aufgewachsen mit vielen Musikrichtungen, begann Emil seine musikalische Ausbildung im Alter von 12 Jahren am staatlichen Konservatorium in Istanbul, wo er zunächst Posaune spielte, bevor er seine Leidenschaft für das Schlagzeug entdeckte. Nach dem Abitur studierte er Schlagzeug an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, wo er bei Marta Klimasara, Klaus Dreher, Jürgen Spitschka und Harald Löhle lernte. Weitere Studien führten ihn nach Frankreich zu Jean Geoffroy ans Konservatorium für Musik und Tanz von Lyon.
Neben seinen eigenen Kompositionen umfasst sein Konzertrepertoire Meisterwerke von J. S. Bach bis hin zu Neuer Musik. Dabei arbeitet er regelmäßig mit zeitgenössischen Komponist*innen zusammen und ist in den Bereichen Multimedia-Performance und Musiktheater tätig. Im Jahr 2019 schuf er sein erstes audiovisuelles Werk mit dem Titel „I S T A N B U L | the roots", eine von der Stadt Istanbul inspirierte Multimedia-Performance.
Sein künstlerisches Fachwissen gibt Emil Kuyumcuyan mittlerweile auch als Lehrer weiter: Er ist Tutor am Royal Northern College of Music in Manchester und wird ab Oktober 2023 als Professor für Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt unterrichten.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 15:00 und 20:00 im Großen Saal
Freitag, 29. September, 17:00, 18:00 und 21:15 im Mozart Saal


IEMA-Ensemble 2022/23

Internationale Ensemble Modern Akademie © Barbara Fahle

Die Internationale Ensemble Modern Akademie (IEMA) als Ausbildungsstätte des Ensemble Modern wurde 2003 mit dem Ziel gegründet, das musikalische Erbe weiterzutragen und neue Wege des zeitgenössischen künstlerischen Schaffens zu fördern. Die IEMA bietet unterschiedlichste Ausbildungsprogramme für verschiedene Zielgruppen: internationale Meisterkurse, die International Composer & Conductor Seminars, Education-Projekte und einen Masterstudiengang im Bereich Zeitgenössische Musik in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK).
Mit Gründung der IEMA im Jahr 2003 haben die Mitglieder des Ensembles ihre schon existierenden Aktivitäten im Bereich der Ausbildung gebündelt. Mit den Aus- und Fortbildungsformaten für unterschiedliche Zielgruppen nimmt die IEMA die Verantwortung wahr, das über viele Jahre gesammelte Wissen und vielfältige Erfahrungen des Ensemble Modern an nachfolgende Generationen weiterzugeben. Alle Programme der IEMA werden von den Mitgliedern erdacht und durchgeführt. Parallel zum eigenen Tourneebetrieb, hat das Ensemble damit im eigenen Haus einen ständigen Ausbildungsbetrieb etabliert.
Einen Schwerpunkt der Ausbildungsformate bildet der einjährige Masterstudiengang, der seit 2006 in Kooperation mit der HfMDK durchgeführt wird. Ein Jahr lang arbeiten junge Künstler*innen (Instrumentalist-, Dirigent-, Komponist-, und Klangregisseur*innen) mit den Mitgliedern des Ensemble Modern und namhaften Gastdozent*innen am vielfältigen Repertoire der Moderne. Unterrichtet werden zeitgenössische Sololiteratur, Kammermusik sowie dirigierte Ensemble-Werke. Zudem bietet die IEMA regelmäßig internationale Meisterkurse an, in denen Dozent*innen des Ensemble Modern mit Instrumentalist*innen zeitgenössisches Repertoire erarbeiten.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 18:00 und 21:00 im Mozart Saal
Mittwoch, 27. September, 17:00, 18:00, 19:00 und 20:00 im Schumann Salon
Donnerstag, 28. September, 17:00, 18:00, 19:00 und 20:00 im Schumann Salon
Freitag, 29. September, 17:00, 18:00, 19:00 und 20:00 im Schumann Salon
Samstag, 30. September, 17:00, 18:00, 19:00 und 20:00 im Schumann Salon


Julius Apriadi

Julius Apriadi © Christoph-Hengelhaupt

Nach dem Besuch eines Musikgymnasiums studierte Julius Apriadi, der mit bürgerlichem Namen Julius Heise heißt und 1987 in Neubrandenburg geboren wurde, Jazz Vibrafon bei David Friedman und Schlagzeug bei Mario Würzebesser am Jazzinstitut Berlin. Er spielte in verschiedenen Projekten als Vibrafonist, Schlagzeuger, Perkussionist und Pianist. Als Komponist schrieb er Musik für Jazzensembles, klassische Percussion, Stummfilme und Theater / Puppenspiel für Institutionen wie das Berliner Ensemble und das Konzerthaus Berlin. Seit 2019 ist Julius Apriadi Dozent für Jazzvibrafon am Jazzinstitut Berlin. Als Musiker ist er derzeit mit Solo-Improvisationen und verschiedenen Jazz-Projekten zu erleben.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 15:00 und 20:00 im Großen Saal
Freitag, 29. September, 17:00, 18:00 und 21:15 im Mozart Saal


Omer Klein

Omer Klein © Peter Hönnemann

Omer Klein wurde 1982 in Israel geboren und wuchs in Netanya auf. Mit fünf Jahren begann er Keyboard zu spielen, mit 13 Jahren richtete er seinen Fokus auf das Piano, während er bereits zuvor komponierte und improvisierte. Er studierte an der Thelma Yellin High School of the Arts Givatayim, bevor er als Stipendiat nach Amerika zog, um am New England Conservatory in Boston zu studieren. Dort ließ er sich in Jazz Piano von Danilo Perez und Ran Blake ausbilden, während er klassisches Klavier bei Alexander Korsantia lernte. 2005 zog Klein nach New York, wo er sein Studium privat unter der Leitung von Fred Hersch vertiefte, seit 2009 lebt er in Deutschland.
Im Herbst 2022 trat Omer Klein erstmals mit von ihm für Klavier und Streichquartett arrangierten und neu komponierten Stücken zusammen mit dem Aris Quartett auf der Bühne des Konzerthauses Dortmund auf; für eines dieser Arrangements wurde er für den Deutschen Jazzpreis 2023 nominiert. Als Solist und Bandleader war er bislang unter anderem beim North Sea Jazz Festival, dem Nice Jazz Festival, Jazz at Lincoln Center, in der Queen Elizabeth Hall in London, der Swing Hall Tokyo, der Elbphilharmonie Hamburg und auch bereits bei uns in der Alten Oper zu erleben. Zu den Höhepunkten der jüngeren Vergangenheit zählen seine Debüts in der Berliner Philharmonie und im Wiener Konzerthaus sowie die Uraufführung einer neuen Komposition für Theater und Tanz am Schauspiel Frankfurt.
Mit dem Bassisten Haggai Cohen Milo und dem Schlagzeuger Amir Bresler gründete er 2013 das Omer Klein Trio. Ihr Debütalbum Fearless Friday (2015) gilt als „eine der lohnendsten Klaviertrio-Veröffentlichungen der letzten Jahre" (All About Jazz).

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 18:30 und 20:00 im Großen Saal
Mittwoch, 27. September, 18:30 und 20:00 im Großen Saal


Sergey Mikhaylenko

Sergey Mikhaylenko © Tumen Dondukov

Der vielseitige Schlagzeuger Sergey Mikhaylenko wurde in Sibirien geboren, lebt mittlerweile aber in Deutschland. Nach seinem Abschluss an der Universität Mozarteum in Salzburg, in der Klasse von Prof. Peter Sadlo, Alexej Gerassimez und Ernst-Wilhelm Hilgers, vertieft er seine Kenntnisse und Fähigkeiten derzeit als Meisterschüler an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Unter der Mentorschaft von Prof. Franz Schindlbeck, Prof. Reiner Seegers und Prof. Biao Li arbeitet er daran, die musikalischen Grenzen des Klangs mit Schlaginstrumenten zu erweitern.
Seit 2017 ist er Solo-Schlagzeuger des Göttinger Symphonieorchesters, tritt darüber hinaus aber auch mit weiteren renommierten Klangkörpern auf, darunter das MusicAeterna Orchestra, die NDR Radiophilharmonie Hannover, die Salzburger Camerata, die Bremer Philharmoniker, das Konzerthausorchester Berlin und das Mozarteum Orchester Salzburg unter der Leitung von u.a. Kirill Petrenko, Teodor Currentzis, Kent Nagano und Charles Dutoit. Er tritt sowohl als Solist auf als auch als Mitglied von Kammermusikensembles und Orchestern.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 15:00 und 20:00 im Großen Saal
Freitag, 29. September, 17:00, 18:00 und 21:15 im Mozart Saal


SIGNUM saxophone quartet

SIGNUM saxophone quartet © Anna Tena

Die vier Musiker Blaž Kemperle, Jacopo Taddei, Alan Lužar und Guerino Bellarosa trafen sich in Köln, wo sie 2006 das SIGNUM saxophone quartet gründeten. Studiert haben die vier Saxofonisten in Köln, Wien und Paris; beeinflusst und inspiriert wurden sie vom Quatuor Ébène, dem Artemis Quartet und Gabor Takács-Nágy. Nach Preisen bei internationalen Wettbewerben u.a. in Lugano und Berlin spielt SIGNUM mittlerweile in Konzertsälen und bei Festivals in Europa und der ganzen Welt: Im Jahr 2013 gab das Quartett sein Debüt an der Carnegie Hall NY, eine ganz besondere Auszeichnung war außerdem die Ernennung zu „ECHO Rising Stars" in der Saison 2014/2015 durch die European Concert Hall Organisation (ECHO), verbunden mit Einladungen in die wichtigsten Konzertsäle Europas.
SIGNUM ist nicht nur als Quartett, sondern auch in vielen spannenden Kammermusik-Projekten auf der Bühne zu sehen, darunter Starry Night mit Alexej Gerassimez (Perkussion), BACHianas mit Tanja Tetzlaff oder Konstantin Manaev (Cello), Goldberg Nights mit Kai Schumacher (Piano & Prepared Piano) und das neueste Programm Anima mit Ksenija Sidorova (Akkordeon). Darüber hinaus stehen regelmäßig Orchesterkonzerte auf dem Tourplan. Als Fair Players liegt SIGNUM außerdem das junge Publikum von morgen am Herzen, für das sie das Familienkonzert SIGNUM4kids kreiert haben.
Nach den ersten Alben Debut (2011) und Balkanication (2014) erschienen 2021 gleich zwei CDs: Starry Night (mit Alexej Gerassimez) und SIGNUMs erste Aufnahme für das Traditionslabel Deutsche Grammophon mit dem Titel Echoes. Letztere enthält eine Auswahl außergewöhnlicher musikalischer Arrangements von John Dowland bis Peter Gregson, sowie Guillermo Lagos Sarajevo als Originalkomposition für Saxofon-Quartett sowie weitere Kompositionen von Max Richter und Joep Beving.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 17:00 und 20:00 im Großen Saal
Mittwoch, 27. September, 18:00 und 19:00 im Mozart Saal und 20:00 im Großen Saal
Donnerstag, 28. September, 18:00 und 19:00 im Mozart Saal


Young Academy

Young Academy © Andreas Malkmus

Die Young Academy ist das Nachwuchsprogramm der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) für hochbegabte Musiker*innen ab 14 Jahren. Im Studium erhalten die Teilnehmer*innen Einzelunterricht bei erfahrenen Professor*innen; gelehrt werden alle Instrumente, die an der HfMDK unterrichtet werden, einschließlich Gesang. Die Young Academy ist dabei fest in den Hochschulalltag integriert.
Neben dem Einzelunterricht erwarten die Akademist*innen viele weitere Fächer, Musiktheorie und Gehörbildung, zum Beispiel Korrepetition, Kammermusik und Neue Musik. Flankiert von regelmäßigen Workshops zu Themen wie mentales Training, Improvisation oder Auftrittscoaching.
Ebenfalls Teil des Angebots ist der Hildegard-und-Günter-Prack-Stiftungspreis der Young Academy: Dieser soll die Jungstudierenden dazu motivieren, neugierig, kreativ, fantasievoll und eigeninitiativ ein kammermusikalisches Werk der zeitgenössischen Musik einzustudieren. Der Preis wird jährlich vergeben und ist mit 1.000 Euro dotiert.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer
Mittwoch, 27. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer
Donnerstag, 28. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer
Freitag, 29. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer
Samstag, 30. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer


Omer Klein © Peter Hönnemann

MI 27 SEPT

DER TAG AUF EINEN BLICK

TAGESTIPP: OMER KLEIN

„Ich lege es nicht darauf an, aber wenn du Intellekt, Herz und Seele in deine Musik legst und dabei authentisch bist, dann kommt etwas raus, was die Leute verbindet.“ Das sagt der in Israel geborene Komponist und Jazzpianist Omer Klein, der – ein echter Kosmopolit eben – in seinem gesamten künstlerischen Schaffen das „Verbinden“ zum Thema macht. Brückenschläge zwischen den Genres unternimmt er auch bei seinem Fratopia-Beitrag – und lässt dabei das Publikum ganz nah an sich und die Musik heran.

Großer Saal | OPEN SPACE | AB 15:30

Signum Saxophone Quartet © Anna Tena

15:30 – 16:15
ALEXEJ GERASSIMEZ & SIGNUM SAXOPHONE QUARTET

ALEXEJ GERASSIMEZ Percussion
SIGNUM SAXOPHONE QUARTET:
BLAŽ KEMPERLE Sopransaxofon
JACOPO TADDEI Altsaxofon
ALAN LUŽAR Tenorsaxofon
GUERINO BELLAROSA Baritonsaxofon

Alexej Gerassimez Rebirth
Gustav Holst Jupiter (Arr. Hugo van Rechem)
Clair Debussy Clair de Lune
Alexej Gerassimez Asventuras
AC/DC (Angus Young, Malcolm Young) Thunderstruck
Für Saxofonquartett (Arr. SIGNUM saxophone quartet)
Bart Howard Fly me to the moon

Vier Saxofone und ein Schlagzeug unterwegs durch den Open Space des Großen Saals. Station machen Alexej Gerassimez und die vier Signum-Saxofonisten dabei auf Planeten von Gustav Holst.

17:00 – 17:45
ANASTASIA KOBEKINA Violoncello
DIANA SAHAKYAN Klavier

Claude Debussy Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll
César Franck Violinsonate in A-Dur FWV 8 (in der Fassung für Violoncello und Klavier)
Niccolò Paganini Variationen auf einer Saite nach einem Thema von Rossini

„Zart und mit Ausdruck" zu spielen, fordert Robert Schumann im ersten seiner Fantasiestücke die Interpret*innen auf. Die Cellistin Anastasia Kobekina und die Pianistin Diana Sahakyan zaubern mit diesen sowie mit Musik von César Franck Poesie in den Open Space.

18:30 – 19:15
OMER KLEIN Klavier
SEBASTIAN STUDNITZKY Trompete

Klassik oder Jazz? Komposition oder Improvisation? Orient oder Okzident? Der israelische Pianist Omer Klein verweigert die klare Antwort – und pendelt munter zwischen den Genres.

20:00 – 21:30
ALEXEJ GERASSIMEZ / SIGNUM SAXOPHONE QUARTET / ANASTASIA KOBEKINA / OMER KLEIN / SEBASTIAN STUDNITZKY

ALEXEJ GERASSIMEZ Percussion
ANASTASTIA KOBEKINA Violoncello
OMER KLEIN Klavier
SIGNUM SAXOPHONE QUARTET:
BLAŽ KEMPERLE Sopransaxofon
JACOPO TADDEI Altsaxofon
ALAN LUŽAR Tenorsaxofon
GUERINO BELLAROSA Baritonsaxofon

John Psathas Farewell to the Flesh
Alexej Gerassimez Rebirth
Astor Piazolla Libertango (Bearbeitung für Marimba und Cello von Alexej Gerassimez)
Vladimir Kobekin Galliarda für Tamburin und Cello
Alexej Gerassimez / Omer Klein Firebird, Afreim
Astor Piazolla Le Grand Tango (Bearbeitung für Saxofonquartett von SIGNUM saxophone quartet)
Alexej Gerassimez Piazonore

Gemeinsamer Ausklang: In unterschiedlichen Konstellationen, von verschiedenen Bühneninseln aus, spannen die Akteur*innen des Tages in Originalkompositionen und Bearbeitungen den Bogen von Schumann über Strawinksy und Piazzolla bis in die Gegenwart.


Mozart Saal | MITTENDRIN-KONZERTE | AB 18:00

18:00 – 18:45 / 19:00 – 19:45
SIGNUM SAXOPHONE QUARTET

BLAŽ KEMPERLE Sopransaxofon
JACOPO TADDEI Altsaxofon
ALAN LUŽAR Tenorsaxofon
GUERINO BELLAROSA Baritonsaxofon

Johann Sebastian Bach Italienisches Konzert BWV 971 (Bearb. für Saxofonquartett)
Steve Reich New York Counterpoint (Bearb. für Saxofonquartett und Tonband)
David Maslanka Broken Heart Meditation on the chorale melody „Der du bist drei in Einigkeit“, Fanfare/Variations on the chorale melody „Durch Adams Fall“, aus: Recitation Book

Lassen Sie sich ein auf die Sogwirkung, die vier Saxofone entfalten können! Musik von Johann Sebastian Bach und Steve Reich mit räumlicher, ja hypnotischer Wirkung.


Clara Schumann Foyer | AB 15:00

Deep Strings © Robert Grund @ Lamettanest Dresden

15:00 – 15:50 / 16:00 – 16:50 / 17:00 – 17:50
YOUNG ACADEMY

MUSIKER*INNEN DER HOCHSCHULE FÜR MUSIK UND DARSTELLENDE KUNST FRANKFURT

Ganz klassisch: Junge Virtuos*innen der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst bespielen jeweils zur vollen Stunde das Clara Schumann Foyer mit Kammermusik.

15:00 Musik für Stummfilme
Die Akademist*innen der Young Academy haben beim diesjährigen Intensiv-Wochenende in der Landesakademie in Schlitz (15.-17.09.23) unter der Leitung von Prof. Ralph Abelein und Prof. Gerhard Müller-Hornbach zu einem Kurzfilm ihrer Wahl eine Filmmusik unter improvisatorischen und kompositorischen Kriterien erarbeitet. Das Ergebnis dieser besonderen interaktiven Gruppenarbeit präsentieren und moderieren die Jungstudierenden der Young Academy der HfMDK im Clara-Schumann-Foyer.

16:00 Die Neuen der Young Academy der HfMDK stellen sich vor

17:00 Konzert und Moderation mit Jungstudierenden der Young Academy der HfMDK

20:00 – 22:00
JAZZ-LOUNGE: DEEP STRINGS

ANNE-CHRISTIN SCHWARZ Gesang, Violoncello, Elektronik
STEPHAN BRAUN Violoncello, Percussion, Gesang, Elektronik

Kammerjazz vom Feinsten. Die beiden Berliner*innen Anne-Christin Schwarz und Stephan Braun kreieren mit Gesang, Cello, Perkussion und Elektronik ein poetisches Klanguniversum.


Schumann Salon | AB 17:00

IEMA POÈMES

IEMA-ENSEMBLE 2022/23

17:00 – 17:40
György Ligeti Poème symphonique (für 100 Metronome)
Tristan Murail C'est un jardin secret, ma soeur, ma fiancée, une fontaine close, une source scellée
John Cage Sonata for Two Voices (Fassung für Trompete und Marimba)
Chris Dench the effort to return to the cities of the sane

18:00 – 18:40
Steve Reich Pendulum Music
Georges Aperghis Le Corps à corps (für Zarb und Stimme), Triple (für Flöte, Klarinette und Trompete), Retrouvailles

19:00 – 19:40
Toshi Ichiyanagi Music for Electronic Metronoms
Ton de Leeuw Midare (für Marimba)
Howard Skempton Bagatelle (für Flöte solo)
György Kurtág Bagatelles (für Flöte, Klavier und Kontrabass)

20:00 – 20:40
György Ligeti Poème symphonique (für 100 Metronome)
Howard Skempton Three Pieces for Oboe
Salvatore Sciarrino La Malinconia (für Violine und Viola)
Hèctor Parra L'Étoile matinale (d'après la Vle constellation de Joan Miró) (für Oboe, Trompete, Klavier und Kontrabass)

Die Internationale Ensemble Modern Akademie nimmt Ligetis „Poème symphonique“ für 100 mechanische Metronome zum Ausgangspunkt, um in Klanginstallationen von Reich, Ligeti und Ichiyanagi dem Zufall und dem Prozess das Feld zu überlassen.


Telemann Salon | ab 15:00

ab 15:00
VR-BRILLEN-STATION

Mitglieder des Mahler Chamber Orchestra spielen in der Elisabethkirche in Berlin Mozarts viertes Streichquintett.

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation


Albert Mangelsdorff Foyer | AB 21:30

21:30 – 23:00
FRATOPIA LATE CLUB: DJ LOLA KONFUS

Elektro und House

Der Tag klingt aus mit entspannten Beats und chilligen Sounds, die wir einem DJ überlassen. Das Albert Mangelsdorff Foyer offenbart dabei ungeahnte Clubqualitäten.


KÜNSTLER*INNEN AM MITTWOCH, 27. SEPTEMBER

Alexej Gerassimez

Alexej Gerassimez © Nikolaj Lund

Der in Essen geborene Perkussionist Alexej Gerassimez ist als Musiker so vielseitig wie sein Instrumentarium: Sein Repertoire reicht von Klassik und Neuer Musik über Jazz bis hin zu Minimal Music und erweitert sich zusätzlich durch eigene Kompositionen und Auftragswerke. Als Solist ist Alexej Gerassimez Gast international renommierter Orchester wie den Münchner Philharmonikern, dem Prager Radio-Sinfonieorchester und dem Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Dirigent*innen wie Tan Dun, Kristjan Järvi, Alexander Liebreich oder Jonathan Stockhammer.
Als Instrumentalist gestaltet Alexej Gerassimez Solo-Programme, tritt mit seiner eigenen Perkussion-Gruppe auf und ist begeisterter Kammermusiker. In der jüngeren Vergangenheit führte ihn eine Tournee mit den Pianisten Arthur und Lucas Jussen durch die Niederlande, Belgien und Deutschland, außerdem gab er Konzerte mit dem Jazzpianisten Omer Klein mit dem gemeinsam konzipierten Programm „Firebird". Mit dem SIGNUM saxophone quartet ging Alexej Gerassimez auf „eine Reise durch das Universum" – dieses besondere Programm „Starry Night" ist bei Berlin Classics auch als Album erschienen.
Im Frühjahr 2022 standen die Uraufführung und Aufnahme von Kalevi Ahos Doppelkonzert für Viola und Perkussion mit dem Lahti Symphony Orchestra unter der Leitung von Anja Bihlmaier auf dem Programm, im Herbst 2021 fand bereits die Uraufführung von John Psathas Konzert „Leviathan" in der Berliner Philharmonie mit dem Rundfunksinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Markus Poschner statt, gefolgt von einem gemeinsamen Konzert in der Elbphilharmonie, sowie Konzerten mit den Düsseldorfer Symphonikern unter der Leitung von Alpesh Chauhan. Alexej Gerassimez ist Professor für Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Theater in München.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 15:00 und 20:00 im Großen Saal
Mittwoch, 27. September, 15:00 und 20:00 im Großen Saal
Freitag, 29. September, 17:00, 18:00 und 21:15 im Mozart Saal


Anastasia Kobekina

Anastasia Kobekina © Julia Altukhova

Anastasia Kobekina gilt als eine der vielversprechendsten Cellistinnen ihrer Generation und hat bereits im Alter von sechs Jahren als Solistin mit Orchester debütiert. Seitdem hat sie mit vielen herausragenden Orchestern wie den Moskauer Virtuosen, der Kremerata Baltica, dem Konzerthaus Orchester Berlin, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, den Wiener Symphonikern, dem Warschauer Sinfonieorchester unter der Leitung von Krzysztof Penderecki und dem Orchester des Mariinsky-Theaters unter der Leitung von Valery Gergiev konzertiert.
Im russischen Jekaterinburg geboren, erhielt Anastasia Kobekina ihren ersten Cellounterricht im Alter von vier Jahren. Nach ihrem Abschluss am Moskauer Konservatorium in der Klasse von Olga Galochkina hat sie mit Frans Helmerson an der Kronberg Academy studiert, war Studentin bei Jens-Peter Maintz an der Universität der Künste Berlin und setzt zurzeit ihr Studium am Pariser Konservatorium in der Klasse von Jerome Pernoo fort. Zudem studiert sie Barockvioloncello an der Frankfurter Hochschule bei Kristin von der Goltz.
Im Jahr 2015 gewann Anastasia Kobekina den ersten Preis beim renommierten TONALi-Musikwettbewerb, in dessen Rahmen ihr ein Leihcello von Giovanni Guadagnini aus dem Jahre 1743 zu Verfügung gestellt worden ist. Im Juni 2019 hat die junge Cellistin die Bronze-Medaille des Tschaikowsky-Wettbewerbs in St. Petersburg erhalten; ebenfalls im Jahr 2019 ist ihre Debüt-CD mit dem Berner Symphonieorchester mit Werken von Schostakowitsch, Weinberg und ihrem Vater Vladimir Kobekin beim Label Claves erschienen. Zu ihren regelmäßigen Kammermusikpartner*innen gehören bekannte Künstler*innen wie Lars Vogt, Isabelle Faust, Denis Matzuev, Fazil Say, Vladimir Spivakov, Gidon Kremer und András Schiff.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Mittwoch, 27. September, 17:00 und 20:00 im Großen Saal
Donnerstag, 28. September, 19:00 und 20:00 im Liszt Salon
Freitag, 29. September, 17:00, 18:00 und 19:00 im Liszt Salon
Samstag, 30. September, 17:00, 18:00 und 19:00 im Liszt Salon


deep strings

deep strings © Robert Grund

deep strings, das sind Anne-Christin Schwarz und Stephan Braun. Seit 2000 entwickeln die beiden Wahlberliner ihren ganz eigenen Sound immer weiter. Bestechend durch brillantes Timing, verblüffende Virtuosität und neue atemberaubende Spieltechniken, ziehen sie jede*n Zuhörer*in in ihren Bann. Ihre Musik offenbart einen einzigartigen Umgang mit Rhythmus, Melodie und Sprache – eine Mischung aus lyrischen Popmelodien, virtuosen Jazzimprovisationen und lateinamerikanischer Folklore, fernab gewöhnlicher Popmusikkultur.
deep strings sind erste Preisträger beim Jazz & Blues Award Berlin und gastierten auf bekannten Festivals wie dem Ostsee-Jazzfestival, der Thüringer Jazzmeile, der Jazzrally Düsseldorf und dem Bachfest Leipzig. Bei ihren Konzerten treten sie häufig mit renommierten Gästen auf und sind selbst gefragte Gastmusiker. So konnte man sie bereits mit dem Amaryllis-Quartett beim Festival Heidelberger Frühling hören. Ihr Irland-Debüt gab deep strings mit dem Vogler-Quartett beim Drumcliffe Music Festival in Sligo.
Anne-Christin Schwarz war Gast der australischen Band Naked Raven und gab Konzerte mit Salut Salon sowie der dänischen Sängerin Agnes Obel. Sie ist seit April 2013 Dozentin für Streicherkammermusik an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig. Stephan Braun tourte unter anderem mit Melody Gardot, dem Kristjan Randalu Quartet, dem Klezmer-Klarinettisten Giora Feidman und war u.a. als Gast mit den beiden Trompetern Till Brönner und Sergei Nakariakov auf Tournee. Er lehrt an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 19:00 im Clara Schumann Foyer
Mittwoch, 27. September, 20:00 im Clara Schumann Foyer
Donnerstag, 28. September, 19:00 und 20:00 im Clara Schumann Foyer
Freitag, 29. September, 19:00 im Clara Schumann Foyer
Samstag, 30. September, 19:00 im Clara Schumann Foyer


Diana Sahakyan

Die in Eriwan geborene Pianistin Diana Sahakyan begann im Alter von sechs Jahren mit dem Musikunterricht, ihre Grundausbildung erhielt sie an der nach Aleksandr Spendiaryan benannten Eriwaner Musikschule. Nach ihrem Studium am Staatlichen Konservatorium in Eriwan setzte sie ihr Studium in Deutschland an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main bei den Professor*innen Lev Natochenny, Catherine Vickers und Oliver Kern fort. Während sie Meisterkurse an der Sommerakademie des Mozarteum in Salzburg unter der Leitung von Dmitri Bashkirov besuchte, wurde sie eingeladen, ihr Studium mit einem Stipendium an der Escuela Superior de Mùsica Reina Sofia in Madrid fortzusetzen. Darüber hinaus nahm sie an einer Reihe von Meisterkursen bei renommierten Musiker*innen wie John Perry, Robert Levin, Olivier Gardon, Ferenc Rados und Helmut Deutsch teil.
Diana Sahakyans Konzertauftritte haben das Publikum in Konzertsälen wie der Liederhalle Stuttgart, dem Kurhaus Wiesbaden, dem Concertgebouw Amsterdam und der Aram Khachaturyan Concert Hall sowie bei uns in der Alten Oper Frankfurt begeistert. Als Solistin und Kammermusikerin trat sie bei renommierten Festivals wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Rheingau Musik Festival und dem Musikfestival Rhein-Hessen auf. Ihr Debütalbum mit Werken verschiedener Komponistinnen erschien 2022. Gefördert durch den Deutschen Musikrat und das Kulturamt Frankfurt, ist es ein Beitrag zur Entdeckung bisher wenig beachteter Komponistinnen.

Auftritt im Rahmen des Fratopia-Festivals
Mittwoch, 27. September, 17:00 im Großen Saal


DJ Lola Konfus

Geboren in Bornheim, Frankfurt am Main, als Tochter von zwei Lebenskünstlern. Musik und vor allem Partys waren in der Familie an der Tagesordnung. Als Jugendliche hatte sie die ersten Plattensammlungen, mit 17 Jahren legte sie erstmals in einem kleinen Club auf. Fasziniert von „Rappers Delight", Künstler*innen wie Public Enemy, LL Cool J, Run DMC und den Beastie Boys u. a., aber auch von Klassikern wie Kool & The Gang oder Michael Jackson.
In den 90er-Jahren kam die Leidenschaft für elektronische Musik dazu. Angetan von Vocals, Beats und Breakes. Und einige Zeit später von Techno zu Elektro- und Housemusic. Heute sind Stücke von Jamie XX, Mochakk, Umami und Peggy Gou im Repertoire. Elektronische Klänge, ohne Wenn und Aber. Spätestens nach den ersten Minuten geht der Groove in die Beine, frei nach dem Motto: „Heute ist ein guter Tag zum Tanzen."

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 21:30 im Albert Mangelsdorff Foyer
Mittwoch, 27. September, 21:30 im Albert Mangelsdorff Foyer


IEMA-Ensemble 2022/23

Internationale Ensemble Modern Akademie © Barbara Fahle

Die Internationale Ensemble Modern Akademie (IEMA) als Ausbildungsstätte des Ensemble Modern wurde 2003 mit dem Ziel gegründet, das musikalische Erbe weiterzutragen und neue Wege des zeitgenössischen künstlerischen Schaffens zu fördern. Die IEMA bietet unterschiedlichste Ausbildungsprogramme für verschiedene Zielgruppen: internationale Meisterkurse, die International Composer & Conductor Seminars, Education-Projekte und einen Masterstudiengang im Bereich Zeitgenössische Musik in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK).
Mit Gründung der IEMA im Jahr 2003 haben die Mitglieder des Ensembles ihre schon existierenden Aktivitäten im Bereich der Ausbildung gebündelt. Mit den Aus- und Fortbildungsformaten für unterschiedliche Zielgruppen nimmt die IEMA die Verantwortung wahr, das über viele Jahre gesammelte Wissen und vielfältige Erfahrungen des Ensemble Modern an nachfolgende Generationen weiterzugeben. Alle Programme der IEMA werden von den Mitgliedern erdacht und durchgeführt. Parallel zum eigenen Tourneebetrieb, hat das Ensemble damit im eigenen Haus einen ständigen Ausbildungsbetrieb etabliert.
Einen Schwerpunkt der Ausbildungsformate bildet der einjährige Masterstudiengang, der seit 2006 in Kooperation mit der HfMDK durchgeführt wird. Ein Jahr lang arbeiten junge Künstler*innen (Instrumentalist-, Dirigent-, Komponist-, und Klangregisseur*innen) mit den Mitgliedern des Ensemble Modern und namhaften Gastdozent*innen am vielfältigen Repertoire der Moderne. Unterrichtet werden zeitgenössische Sololiteratur, Kammermusik sowie dirigierte Ensemble-Werke. Zudem bietet die IEMA regelmäßig internationale Meisterkurse an, in denen Dozent*innen des Ensemble Modern mit Instrumentalist*innen zeitgenössisches Repertoire erarbeiten.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 18:00 und 21:00 im Mozart Saal
Mittwoch, 27. September, 17:00, 18:00, 19:00 und 20:00 im Schumann Salon
Donnerstag, 28. September, 17:00, 18:00, 19:00 und 20:00 im Schumann Salon
Freitag, 29. September, 17:00, 18:00, 19:00 und 20:00 im Schumann Salon
Samstag, 30. September, 17:00, 18:00, 19:00 und 20:00 im Schumann Salon


Omer Klein

Omer Klein © Peter Hönnemann

Omer Klein wurde 1982 in Israel geboren und wuchs in Netanya auf. Mit fünf Jahren begann er Keyboard zu spielen, mit 13 Jahren richtete er seinen Fokus auf das Piano, während er bereits zuvor komponierte und improvisierte. Er studierte an der Thelma Yellin High School of the Arts Givatayim, bevor er als Stipendiat nach Amerika zog, um am New England Conservatory in Boston zu studieren. Dort ließ er sich in Jazz Piano von Danilo Perez und Ran Blake ausbilden, während er klassisches Klavier bei Alexander Korsantia lernte. 2005 zog Klein nach New York, wo er sein Studium privat unter der Leitung von Fred Hersch vertiefte, seit 2009 lebt er in Deutschland.
Im Herbst 2022 trat Omer Klein erstmals mit von ihm für Klavier und Streichquartett arrangierten und neu komponierten Stücken zusammen mit dem Aris Quartett auf der Bühne des Konzerthauses Dortmund auf; für eines dieser Arrangements wurde er für den Deutschen Jazzpreis 2023 nominiert. Als Solist und Bandleader war er bislang unter anderem beim North Sea Jazz Festival, dem Nice Jazz Festival, Jazz at Lincoln Center, in der Queen Elizabeth Hall in London, der Swing Hall Tokyo, der Elbphilharmonie Hamburg und auch bereits bei uns in der Alten Oper zu erleben. Zu den Höhepunkten der jüngeren Vergangenheit zählen seine Debüts in der Berliner Philharmonie und im Wiener Konzerthaus sowie die Uraufführung einer neuen Komposition für Theater und Tanz am Schauspiel Frankfurt.
Mit dem Bassisten Haggai Cohen Milo und dem Schlagzeuger Amir Bresler gründete er 2013 das Omer Klein Trio. Ihr Debütalbum Fearless Friday (2015) gilt als „eine der lohnendsten Klaviertrio-Veröffentlichungen der letzten Jahre" (All About Jazz).

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 18:30 und 20:00 im Großen Saal
Mittwoch, 27. September, 18:30 und 20:00 im Großen Saal


Sebastian Studnitzky

Sebastian Studnitzky, 1972 im Schwarzwald geboren, studierte Jazztrompete und Jazzklavier in Stuttgart sowie Komposition und Filmmusik am Berklee College of Music in Boston. Neben eigenen Projekten spielte er als festes Mitglied in den Bands von Nils Landgren, Rebekka Bakken, Mezzoforte, Wolfgang Haffner sowie Dominic Miller. Als Multiinstrumentalist und Komponist arbeitet Sebastian Studnitzky stilübergreifend, ist in Jazz und elektronischer Clubmusik ebenso zuhause wie im Crossover zwischen Jazz, Elektro und zeitgenössischer Musik. Zeugnis von dieser enormen stilistischen Spannbreite legen auch die mehr als 150 CD-Produktionen ab, die er in seiner Karriere bisher eingespielt hat. Sein aktuelles Album heißt EGIS.
Dabei hat Sebastian Studnitzky seinen ganz eigenen Sound entwickelt: Es ist Jazz – und es ist viel mehr. Es ist Musik, in der sich große Emotionen mit konsequenter Reduktion vereinen und vieles hörbar und erlebbar machen. Ob mit der Trompete oder am Klavier sind seine Songs durch seine ungewöhnliche, sehr individuelle Klangfärbung geprägt: weich, fließend und zurückgenommen, aber nicht minder intensiv und eindringlich. Sebastian Studnitzky lebt in Berlin und lehrt als Professor an den Musikhochschulen in Dresden und Berlin.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Mittwoch, 27. September, 18:00 und 20:00 im Großen Saal


SIGNUM saxophone quartet

SIGNUM saxophone quartet © Anna Tena

Die vier Musiker Blaž Kemperle, Jacopo Taddei, Alan Lužar und Guerino Bellarosa trafen sich in Köln, wo sie 2006 das SIGNUM saxophone quartet gründeten. Studiert haben die vier Saxofonisten in Köln, Wien und Paris; beeinflusst und inspiriert wurden sie vom Quatuor Ébène, dem Artemis Quartet und Gabor Takács-Nágy. Nach Preisen bei internationalen Wettbewerben u.a. in Lugano und Berlin spielt SIGNUM mittlerweile in Konzertsälen und bei Festivals in Europa und der ganzen Welt: Im Jahr 2013 gab das Quartett sein Debüt an der Carnegie Hall NY, eine ganz besondere Auszeichnung war außerdem die Ernennung zu „ECHO Rising Stars" in der Saison 2014/2015 durch die European Concert Hall Organisation (ECHO), verbunden mit Einladungen in die wichtigsten Konzertsäle Europas.
SIGNUM ist nicht nur als Quartett, sondern auch in vielen spannenden Kammermusik-Projekten auf der Bühne zu sehen, darunter Starry Night mit Alexej Gerassimez (Perkussion), BACHianas mit Tanja Tetzlaff oder Konstantin Manaev (Cello), Goldberg Nights mit Kai Schumacher (Piano & Prepared Piano) und das neueste Programm Anima mit Ksenija Sidorova (Akkordeon). Darüber hinaus stehen regelmäßig Orchesterkonzerte auf dem Tourplan. Als Fair Players liegt SIGNUM außerdem das junge Publikum von morgen am Herzen, für das sie das Familienkonzert SIGNUM4kids kreiert haben.
Nach den ersten Alben Debut (2011) und Balkanication (2014) erschienen 2021 gleich zwei CDs: Starry Night (mit Alexej Gerassimez) und SIGNUMs erste Aufnahme für das Traditionslabel Deutsche Grammophon mit dem Titel Echoes. Letztere enthält eine Auswahl außergewöhnlicher musikalischer Arrangements von John Dowland bis Peter Gregson, sowie Guillermo Lagos Sarajevo als Originalkomposition für Saxofon-Quartett sowie weitere Kompositionen von Max Richter und Joep Beving.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 17:00 und 20:00 im Großen Saal
Mittwoch, 27. September, 18:00 und 19:00 im Mozart Saal und 20:00 im Großen Saal
Donnerstag, 28. September, 18:00 und 19:00 im Mozart Saal


Young Academy

Young Academy © Andreas Malkmus

Die Young Academy ist das Nachwuchsprogramm der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) für hochbegabte Musiker*innen ab 14 Jahren. Im Studium erhalten die Teilnehmer*innen Einzelunterricht bei erfahrenen Professor*innen; gelehrt werden alle Instrumente, die an der HfMDK unterrichtet werden, einschließlich Gesang. Die Young Academy ist dabei fest in den Hochschulalltag integriert.
Neben dem Einzelunterricht erwarten die Akademist*innen viele weitere Fächer, Musiktheorie und Gehörbildung, zum Beispiel Korrepetition, Kammermusik und Neue Musik. Flankiert von regelmäßigen Workshops zu Themen wie mentales Training, Improvisation oder Auftrittscoaching.
Ebenfalls Teil des Angebots ist der Hildegard-und-Günter-Prack-Stiftungspreis der Young Academy: Dieser soll die Jungstudierenden dazu motivieren, neugierig, kreativ, fantasievoll und eigeninitiativ ein kammermusikalisches Werk der zeitgenössischen Musik einzustudieren. Der Preis wird jährlich vergeben und ist mit 1.000 Euro dotiert.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer
Mittwoch, 27. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer
Donnerstag, 28. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer
Freitag, 29. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer
Samstag, 30. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer


ensemble reflektor © Heide Benser

DO 28 SEPT

DER TAG AUF EINEN BLICK

TAGESTIPP: ENSEMBLE REFLEKTOR
2015 gegründet, zählt das sich selbst verwaltende ensemble reflektor zu den jüngsten Vertretern der nationalen Orchesterlandschaft – mischt aber seit Anbeginn die Klassikwelt kräftig mit unkonventionellen Programmen und neuen Zugängen zu Musik auf. Um ungewohnte Zugänge geht es auch im Beitrag zum Fratopia-Festival – mit einer im wahrsten Sinne des Wortes „durchlässigen“ Aufführung der kompromisslosen, wegweisenden vierten Sinfonie von Johannes Brahms. Das Orchester – unter der Leitung von Holly Hyun Choe – ist in Kleingruppen im Open Space des Großen Saals verteilt, dazwischen entsteht Raum zum Neuhören!

Großer Saal | OPEN SPACE | 18:00 UND 20:00

18:00 – 18:50 / 20:00 – 20:50
ENSEMBLE REFLEKTOR

HOLLY HYUN CHOE Leitung

Johannes Brahms Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Treten Sie ein in die Musik! Das junge Kammerorchester ensemble reflektor, bekannt für unkonventionelle Zugänge zu klassischer Musik, teilt sich im Open Space des Großen Saals in Kleingruppen auf und lässt Sie Brahms’ vierte Sinfonie in unmittelbarer Nähe zu den Musiker*innen erleben.


Mozart Saal | MITTENDRIN-KONZERTE | 18:00 UND 21:00

Kai Schumacher © Maximilian Koenig

18:00 – 19:00 / 21:00 – 22:00
KAI SCHUMACHER / SIGNUM SAXOPHONE QUARTET

KAI SCHUMACHER Klavier
SIGNUM SAXOPHONE QUARTET:
BLAŽ KEMPERLE Sopransaxofon
JACOPO TADDEI Altsaxofon
ALAN LUŽAR Tenorsaxofon
GUERINO BELLAROSA Baritonsaxofon

GOLDBERG NIGHTS

Johann Sebastian Bach Aria, Variationen 1, 13, 23 und 29 aus: Goldberg-Variationen BWV 988 (Bearb. für verschiedene Besetzungen von Kai Schumacher)
George Gershwin Drei Préludes (Bearb. für Klavier und Saxofonquartett)
Franz Schubert Nacht und Träume D 827 (Bearb. für Baritonsaxofon und Klavier)
Gene Pritsker Goldberg Blues Variations for piano and saxophone quartet
Kai Schumacher Rausch (für Klavier)
Moderat A New Error (Bearb. für Klavier, Saxofonquartett und Elektronik)
Claude Debussy Clair de Lune (Bearb. für Klavier und Saxofonquartett)

Bachs Goldberg-Variationen – geschrieben angeblich, um einen Grafen von seinen Schlafstörungen zu kurieren – werden zum Ausgangspunkt einer imaginären Nachtfahrt. Der Pianist und Grenzgänger Kai Schumacher und das Signum Saxohone Quartet führen das Publikum unmittelbar an die Abgründe der Nacht, in sanfte Kontemplation und in wilde Rauschzustände. Dabei erklingen Werke von Bach, Gershwin, Schubert, Debussy und anderen.


Clara Schumann Foyer | AB 15:00

15:00 – 15:50 Uhr / 16:00 – 16:50 / 17:00 – 17:50
YOUNG ACADEMY

MUSIKER*INNEN DER HOCHSCHULE FÜR MUSIK UND DARSTELLENDE KUNST FRANKFURT

Ganz klassisch: Die Jungtalente der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst bespielen jeweils zur vollen Stunde das Clara Schumann Foyer mit Kammermusik.

15:00 Zeisig Klaviertrio mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy und Dmitri Schostakowitsch mit Leila Fathali (Violine), Aaron Woyniewicz-Böer (Violoncello) und Yuanzhen Sun (Klavier) 

16:00 Konzert und Moderation mit Jungstudierenden der Young Academyder HfMDK

17:00 Kammermusik mit Jungstudierenden der Young Academy

19:00 – 21:00
JAZZ-LOUNGE: DEEP STRINGS

ANNE-CHRISTIN SCHWARZ Gesang, Violoncello, Elektronik
STEPHAN BRAUN Violoncello, Percussion, Gesang, Elektronik

Kammerjazz vom Feinsten. Die beiden Berliner*innen Anne-Christin Schwarz und Stephan Braun kreieren mit Gesang, Cello, Perkussion und Elektronik ein poetisches Klanguniversum.


Liszt Salon | AB 19:00

Anastasia Kobekina © Xenia Zasetskaya

19:00 – 19:40 / 20:00 – 20:40
ANASTASIA KOBEKINA Violoncello

Domenico Gabrielli Ricercar Nr. 7
Johann Sebastian Bach Prelude aus der Suite Nr. 2 für Cello solo
Georg Philipp Telemann Fantasia Nr. 3 für Viola da Gamba
Vladimir Kobekin Narrenschiff
Bryce Dessner Tuusula
Giovanni Sollima Fandango (nach Luigi Boccherini)

Konzentriert auf das Wesentliche: Mit Cello-Solowerken quer durch die Jahrhunderte stellt sich die junge russische Cellistin Anastasia Kobekina dem Publikum im Liszt Salon vor.


Schumann Salon | AB 17:00

IEMA POÈMES

IEMA-ENSEMBLE 2022/23

17:00 – 17:40
György Ligeti Poème symphonique (für 100 Metronome)
Pascal Dusapin Étude pour piano No. 6
Georges Aperghis Retrouvailles
Rebecca Saunders Hauch II (für Viola solo)

18:00 – 18:40
Steve Reich Pendulum Music
Chikage Imai Osmosis Phoneme (Fassung für Violine und Blockflöte)
Thierry de Mey Silence Must Be!
Chikage Imai Osmosis Phoneme (Fassung für Oboe und Trompete)

19:00 – 19:40
Toshi Ichiyanagi Music for Electronic Metronoms
Georges Aperghis Retrouvailles
Liza Lim Bioluminescence (für Flöte)
Zara Ali Red City (acousmatic)

20:00 – 20:40
György Ligeti Poème symphonique (für 100 Metronome)
Howard Skempton Lullaby (für Klarinette und Violoncello)
Younghi Pagh-Paan AA-GA I (für Violoncello)
Yann Robin Chants contre champs (für Englischhorn, Kontrabassklarinette und Posaune)

Die Internationale Ensemble Modern Akademie nimmt Ligetis „Poème symphonique“ für 100 mechanische Metronome zum Ausgangspunkt, um in Klanginstallationen von Reich, Ligeti und Ichiyanagi dem Zufall und dem Prozess das Feld zu überlassen.


Telemann Salon | ab 15:00

ab 15:00
VR-BRILLEN-STATION

Mitglieder des Mahler Chamber Orchestra spielen in der Elisabethkirche in Berlin Mozarts viertes Streichquintett.

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation


Albert Mangelsdorff Foyer | AB 21:30

21:30 – 00:45
FRATOPIA LATE CLUB: DER GEHEIME SALON

SOTE Elektronik
Nika Son DJ-Set

Zwischen elektronischem Experiment und Clubkultur verorten die Kolleg*innen vom
Mousonturm ihr seit Jahren beliebtes Format „Der Geheime Salon". Zum Fratopia-Festival wandert der Salon in die Alte Oper – mit Livemusik und Klängen vom Mischpult.

Der Geheime Salon – Sonic Sanctuaries ist ein Projekt in Kooperation mit dem Künstler*innenhaus Mousonturm Frankfurt, gefördert vom Musikfonds e. V. mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

KÜNSTLER*INNEN AM DONNERSTAG, 28. SEPTEMBER

Anastasia Kobekina

Anastasia Kobekina © Julia Altukhova

Anastasia Kobekina gilt als eine der vielversprechendsten Cellistinnen ihrer Generation und hat bereits im Alter von sechs Jahren als Solistin mit Orchester debütiert. Seitdem hat sie mit vielen herausragenden Orchestern wie den Moskauer Virtuosen, der Kremerata Baltica, dem Konzerthaus Orchester Berlin, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, den Wiener Symphonikern, dem Warschauer Sinfonieorchester unter der Leitung von Krzysztof Penderecki und dem Orchester des Mariinsky-Theaters unter der Leitung von Valery Gergiev konzertiert.
Im russischen Jekaterinburg geboren, erhielt Anastasia Kobekina ihren ersten Cellounterricht im Alter von vier Jahren. Nach ihrem Abschluss am Moskauer Konservatorium in der Klasse von Olga Galochkina hat sie mit Frans Helmerson an der Kronberg Academy studiert, war Studentin bei Jens-Peter Maintz an der Universität der Künste Berlin und setzt zurzeit ihr Studium am Pariser Konservatorium in der Klasse von Jerome Pernoo fort. Zudem studiert sie Barockvioloncello an der Frankfurter Hochschule bei Kristin von der Goltz.
Im Jahr 2015 gewann Anastasia Kobekina den ersten Preis beim renommierten TONALi-Musikwettbewerb, in dessen Rahmen ihr ein Leihcello von Giovanni Guadagnini aus dem Jahre 1743 zu Verfügung gestellt worden ist. Im Juni 2019 hat die junge Cellistin die Bronze-Medaille des Tschaikowsky-Wettbewerbs in St. Petersburg erhalten; ebenfalls im Jahr 2019 ist ihre Debüt-CD mit dem Berner Symphonieorchester mit Werken von Schostakowitsch, Weinberg und ihrem Vater Vladimir Kobekin beim Label Claves erschienen. Zu ihren regelmäßigen Kammermusikpartner*innen gehören bekannte Künstler*innen wie Lars Vogt, Isabelle Faust, Denis Matzuev, Fazil Say, Vladimir Spivakov, Gidon Kremer und András Schiff.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Mittwoch, 27. September, 17:00 und 20:00 im Großen Saal
Donnerstag, 28. September, 19:00 und 20:00 im Liszt Salon
Freitag, 29. September, 17:00, 18:00 und 19:00 im Liszt Salon
Samstag, 30. September, 17:00, 18:00 und 19:00 im Liszt Salon


deep strings

deep strings © Robert Grund

deep strings, das sind Anne-Christin Schwarz und Stephan Braun. Seit 2000 entwickeln die beiden Wahlberliner ihren ganz eigenen Sound immer weiter. Bestechend durch brillantes Timing, verblüffende Virtuosität und neue atemberaubende Spieltechniken, ziehen sie jede*n Zuhörer*in in ihren Bann. Ihre Musik offenbart einen einzigartigen Umgang mit Rhythmus, Melodie und Sprache – eine Mischung aus lyrischen Popmelodien, virtuosen Jazzimprovisationen und lateinamerikanischer Folklore, fernab gewöhnlicher Popmusikkultur.
deep strings sind erste Preisträger beim Jazz & Blues Award Berlin und gastierten auf bekannten Festivals wie dem Ostsee-Jazzfestival, der Thüringer Jazzmeile, der Jazzrally Düsseldorf und dem Bachfest Leipzig. Bei ihren Konzerten treten sie häufig mit renommierten Gästen auf und sind selbst gefragte Gastmusiker. So konnte man sie bereits mit dem Amaryllis-Quartett beim Festival Heidelberger Frühling hören. Ihr Irland-Debüt gab deep strings mit dem Vogler-Quartett beim Drumcliffe Music Festival in Sligo.
Anne-Christin Schwarz war Gast der australischen Band Naked Raven und gab Konzerte mit Salut Salon sowie der dänischen Sängerin Agnes Obel. Sie ist seit April 2013 Dozentin für Streicherkammermusik an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig. Stephan Braun tourte unter anderem mit Melody Gardot, dem Kristjan Randalu Quartet, dem Klezmer-Klarinettisten Giora Feidman und war u.a. als Gast mit den beiden Trompetern Till Brönner und Sergei Nakariakov auf Tournee. Er lehrt an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 19:00 im Clara Schumann Foyer
Mittwoch, 27. September, 20:00 im Clara Schumann Foyer
Donnerstag, 28. September, 19:00 und 20:00 im Clara Schumann Foyer
Freitag, 29. September, 19:00 im Clara Schumann Foyer
Samstag, 30. September, 19:00 im Clara Schumann Foyer


Der Geheime Salon: Sote & Nika Son

Nika Son, Sote © Pelle Buys, Arash Bolouri

Seit Oktober 2017 präsentiert „Der Geheime Salon", ein Gemeinschaftsprojekt des Frankfurter Tape-Labels MMODEMM und des Künstlerhaus Mousonturm, randständige Musik an der Schnittstelle von elektronischem Experiment und Clubkultur. Basierend auf einer Idee der Salonniers Les Trucs, die die konspirative Zusammenkunft zunächst in einer leerstehenden Erotik-Videothek ins Leben riefen, verwandeln ein internationaler Live-Act sowie ein lokaler DJ das Lokal des Mousonturms einmal im Monat in einen Ort für auditive Happenings.
Im September startet der Geheime Salon mit einer Sonderedition in die neue Saison: An zwei Abenden kollaboriert er mit der Alten Oper Frankfurt und bespielt mit internationalen Künstler*innen der experimentellen elektronischen Musik das holzgetäfelte Mangelsdorff-Foyer. Der Klangkünstler Sote ist seit Jahren eine Institution des iranischen Musik-Underground: Seine Kompositionen sind Klangreisen durch elektro-akustische Gefilde, Sounddesign-Wände, mikrotonale Motive und polyrhythmische Sequenzen. Veröffentlichungen auf Qualitätslabels wie Warp oder Opal Tapes sprechen für sich. Die Hamburger Künstlerin, Musikerin und Golden-Pudel-Resident Nika Son wird vor und nach dem Konzert die Plattenteller bedienen.
„Der Geheime Salon" ist eine Konzertreihe von MMODEMM und Künstlerhaus Mousonturm, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser.

Auftritt im Rahmen des Fratopia-Festivals
Donnerstag, 28. September, 21:30 im Albert Mangelsdorff Foyer


ensemble reflektor

ensemble reflektor © Heide Benser

Das junge Kammerorchester ensemble reflektor sieht sich als Botschafter einer Musikkultur ohne Grenzen. Es hinterfragt die Traditionen des Konzertbetriebs, deutet sie um und ordnet sie neu. Dabei entwickeln die Musiker*innen gemeinsam Konzertprogramme, in denen die unterschiedlichen Werke sich jenseits ihres Genres miteinander verbinden und gegenseitig ausleuchten. Ob in Clubs oder Industriehallen, als Orchester oder in Kammermusikbesetzung: Sie schaffen mit ihren kreativen Programmen und Formaten immer wieder eine besondere Nähe zum Publikum und ermöglichen einen neuen Zugang zur Musik. Unabhängig und selbstverwaltet bietet das Ensemble seinen Mitgliedern dabei Raum, mitzubestimmen und eigene Ideen zu entwickeln.
2019 gründete das Ensemble in Zusammenarbeit mit der Kulturwissenschaftlerin Dorothee Kalbhenn in Lüneburg sein erstes eigenes Festival: ultraBACH. Hier holen sie Bach mit Techno, Hausmusik und Uraufführungen ins 21. Jahrhundert und binden Laienmusiker*innen aus Publikum und Stadtgemeinschaft in ihre Konzertformate ein. Zu jedem ihrer Programme entwickeln sie außerdem zusammen mit der jungen Musikpädagogin Malin Kumkar Musikvermittlungs-Workshops für Schüler*innen verschiedener Altersklassen.
Einladungen erhielt ensemble reflektor bereits ins Konzerthaus Berlin und das ZKM Karlsruhe, sowie zu den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker und dem Detect Classic Festival. 2020 erhielt es als erstes Orchester überhaupt den NORDMETALL-Ensemblepreis der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Bereits 2019 wurde das Ensemble für sein gesellschaftliches Engagement mit dem Max-Brauer-Preis der Alfred Toepfer Stiftung ausgezeichnet.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Donnerstag, 28. September, 18:00 und 20:00 im Großen Saal


Holly Hyun Choe

Holly Hyun Choe © Emily Turkanik

Holly Hyun Choe, in Südkorea geboren und in Los Angeles aufgewachsen, hat kürzlich ihr Studium bei Prof. Johannes Schlaefli an der Zürcher Hochschule der Künste abgeschlossen. Ihre musikalische Reise begann sie autodidaktisch: Als 13-Jährige erlernte sie das Klarinettenspiel; ihren ersten Musikunterricht erhielt sie erst im Alter von 19 Jahren. 2015 belegte sie ein Masterstudium bei Prof. Charles Peltz am New England Conservatory. Sie besuchte Meisterklassen von Bernhard Haitink, Jorma Panula, Fabio Luisi (Concertgebouw Orkest), Peter Eötvös, Sylvia Caduff und Jaap van Zweden und hat Esa-Pekka Salonen (Orchestre de Paris), Leonard Slatkin (Orchestre National de Lyon), Simone Young (Orchestre de Chambre de Lausanne/Opernhaus Zürich), François-Xavier Roth und Karina Canellakis (Gürzenich-Orchester Köln) assistiert.
Ab September 2020 hat sie außerdem für zwei Spielzeiten als Assistenzdirigentin des Tonhalle-Orchesters unter der Leitung von Paavo Järvi gewirkt. In dieser Zeit dirigierte sie bereits das Orchestre de Paris, das Sinfonieorchester Basel und das Festivalorchester des Schleswig-Holstein Musik Festivals. In der Saison 2023/24 setzt die aufstrebende Dirigentin die Reihe spannender Debüts fort und tritt mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Beethovenorchester Bonn, der Musikalischen Akademie Mannheim, dem Estonian National Symphony Orchestra, dem Spokane Symphony Orchestra und dem Orchestre National de Cannes auf. Des Weiteren arbeitet sie ab Beginn der Spielzeit für drei Jahre als Artiste Associée mit dem Orchestre de Chambre de Genève. Eine enge Zusammenarbeit verbindet Holly Hyun Choe auch mit dem Kammerorchester ensemble reflektor, das sie 2022 zur Ersten Dirigentin ernannt hat und sich als Botschafter einer grenzenlosen Musikkultur versteht.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Donnerstag, 28. September, 18:00 und 20:00 im Großen Saal


IEMA-Ensemble 2022/23

Internationale Ensemble Modern Akademie © Barbara Fahle

Die Internationale Ensemble Modern Akademie (IEMA) als Ausbildungsstätte des Ensemble Modern wurde 2003 mit dem Ziel gegründet, das musikalische Erbe weiterzutragen und neue Wege des zeitgenössischen künstlerischen Schaffens zu fördern. Die IEMA bietet unterschiedlichste Ausbildungsprogramme für verschiedene Zielgruppen: internationale Meisterkurse, die International Composer & Conductor Seminars, Education-Projekte und einen Masterstudiengang im Bereich Zeitgenössische Musik in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK).
Mit Gründung der IEMA im Jahr 2003 haben die Mitglieder des Ensembles ihre schon existierenden Aktivitäten im Bereich der Ausbildung gebündelt. Mit den Aus- und Fortbildungsformaten für unterschiedliche Zielgruppen nimmt die IEMA die Verantwortung wahr, das über viele Jahre gesammelte Wissen und vielfältige Erfahrungen des Ensemble Modern an nachfolgende Generationen weiterzugeben. Alle Programme der IEMA werden von den Mitgliedern erdacht und durchgeführt. Parallel zum eigenen Tourneebetrieb, hat das Ensemble damit im eigenen Haus einen ständigen Ausbildungsbetrieb etabliert.
Einen Schwerpunkt der Ausbildungsformate bildet der einjährige Masterstudiengang, der seit 2006 in Kooperation mit der HfMDK durchgeführt wird. Ein Jahr lang arbeiten junge Künstler*innen (Instrumentalist-, Dirigent-, Komponist-, und Klangregisseur*innen) mit den Mitgliedern des Ensemble Modern und namhaften Gastdozent*innen am vielfältigen Repertoire der Moderne. Unterrichtet werden zeitgenössische Sololiteratur, Kammermusik sowie dirigierte Ensemble-Werke. Zudem bietet die IEMA regelmäßig internationale Meisterkurse an, in denen Dozent*innen des Ensemble Modern mit Instrumentalist*innen zeitgenössisches Repertoire erarbeiten.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 18:00 und 21:00 im Mozart Saal
Mittwoch, 27. September, 17:00, 18:00, 19:00 und 20:00 im Schumann Salon
Donnerstag, 28. September, 17:00, 18:00, 19:00 und 20:00 im Schumann Salon
Freitag, 29. September, 17:00, 18:00, 19:00 und 20:00 im Schumann Salon
Samstag, 30. September, 17:00, 18:00, 19:00 und 20:00 im Schumann Salon


Kai Schumacher

Kai Schumacher © Benny Breuning

Kai Schumacher liebt es, die Grenzen zwischen klassischer und populärer Musik zu verschieben: Als Pianist, Komponist und Arrangeur nutzt er seine klassische Ausbildung an der Folkwang Universität der Künste, die er 2009 bei Prof. Till Engel mit dem Konzertexamen mit Auszeichnung abschloss, um scheinbar Unvereinbares zu vereinen. Seine Konzerte sind Akte purer musikalischer und stilistischer Alchemie, berauschende Mischungen aus Dadaismus und Dancefloor, Avantgarde und Popkultur – und manchmal alles gleichzeitig! Neben der Konzeption von genreübergreifenden Konzertformaten liegt ein Schwerpunkt von Schumachers Repertoire als Pianist auf Minimal Music sowie amerikanischer Klaviermusik des 20. und 21. Jahrhunderts.
Für sein Album-Debüt wagte er sich im Jahr 2009 an einen Meilenstein der modernen Klavierliteratur: The people united will never be defeated von Frederic Rzewski, einem abendfüllenden Variationszyklus über das chilenische Revolutionslied El pueblo unido jamas sera vencido. Mit dem zweiten Album Transcriptions von 2013 beschäftigte er sich hingegen mit den musikalischen Helden seiner Jugend, wie z.B. Rage against the machine, Nirvana oder Slayer. Auf seinem dritten Album Insomnia (2015) werden fünf Hymnen an die Nacht – komponiert von fünf amerikanischen Komponisten über einen Zeitraum von fast 100 Jahren – zum psychedelischen Soundtrack einer nächtlichen Odyssee. Beauty in simplicity (2017) verbindet Originalkompositionen mit Bearbeitungen von Kai Schumacher für Klavier zu einem repetitiven Set zwischen Meditation und Manie. Mit An hour for piano (2019) widmete er sich dann einem selten gespielten Werk des amerikanischen Komponisten Tom Johnson voller minimalistischer Schönheit und hypnotischer Sogkraft. Auf seinem aktuellen Solo-Album Rausch liegt der Fokus nun erstmals durchgängig auf eigenen Kompositionen.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Donnerstag, 28. September, 18:00 und 21:00 im Mozart Saal


SIGNUM saxophone quartet

SIGNUM saxophone quartet © Anna Tena

Die vier Musiker Blaž Kemperle, Jacopo Taddei, Alan Lužar und Guerino Bellarosa trafen sich in Köln, wo sie 2006 das SIGNUM saxophone quartet gründeten. Studiert haben die vier Saxofonisten in Köln, Wien und Paris; beeinflusst und inspiriert wurden sie vom Quatuor Ébène, dem Artemis Quartet und Gabor Takács-Nágy. Nach Preisen bei internationalen Wettbewerben u.a. in Lugano und Berlin spielt SIGNUM mittlerweile in Konzertsälen und bei Festivals in Europa und der ganzen Welt: Im Jahr 2013 gab das Quartett sein Debüt an der Carnegie Hall NY, eine ganz besondere Auszeichnung war außerdem die Ernennung zu „ECHO Rising Stars" in der Saison 2014/2015 durch die European Concert Hall Organisation (ECHO), verbunden mit Einladungen in die wichtigsten Konzertsäle Europas.
SIGNUM ist nicht nur als Quartett, sondern auch in vielen spannenden Kammermusik-Projekten auf der Bühne zu sehen, darunter Starry Night mit Alexej Gerassimez (Perkussion), BACHianas mit Tanja Tetzlaff oder Konstantin Manaev (Cello), Goldberg Nights mit Kai Schumacher (Piano & Prepared Piano) und das neueste Programm Anima mit Ksenija Sidorova (Akkordeon). Darüber hinaus stehen regelmäßig Orchesterkonzerte auf dem Tourplan. Als Fair Players liegt SIGNUM außerdem das junge Publikum von morgen am Herzen, für das sie das Familienkonzert SIGNUM4kids kreiert haben.
Nach den ersten Alben Debut (2011) und Balkanication (2014) erschienen 2021 gleich zwei CDs: Starry Night (mit Alexej Gerassimez) und SIGNUMs erste Aufnahme für das Traditionslabel Deutsche Grammophon mit dem Titel Echoes. Letztere enthält eine Auswahl außergewöhnlicher musikalischer Arrangements von John Dowland bis Peter Gregson, sowie Guillermo Lagos Sarajevo als Originalkomposition für Saxofon-Quartett sowie weitere Kompositionen von Max Richter und Joep Beving.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 17:00 und 20:00 im Großen Saal
Mittwoch, 27. September, 18:00 und 19:00 im Mozart Saal und 20:00 im Großen Saal
Donnerstag, 28. September, 18:00 und 19:00 im Mozart Saal


Young Academy

Young Academy © Andreas Malkmus

Die Young Academy ist das Nachwuchsprogramm der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) für hochbegabte Musiker*innen ab 14 Jahren. Im Studium erhalten die Teilnehmer*innen Einzelunterricht bei erfahrenen Professor*innen; gelehrt werden alle Instrumente, die an der HfMDK unterrichtet werden, einschließlich Gesang. Die Young Academy ist dabei fest in den Hochschulalltag integriert.
Neben dem Einzelunterricht erwarten die Akademist*innen viele weitere Fächer, Musiktheorie und Gehörbildung, zum Beispiel Korrepetition, Kammermusik und Neue Musik. Flankiert von regelmäßigen Workshops zu Themen wie mentales Training, Improvisation oder Auftrittscoaching.
Ebenfalls Teil des Angebots ist der Hildegard-und-Günter-Prack-Stiftungspreis der Young Academy: Dieser soll die Jungstudierenden dazu motivieren, neugierig, kreativ, fantasievoll und eigeninitiativ ein kammermusikalisches Werk der zeitgenössischen Musik einzustudieren. Der Preis wird jährlich vergeben und ist mit 1.000 Euro dotiert.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer
Mittwoch, 27. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer
Donnerstag, 28. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer
Freitag, 29. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer
Samstag, 30. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer


Pierre-Laurent Aimard © Marco Borggreve; Michael Wollny © ACT/Jörg Steinmetz

FR 29 SEPT

DER TAG AUF EINEN BLICK

TAGESTIPP: MICHAEL WOLLNY, PIERRE-LAURENT AIMARD
Hommage an György Ligeti zum 100.: Pierre-Laurent Aimard, dem Jubiläumskomponisten durch eine jahrzehntelange Freundschaft verbunden, und Michael Wollny erweisen dem Motor der Avantgarde die Ehre – mit einer gemeinsamen Aufführung der aberwitzig komplexen „Études“. Im Open Space des Großen Saals spielen sich die beiden Top-Pianisten die Bälle quer über das Publikum zu und führen die Klangwelten von Neuer Musik und Jazz zusammen.

Großer Saal | OPEN SPACE | AB 16:00

16:00 – 16:45
MICHAEL WOLLNY Klavier

Michael Wollny Solo

Michael Wollny zeigt im Kurzkonzert seine ganze musikalische Bandbreite. Piano grenzenlos, zwischen Jazz, Klassik, zeitgenössischer Musik und Pop – von Alban Berg bis Tori Amos.

18:00 – 18:45
PIERRE-LAURENT AIMARD Klavier

György Ligeti (1923-2006) Musica Ricercata Nr. 2: Mesto, rigido e ceremoniale
Ludwig van Beethoven (1770-1827) Bagatelle op. 119 Nr. 2
György Ligeti Musica Ricercata Nr. 3: Allegro con spirito
Ludwig van Beethoven Bagatelle op. 119 Nr. 3
György Ligeti Musica Ricercata Nr. 4: Tempo di valse (poco vivace・„à l'orgue de Barbarie")
Ludwig van Beethoven Bagatelle op. 119 Nr. 5
György Ligeti Musica Ricercata Nr. 5: Rubato. Lamentoso
Ludwig van Beethoven Bagatelle op. 119 Nr. 11
György Ligeti Musica Ricercata Nr. 7: Cantabile, molto legato
Ludwig van Beethoven Bagatelle op. 119 Nr. 8
György Ligeti Musica Ricercata Nr. 11: (Omaggio a Girolamo Frescobaldi) Andante misurato e tranquillo
Claude Debussy (1862-1918) Étude Nr. 4 „Pour les sixtes"
György Ligeti Étude pour piano Nr. 7 Galam Borong
Frédéric Chopin (1810-1849) Étude op. 25 Nr. 2 f-Moll
György Ligeti Étude pour piano Nr. 3: Touches bloquées
Alexander Skrjabin (1872-1915) Etude op. 65 Nr. 2: Allegretto
György Ligeti Étude pour piano Nr. 6: Automne à Varsovie

Kaum jemand hat so eng mit György Ligeti zusammengearbeitet wie Pierre-Laurent Aimard. Im Gedenken an den Freund gestaltet der Pianist eine reizvolle Zusammenführung von Ligeti und Beethoven.

20:00
PIERRE-LAURENT AIMARD Klavier & MICHAEL WOLLNY Klavier

Ligeti 100 – Eine musikalische Verbeugung in Dialogen

Zwei Ausnahmepianisten, ein Projekt: Pierre-Laurent Aimard und Michael Wollny gratulieren Ligeti zum 100. Geburtstag. Jazz- und Klassikwelt bringen sie zusammen, um sich aus unterschiedlichen Richtungen dem Klang-Revolutionär zu nähern.


Mozart Saal | MITTENDRIN-KONZERTE | AB 17:00

Alexej Gerassimez © Nikolaj Lund

17:00 – 17:45 / 18:00 – 18:45 / 21:15 – 22:00
ALEXEJ GERASSIMEZ & FRIENDS

ALEXEJ GERASSIMEZ Percussion
JULIUS APRIADI Percussion
EMIL KUYUMCUYAN Percussion
SERGEY MIKHAYLENKO Percussion

Mátyás Wettl Nocturne
Steve Reich Music for pieces of wood
Steve Reich Nagoya Marimba
Alexej Gerassimez Metal, aus: Suite of Elements
Steve Reich Drumming Part 1

Suchen Sie sich Ihren Platz zwischen Bongos und Marimbas und machen Sie sich bereit für Minimal Music mit Maximalwirkung! Alexej Gerassimez und seine Kollegen widmen sich im Mittendrin-Konzert den hypnotischen Klängen Steve Reichs.


Clara Schumann Foyer | AB 15:00

15:00 – 15:50 / 16:00 – 16:50 / 17:00 – 17:50
YOUNG ACADEMY

MUSIKER*INNEN DER HOCHSCHULE FÜR MUSIK UND DARSTELLENDE KUNST FRANKFURT

Ganz klassisch: Junge Virtuos*innen der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst bespielen jeweils zur vollen Stunde das Clara Schumann Foyer mit Kammermusik.

15:00 Kammermusik mit Jungstudierenden der Young Academy

16:00 Konzert und Moderation mit Jungstudierenden der Young Academy der HfMDK

17:00 Olivier Messiaen Vingt regards sur l'Enfant-Jésus
Kolja Hölscher, Julia Kaufmann und Yuanzhen Sun (Klavier)

19:00 – 21:00
JAZZ-LOUNGE: DEEP STRINGS

ANNE-CHRISTIN SCHWARZ Gesang, Violoncello, Elektronik
STEPHAN BRAUN Violoncello, Percussion, Gesang, Elektronik

Kammerjazz vom Feinsten. Die beiden Berliner*innen Anne-Christin Schwarz und Stephan Braun kreieren mit Gesang, Cello, Perkussion und Elektronik ein poetisches Klanguniversum.


Liszt Salon | AB 17:00

17:00 – 17:25 / 18:00 – 18:25 / 19:00 – 19:25
ANASTASIA KOBEKINA Violoncello

Johann Sebastian Bach Cello-Solosuiten

Gipfelbesteigung in Etappen: An zwei Tagen erklimmt die junge russische Cellistin Anastasia Kobekina den Mount Everest der Sololiteratur für Violoncello und bringt im Liszt Salon Bachs gesamten Kosmos der Cello-Solosuiten zu Gehör.


Schumann Salon | AB 17:00

„Poème symphonique“ / One Day in Life © Alte Oper Frankfurt/Norbert Miguletz

IMEA POÈMES

IEMA-ENSEMBLE 2022/23

17:00 – 17:40
György Ligeti Poème symphonique (für 100 Metronome)
Tristan Murail C'est un jardin secret, ma soeur, ma fiancée, une fontaine close, une sourcescellée
John Cage Sonata for Two Voices (Fassung für Trompete und Marimba)
Chris Dench the effort to return to the cities of the sane (für Bassklarinette)

18:00 – 18:40
Steve Reich Pendulum Music
Chikage Imai Osmosis Phoneme (Fassung für Violine und Blockflöte)
Thierry de Mey Silence Must Be!
Chikage Imai Osmosis Phoneme (Fassung für Oboe und Trompete)

19:00 – 19:40
Toshi Ichiyanagi Music for Electronic Metronoms
Ton de Leeuw Midare (für Marimba)
Howard Skempton Bagatelle (für Flöte solo)
György Kurtág Bagatelles (für Flöte, Klavier und Kontrabass)

20:00 – 20:40
György Ligeti Poème symphonique (für 100 Metronome)
Howard Skempton Lullaby (für Klarinette und Violoncello)
Younghi Pagh-Paan AA-GA I (für Violoncello)
Yann Robin Chants contre champs (für Englischhorn, Kontrabassklarinette und Posaune)

Die Internationale Ensemble Modern Akademie nimmt Ligetis „Poème symphonique“ für 100 mechanische Metronome zum Ausgangspunkt, um in Klanginstallationen von Reich, Ligeti und Ichiyanagi dem Zufall und dem Prozess das Feld zu überlassen.


Telemann Salon | ab 15:00

ab 15:00
VR-BRILLEN-STATION

Mitglieder des Mahler Chamber Orchestra spielen in der Elisabethkirche in Berlin Mozarts viertes Streichquintett.

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation


Albert Mangelsdorff Foyer | AB 21:30

21:30 – 00:45
FRATOPIA LATE CLUB: DER GEHEIME SALON

RADIO HITO Live-Act
Philipp Berg DJ-Set

Zwischen elektronischem Experiment und Clubkultur verorten die Kolleg*innen vom Mousonturm ihr seit Jahren beliebtes Format „Der Geheime Salon". Zum Fratopia-Festival wandert der Salon in die Alte Oper – mit Livemusik und Klängen vom Mischpult.

Der Geheime Salon – Sonic Sanctuaries ist ein Projekt in Kooperation mit dem Künstler*innenhaus Mousonturm Frankfurt, gefördert vom Musikfonds e. V. mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

KÜNSTLER*INNEN AM FREITAG, 29. SEPTEMBER

Alexej Gerassimez

Alexej Gerassimez © Nikolaj Lund

Der in Essen geborene Perkussionist Alexej Gerassimez ist als Musiker so vielseitig wie sein Instrumentarium: Sein Repertoire reicht von Klassik und Neuer Musik über Jazz bis hin zu Minimal Music und erweitert sich zusätzlich durch eigene Kompositionen und Auftragswerke. Als Solist ist Alexej Gerassimez Gast international renommierter Orchester wie den Münchner Philharmonikern, dem Prager Radio-Sinfonieorchester und dem Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Dirigent*innen wie Tan Dun, Kristjan Järvi, Alexander Liebreich oder Jonathan Stockhammer.
Als Instrumentalist gestaltet Alexej Gerassimez Solo-Programme, tritt mit seiner eigenen Perkussion-Gruppe auf und ist begeisterter Kammermusiker. In der jüngeren Vergangenheit führte ihn eine Tournee mit den Pianisten Arthur und Lucas Jussen durch die Niederlande, Belgien und Deutschland, außerdem gab er Konzerte mit dem Jazzpianisten Omer Klein mit dem gemeinsam konzipierten Programm „Firebird". Mit dem SIGNUM saxophone quartet ging Alexej Gerassimez auf „eine Reise durch das Universum" – dieses besondere Programm „Starry Night" ist bei Berlin Classics auch als Album erschienen.
Im Frühjahr 2022 standen die Uraufführung und Aufnahme von Kalevi Ahos Doppelkonzert für Viola und Perkussion mit dem Lahti Symphony Orchestra unter der Leitung von Anja Bihlmaier auf dem Programm, im Herbst 2021 fand bereits die Uraufführung von John Psathas Konzert „Leviathan" in der Berliner Philharmonie mit dem Rundfunksinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Markus Poschner statt, gefolgt von einem gemeinsamen Konzert in der Elbphilharmonie, sowie Konzerten mit den Düsseldorfer Symphonikern unter der Leitung von Alpesh Chauhan. Alexej Gerassimez ist Professor für Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Theater in München.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 15:00 und 20:00 im Großen Saal
Mittwoch, 27. September, 15:00 und 20:00 im Großen Saal
Freitag, 29. September, 17:00, 18:00 und 21:15 im Mozart Saal


Anastasia Kobekina

Anastasia Kobekina © Julia Altukhova

Anastasia Kobekina gilt als eine der vielversprechendsten Cellistinnen ihrer Generation und hat bereits im Alter von sechs Jahren als Solistin mit Orchester debütiert. Seitdem hat sie mit vielen herausragenden Orchestern wie den Moskauer Virtuosen, der Kremerata Baltica, dem Konzerthaus Orchester Berlin, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, den Wiener Symphonikern, dem Warschauer Sinfonieorchester unter der Leitung von Krzysztof Penderecki und dem Orchester des Mariinsky-Theaters unter der Leitung von Valery Gergiev konzertiert.
Im russischen Jekaterinburg geboren, erhielt Anastasia Kobekina ihren ersten Cellounterricht im Alter von vier Jahren. Nach ihrem Abschluss am Moskauer Konservatorium in der Klasse von Olga Galochkina hat sie mit Frans Helmerson an der Kronberg Academy studiert, war Studentin bei Jens-Peter Maintz an der Universität der Künste Berlin und setzt zurzeit ihr Studium am Pariser Konservatorium in der Klasse von Jerome Pernoo fort. Zudem studiert sie Barockvioloncello an der Frankfurter Hochschule bei Kristin von der Goltz.
Im Jahr 2015 gewann Anastasia Kobekina den ersten Preis beim renommierten TONALi-Musikwettbewerb, in dessen Rahmen ihr ein Leihcello von Giovanni Guadagnini aus dem Jahre 1743 zu Verfügung gestellt worden ist. Im Juni 2019 hat die junge Cellistin die Bronze-Medaille des Tschaikowsky-Wettbewerbs in St. Petersburg erhalten; ebenfalls im Jahr 2019 ist ihre Debüt-CD mit dem Berner Symphonieorchester mit Werken von Schostakowitsch, Weinberg und ihrem Vater Vladimir Kobekin beim Label Claves erschienen. Zu ihren regelmäßigen Kammermusikpartner*innen gehören bekannte Künstler*innen wie Lars Vogt, Isabelle Faust, Denis Matzuev, Fazil Say, Vladimir Spivakov, Gidon Kremer und András Schiff.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Mittwoch, 27. September, 17:00 und 20:00 im Großen Saal
Donnerstag, 28. September, 19:00 und 20:00 im Liszt Salon
Freitag, 29. September, 17:00, 18:00 und 19:00 im Liszt Salon
Samstag, 30. September, 17:00, 18:00 und 19:00 im Liszt Salon


deep strings

deep strings © Robert Grund

deep strings, das sind Anne-Christin Schwarz und Stephan Braun. Seit 2000 entwickeln die beiden Wahlberliner ihren ganz eigenen Sound immer weiter. Bestechend durch brillantes Timing, verblüffende Virtuosität und neue atemberaubende Spieltechniken, ziehen sie jede*n Zuhörer*in in ihren Bann. Ihre Musik offenbart einen einzigartigen Umgang mit Rhythmus, Melodie und Sprache – eine Mischung aus lyrischen Popmelodien, virtuosen Jazzimprovisationen und lateinamerikanischer Folklore, fernab gewöhnlicher Popmusikkultur.
deep strings sind erste Preisträger beim Jazz & Blues Award Berlin und gastierten auf bekannten Festivals wie dem Ostsee-Jazzfestival, der Thüringer Jazzmeile, der Jazzrally Düsseldorf und dem Bachfest Leipzig. Bei ihren Konzerten treten sie häufig mit renommierten Gästen auf und sind selbst gefragte Gastmusiker. So konnte man sie bereits mit dem Amaryllis-Quartett beim Festival Heidelberger Frühling hören. Ihr Irland-Debüt gab deep strings mit dem Vogler-Quartett beim Drumcliffe Music Festival in Sligo.
Anne-Christin Schwarz war Gast der australischen Band Naked Raven und gab Konzerte mit Salut Salon sowie der dänischen Sängerin Agnes Obel. Sie ist seit April 2013 Dozentin für Streicherkammermusik an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig. Stephan Braun tourte unter anderem mit Melody Gardot, dem Kristjan Randalu Quartet, dem Klezmer-Klarinettisten Giora Feidman und war u.a. als Gast mit den beiden Trompetern Till Brönner und Sergei Nakariakov auf Tournee. Er lehrt an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 19:00 im Clara Schumann Foyer
Mittwoch, 27. September, 20:00 im Clara Schumann Foyer
Donnerstag, 28. September, 19:00 und 20:00 im Clara Schumann Foyer
Freitag, 29. September, 19:00 im Clara Schumann Foyer
Samstag, 30. September, 19:00 im Clara Schumann Foyer


Der Geheime Salon: Radio Hito & Philip Berg

Radio Hito, Philip Berg © Maxime Brygo (Radio Hito)

Seit Oktober 2017 präsentiert „Der Geheime Salon", ein Gemeinschaftsprojekt des Frankfurter Tape-Labels MMODEMM und des Künstlerhaus Mousonturm, randständige Musik an der Schnittstelle von elektronischem Experiment und Clubkultur. Basierend auf einer Idee der Salonniers Les Trucs, die die konspirative Zusammenkunft zunächst in einer leerstehenden Erotik-Videothek ins Leben riefen, verwandeln ein internationaler Live-Act sowie ein lokaler DJ das Lokal des Mousonturms einmal im Monat in einen Ort für auditive Happenings.
Am zweiten Abend der Zusammenarbeit mit der Alten Oper Frankfurt ist die Brüsseler Künstlerin Zen My Nguyen unter ihrem Alias Radio Hito in der Spezialausgabe des Geheimen Salon zu Gast. Ihre Kompositionen oszillieren zwischen fragilen Popelementen, minimalen elektronischen Arrangements und Gesang mit meist italienischen Texten. Radio Hitos Konzerte sind melancholische Klangwolken, für die sie nicht mehr braucht als ein Casiokeyboard und ihre Stimme. Vor und nach dem Konzert bespielt der Frankfurter DJ Philip Berg das Holzparkett des Mangelsdorff-Foyers.
„Der Geheime Salon" ist eine Konzertreihe von MMODEMM und Künstlerhaus Mousonturm, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser.

Auftritt im Rahmen des Fratopia-Festivals
Freitag, 29. September, 21:30 im Albert Mangelsdorff Foyer


Emil Kuyumcuyan

Emil Kuyumcuyan © Claudia Hansen

Der in Istanbul geborene Emil Kuyumcuyan ist Perkussionist, Komponist und Elektronikmusiker mit kroatischen, griechischen, armenischen und afrikanischen Wurzeln. Seine ursprüngliche Identität als Musiker ist geprägt von Einflüssen der zeitgenössischen Klassik, des Jazz und der anatolischen Musik, die sich zu einer einzigartigen Vortragssprache verbinden.
Geboren in einem Istanbuler Melomanenhaus und aufgewachsen mit vielen Musikrichtungen, begann Emil seine musikalische Ausbildung im Alter von 12 Jahren am staatlichen Konservatorium in Istanbul, wo er zunächst Posaune spielte, bevor er seine Leidenschaft für das Schlagzeug entdeckte. Nach dem Abitur studierte er Schlagzeug an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, wo er bei Marta Klimasara, Klaus Dreher, Jürgen Spitschka und Harald Löhle lernte. Weitere Studien führten ihn nach Frankreich zu Jean Geoffroy ans Konservatorium für Musik und Tanz von Lyon.
Neben seinen eigenen Kompositionen umfasst sein Konzertrepertoire Meisterwerke von J. S. Bach bis hin zu Neuer Musik. Dabei arbeitet er regelmäßig mit zeitgenössischen Komponist*innen zusammen und ist in den Bereichen Multimedia-Performance und Musiktheater tätig. Im Jahr 2019 schuf er sein erstes audiovisuelles Werk mit dem Titel „I S T A N B U L | the roots", eine von der Stadt Istanbul inspirierte Multimedia-Performance.
Sein künstlerisches Fachwissen gibt Emil Kuyumcuyan mittlerweile auch als Lehrer weiter: Er ist Tutor am Royal Northern College of Music in Manchester und wird ab Oktober 2023 als Professor für Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt unterrichten.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 15:00 und 20:00 im Großen Saal
Freitag, 29. September, 17:00, 18:00 und 21:15 im Mozart Saal


IEMA-Ensemble 2022/23

Internationale Ensemble Modern Akademie © Barbara Fahle

Die Internationale Ensemble Modern Akademie (IEMA) als Ausbildungsstätte des Ensemble Modern wurde 2003 mit dem Ziel gegründet, das musikalische Erbe weiterzutragen und neue Wege des zeitgenössischen künstlerischen Schaffens zu fördern. Die IEMA bietet unterschiedlichste Ausbildungsprogramme für verschiedene Zielgruppen: internationale Meisterkurse, die International Composer & Conductor Seminars, Education-Projekte und einen Masterstudiengang im Bereich Zeitgenössische Musik in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK).
Mit Gründung der IEMA im Jahr 2003 haben die Mitglieder des Ensembles ihre schon existierenden Aktivitäten im Bereich der Ausbildung gebündelt. Mit den Aus- und Fortbildungsformaten für unterschiedliche Zielgruppen nimmt die IEMA die Verantwortung wahr, das über viele Jahre gesammelte Wissen und vielfältige Erfahrungen des Ensemble Modern an nachfolgende Generationen weiterzugeben. Alle Programme der IEMA werden von den Mitgliedern erdacht und durchgeführt. Parallel zum eigenen Tourneebetrieb, hat das Ensemble damit im eigenen Haus einen ständigen Ausbildungsbetrieb etabliert.
Einen Schwerpunkt der Ausbildungsformate bildet der einjährige Masterstudiengang, der seit 2006 in Kooperation mit der HfMDK durchgeführt wird. Ein Jahr lang arbeiten junge Künstler*innen (Instrumentalist-, Dirigent-, Komponist-, und Klangregisseur*innen) mit den Mitgliedern des Ensemble Modern und namhaften Gastdozent*innen am vielfältigen Repertoire der Moderne. Unterrichtet werden zeitgenössische Sololiteratur, Kammermusik sowie dirigierte Ensemble-Werke. Zudem bietet die IEMA regelmäßig internationale Meisterkurse an, in denen Dozent*innen des Ensemble Modern mit Instrumentalist*innen zeitgenössisches Repertoire erarbeiten.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 18:00 und 21:00 im Mozart Saal
Mittwoch, 27. September, 17:00, 18:00, 19:00 und 20:00 im Schumann Salon
Donnerstag, 28. September, 17:00, 18:00, 19:00 und 20:00 im Schumann Salon
Freitag, 29. September, 17:00, 18:00, 19:00 und 20:00 im Schumann Salon
Samstag, 30. September, 17:00, 18:00, 19:00 und 20:00 im Schumann Salon


Julius Apriadi

Julius Apriadi © Christoph Hengelhaupt

Nach dem Besuch eines Musikgymnasiums studierte Julius Apriadi, der mit bürgerlichem Namen Julius Heise heißt und 1987 in Neubrandenburg geboren wurde, Jazz Vibrafon bei David Friedman und Schlagzeug bei Mario Würzebesser am Jazzinstitut Berlin. Er spielte in verschiedenen Projekten als Vibrafonist, Schlagzeuger, Perkussionist und Pianist. Als Komponist schrieb er Musik für Jazzensembles, klassische Percussion, Stummfilme und Theater / Puppenspiel für Institutionen wie das Berliner Ensemble und das Konzerthaus Berlin. Seit 2019 ist Julius Apriadi Dozent für Jazzvibrafon am Jazzinstitut Berlin. Als Musiker ist er derzeit mit Solo-Improvisationen und verschiedenen Jazz-Projekten zu erleben.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 15:00 und 20:00 im Großen Saal
Freitag, 29. September, 17:00, 18:00 und 21:15 im Mozart Saal


Michael Wollny

Michael Wollny © Jörg Steinmetz

Michael Wollny, geboren 1978 in Schweinfurt, ist als Pianist, Bandleader und Komponist einer der bedeutendsten Musiker des zeitgenössischen Jazz in Europa. Die Süddeutsche Zeitung nennt ihn einen Künstler, der „aus jeder nur erdenklichen Musik ein Erlebnis machen kann, das einem den Atem nimmt". Er ist alles andere als ein typischer Jazzpianist. Sein stilistischer Einzugsbereich ist von europäischer Klaviermusik genauso intensiv geprägt wie vom Jazz, seine Inspirationen kommen von Franz Schubert, Alban Berg oder Gustav Mahler, von Björk oder Kraftwerk, aus Horror- oder japanischen Gangsterfilmen.
Seine Faszination entfaltet Michael Wollny solo am Klavier, gemeinsam mit Musikern wie Joachim Kühn, Vincent Peirani, Tamar Halperin, Nils Landgren, Emile Parisien, Christian Lillinger oder Gary Peacock und in seiner „Working Band", dem Michael Wollny Trio mit Eric Schaefer und Tim Lefebvre.
Bei allem, was Michael Wollny tut, ist die Suche nach dem Neuen, Unbekannten sein wichtigster Antrieb. Diese führt ihn oft auch in die Grenzbereiche zwischen Jazz und klassischer / zeitgenössischer Musik. Unter anderem realisierte er mit dem „Norwegian Wind Ensemble" eine spektakuläre Vertonung des Stummfilm-Klassikers „Nosferatu". Für den Eröffnungsabend anlässlich 100 Jahren Bauhaus konzipierte er das Programm „Bau.Haus.Klang". Und mit „Der Wanderer" entstand auf Einladung der Berliner Philharmoniker eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Dirigenten Christian Jost. Zusätzlich zu seiner künstlerischen Tätigkeit ist Michael Wollny Professor an der Hochschule für Musik und Theater Mendelsohn Bartholdy in Leipzig.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Freitag, 29. September, 16:00 und 20:00 im Großen Saal


Pierre-Laurent Aimard

Pierre-Laurent Aimard © Marco-Borggreve

Pierre-Laurent Aimard, eine Schlüsselfigur der Musik unserer Zeit, hat eng mit zahlreichen führenden Komponist*innen zusammengearbeitet, darunter György Ligeti, Karlheinz Stockhausen, George Benjamin und Pierre Boulez, der ihn zum ersten Solopianisten des Ensemble intercontemporain ernannte. Auch mit Olivier Messiaen und Yvonne Loriod, bei der er am Pariser Konservatorium studierte, verband ihn eine enge Zusammenarbeit. Zu den jüngsten Uraufführungen zählen Werke von György Kurtág, Elliott Carter und Harrison Birtwistle.
Zu Beginn der Saison 2022/23 erhielt er den bedeutendsten Musikpreis Dänemarks, den Léonie-Sonning-Musikpreis 2022, darüber hinaus arbeitete er weiterhin mit führenden europäischen Orchestern und Dirigent*innen zusammen wie dem Antwerp Symphony Orchestra und Philippe Herreweghe, dem Radio Filharmonisch Orkest und Stéphane Denève, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und Elin Chan, dem Orchestre National de Lille und Alexandre Bloch sowie dem Orchestre Philharmonique de Radio France.
Anlässlich des 100. Geburtstags von György Ligeti im Jahr 2023 führte Pierre-Laurent Aimard im Laufe der Saison dessen Werke in verschiedenen Formationen auf, etwa mit dem Seoul Philharmonic unter David Robertson und dem Jazzpianisten Michael Wollny. Zu den weiteren Kammermusik-Höhepunkten zählten die Zusammenarbeit mit Tamara Stefanovich für Visions de l'Amen im Pierre Boulez Saal und die Fortsetzung der Partnerschaft mit Mark Simpson und Jean-Guihen Queyras. Trioabende mit Werken von Lachenmann führten die drei nach Luxemburg und Wien.
Pierre-Laurent Aimard wurde 2017 mit dem Internationalen Ernst von Siemens Musikpreis ausgezeichnet und ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Derzeit unterrichtet er an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und ist Leiter für Neue Musik an der Musikschule Reina Sofía in Madrid.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Freitag, 29. September, 18:00 und 20:00 im Großen Saal


Sergey Mikhaylenko

Sergey Mikhaylenko © Tumen Dondukov

Der vielseitige Schlagzeuger Sergey Mikhaylenko wurde in Sibirien geboren, lebt mittlerweile aber in Deutschland. Nach seinem Abschluss an der Universität Mozarteum in Salzburg, in der Klasse von Prof. Peter Sadlo, Alexej Gerassimez und Ernst-Wilhelm Hilgers, vertieft er seine Kenntnisse und Fähigkeiten derzeit als Meisterschüler an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Unter der Mentorschaft von Prof. Franz Schindlbeck, Prof. Reiner Seegers und Prof. Biao Li arbeitet er daran, die musikalischen Grenzen des Klangs mit Schlaginstrumenten zu erweitern.
Seit 2017 ist er Solo-Schlagzeuger des Göttinger Symphonieorchesters, tritt darüber hinaus aber auch mit weiteren renommierten Klangkörpern auf, darunter das MusicAeterna Orchestra, die NDR Radiophilharmonie Hannover, die Salzburger Camerata, die Bremer Philharmoniker, das Konzerthausorchester Berlin und das Mozarteum Orchester Salzburg unter der Leitung von u.a. Kirill Petrenko, Teodor Currentzis, Kent Nagano und Charles Dutoit. Er tritt sowohl als Solist auf als auch als Mitglied von Kammermusikensembles und Orchestern.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 15:00 und 20:00 im Großen Saal
Freitag, 29. September, 17:00, 18:00 und 21:15 im Mozart Saal


Young Academy

Young Academy © Andreas Malkmus

Die Young Academy ist das Nachwuchsprogramm der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) für hochbegabte Musiker*innen ab 14 Jahren. Im Studium erhalten die Teilnehmer*innen Einzelunterricht bei erfahrenen Professor*innen; gelehrt werden alle Instrumente, die an der HfMDK unterrichtet werden, einschließlich Gesang. Die Young Academy ist dabei fest in den Hochschulalltag integriert.
Neben dem Einzelunterricht erwarten die Akademist*innen viele weitere Fächer, Musiktheorie und Gehörbildung, zum Beispiel Korrepetition, Kammermusik und Neue Musik. Flankiert von regelmäßigen Workshops zu Themen wie mentales Training, Improvisation oder Auftrittscoaching.
Ebenfalls Teil des Angebots ist der Hildegard-und-Günter-Prack-Stiftungspreis der Young Academy: Dieser soll die Jungstudierenden dazu motivieren, neugierig, kreativ, fantasievoll und eigeninitiativ ein kammermusikalisches Werk der zeitgenössischen Musik einzustudieren. Der Preis wird jährlich vergeben und ist mit 1.000 Euro dotiert.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer
Mittwoch, 27. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer
Donnerstag, 28. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer
Freitag, 29. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer
Samstag, 30. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer


Anastasia Kobekina © Xenia Zasetskaya

SA 30 SEPT

TAGESTIPP: BACHS CELLOSUITEN MIT ANASTASIA KOBEKINA
Eigentlich sei es gar nicht so schwierig, das Rezept für magische Momente in der Musik zu benennen, findet Anastasia Kobekina. Die einfache Formel lautet für die derzeit überall gefeierte Cellistin: „Das Herz öffnen und das Jetzt genießen. Wir sind so überladen mit den Sorgen über das Vergangene und das Kommende und genießen viel zu selten die Gegenwart.“ Im Liszt Salon konzentriert sich die junge Musikerin auf den Moment – in Bachs monumentalen Cellosuiten.

Großer Saal | OPEN SPACE | AB 16:00

Orchester im Treppenhaus © Nailya Bikmurzina

ORCHESTER IM TREPPENHAUS

16:00 – 16:40 / 18:00 – 18:40
Judd Greenstein
Clearing, Dawn, Dance
Benjamin Scheuer Testudo
Mikolaj Majkusiak Sonate für Violine und Akkordeon
Maurice Ravel Prelude pour un infante défunte (Bearb. T. Posth)

Die Zwischenebenen sind für sie interessanter als die gesetzten Räume für klassische Musik. Im Open Space des Großen Saals wollen die Musiker*innen des „Orchesters im Treppenhaus“ ein Konzerterlebnis ermöglichen, das aus dem Rahmen fällt – mit Werken etwa des Franzosen Maurice Ravel oder des New Yorkers Judd Greenstein.

20:00 – 21:00
Nikolai Rimski-Korsakow
Scheherazade op. 35

Zum Ausklang am Abend heißt es: Eintauchen in Rimski-Korsakows farbschillernde Scheherazade-Erzählung!


Mozart Saal | MITTENDRIN-KONZERTE | AB 15:00

Banda Vocale © Marvin Fuchs

VOKALENSEMBLE BANDA VOCALE FRANKFURT

15:00 – 15:40
Heinrich Schütz aus Psalmen Davids op. 2: Nr. 15 Jauchzet dem Herren, alle Welt
Johannes Brahms Drei Gesänge op. 42: Nr. 1 Abendständchen
György Ligeti Lux Aeterna
Gustav Mahler aus Lieder eines fahrenden Gesellen: Die zwei blauen Augen (Arr. Clytus Gottwald)
Raymond Murray Schafer aus Magic Songs

16:30 – 17:10
Gustav Mahler aus Rückert-Lieder: Nr. 5 Ich bin der Welt abhanden gekommen
Peteris Vasks Madrigals
Julian Mörth The Tyger
Juan Stafforini Land
Gustav Mahler aus Lieder eines fahrenden Gesellen: Die zwei blauen Augen (Arr. Clytus Gottwald)

21:00 – 21:40
Heinrich Schütz aus Psalmen Davids op. 2: Nr. 15 Jauchzet dem Herren, alle Welt
Johannes Brahms Feldeinsamkeit op. 86, 2 (Arr. Clytus Gottwald)
Gustav Mahler aus Rückert-Lieder: Nr. 5 Ich bin der Welt abhanden gekommen
Hugo Alfvén Aftonen
Raymond Murray Schafer aus Magic Songs
Fanny Hensel aus Weltliche a-cappella Chöre von 1846: Schweigend sinkt die Nacht

Im Mittendrin-Konzert umgibt das Vokalensemble Banda Vocale Frankfurt das Publikum mit raumgreifender Chormusik durch die Jahrhunderte – darunter das wirkmächtige „Lux aeterna“ des Jubiläumskomponisten Ligeti sowie Werke von Schütz, Mahler und Murray Schafer.


Clara Schumann Foyer | AB 15:00

15:00 – 15:50 / 16:00 – 16:50 / 17:00 – 17:50
YOUNG ACADEMY

MUSIKER*INNEN DER HOCHSCHULE FÜR MUSIK UND DARSTELLENDE KUNST FRANKFURT

Ganz klassisch: Junge Virtuos*innen der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst bespielen jeweils zur vollen Stunde das Clara Schumann Foyer mit Kammermusik.

15:00 Preisträgerkonzert des "Hildegard-und-Günter-Prack-Stiftungspreises"
Ensemble-Wettbewerbes Neue Musik der Young Academy, Konzert und Moderation

16:00 Konzert und Interview mit Alumnus Norwin Hahn (ehem. Jungstudent der HfMDK) und Soloposaunist des hr-Sinfonieorchesters sowie musikalische Vorstellung des Leitungsteams der Young Academy: Prof. Susanne Stoodt (Violine), Prof. Jan Ickert (Violoncello) und Isabel von Bernstorff (Klavier)

17:00 Edvard Grieg Klavierkonzert a-Moll op. 16
Kolja Hölscher und Yuanzhen Sun, Young Academy der HfMDK

19:00 – 21:00
JAZZ-LOUNGE: DEEP STRINGS

ANNE-CHRISTIN SCHWARZ Gesang, Violoncello, Elektronik
STEPHAN BRAUN Violoncello, Percussion, Gesang, Elektronik

Kammerjazz vom Feinsten. Die beiden Berliner*innen Anne-Christin Schwarz und Stephan Braun kreieren mit Gesang, Cello, Perkussion und Elektronik ein poetisches Klanguniversum.


Liszt Salon | AB 17:00

17:00 – 17:25 / 18:00 – 18:25 / 19:00 – 19:25
ANASTASIA KOBEKINA Violoncello

Johann Sebastian Bach Cello-Solosuiten

Gipfelbesteigung in Etappen: An zwei Tagen erklimmt die junge russische Cellistin Anastasia Kobekina den Mount Everest der Sololiteratur für Violoncello und bringt im Liszt Salon Bachs gesamten Kosmos der Cello-Solosuiten zu Gehör.


Schumann Salon | AB 17:00

IEMA POÈMES

IEMA-ENSEMBLE 2022/23

17:00 – 17:40
György Ligeti Poème symphonique (für 100 Metronome)
Pascal Dusapin Étude pour piano No. 6
Georges Aperghis Retrouvailles
Rebecca Saunders Hauch II (für Viola solo)

18:00 – 18:40
Steve Reich Pendulum Music
Georges Aperghis Le Corps à corps (für Zarb und Stimme), Triple (für Flöte, Klarinette und Trompete), Retrouvailles

19:00 – 19:40
Toshi Ichiyanagi Music for Electronic Metronoms
Georges Aperghis Retrouvailles
Liza Lim Bioluminescence (für Flöte)
Zara Ali Red City (acousmatic)

20:00 – 20:40
György Ligeti Poème symphonique (für 100 Metronome)
Howard Skempton Three Pieces for Oboe
Salvatore Sciarrino La Malinconia (für Violine und Viola)
Hèctor Parra L'Étoile matinale (d'après la Vle constellation de Joan Miró) (für Oboe, Trompete, Klavier und Kontrabass)

Die Internationale Ensemble Modern Akademie nimmt Ligetis „Poème symphonique“ für 100 mechanische Metronome zum Ausgangspunkt, um in Klanginstallationen von Reich, Ligeti und Ichiyanagi dem Zufall und dem Prozess das Feld zu überlassen.


Telemann Salon | ab 15:00

ab 15:00
VR-BRILLEN-STATION

Mitglieder des Mahler Chamber Orchestra spielen in der Elisabethkirche in Berlin Mozarts viertes Streichquintett.

Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie experimente#digital – eine Kulturinitiative der Aventis Foundation


Albert Mangelsdorff Foyer | AB 21:30

Coodiny alias Nikita Kudakov © Johnny Rudeboy

21:00 – 23:30
FRATOPIA LATE CLUB: ABOUT THE FEELING – ALTE OPER EDITION

Hip Hop DJ-Set mit Live-Acts

Unsere Kolleg*innen vom Mousonturm steuern ihr beliebtes Clubformat zum Festival bei: Lokale Rap- und R&B-Größen wie Alyssa, Coodiny & Thilo B, Rocca Fe77a & Janina Jackson, Ricky Coleman, Le Winston, Momma Rose, Senz und DJ Mishkeen (Berlin) sowie ein Special Guest bringen Groove ins Albert Mangelsdorff Foyer.

About the Feeling ist ein Projekt in Kooperation mit dem Künstler*innenhaus Mousonturm Frankfurt, im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

KÜNSTLER*INNEN AM SAMSTAG, 30. SEPTEMBER

About the Feeling

About the Feeling © Alex Emmer, Norbert Miguletz

„About the Feeling" ist eine von dem aus Russland stammenden, in Frankfurt ansässigen Rapper, Musikproduzenten und Musikwissenschaftler Nikita Kudakov, auch bekannt als Coodiny, und dem Juristen Thilo von Brandenstein kuratierte Konzertreihe. Die Veranstaltung wird in enger Kooperation mit dem Künstler*innenhaus Mousonturm organisiert und bietet einen facettenreichen Einblick in die Welt des Hip-Hops. Sie präsentiert herausragende Künstler*innen und setzt sich gleichzeitig nachhaltig für die Förderung von Nachwuchskünstler*innen ein.
Die teilnehmenden Künstler*innen kreieren in Zusammenarbeit neue Songs, die bei den Konzerten uraufgeführt und anschließend auf verschiedenen Streaming-Plattformen veröffentlicht werden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf genreübergreifender, innovativer und experimenteller Musik. Die Kurator*innen des Projekts legen großen Wert darauf, Frauen im männerdominierten Rap-Business zu unterstützen und kritische Reflexionen in diesem Bereich zu fördern.
Auf dem Instagram-Kanal von „About the Feeling" werden Porträts, Interviews und Musikvideos zur Verfügung gestellt. Während die Headliner für musikalische Highlights sorgen, nutzen lokale Künstler*innen die Events als Plattform für Vernetzung und Unterstützung.

Auftritt im Rahmen des Fratopia-Festivals
Samstag, 30. September, 21:00 im Albert Mangelsdorff Foyer


Anastasia Kobekina

Anastasia Kobekina © Julia Altukhova

Anastasia Kobekina gilt als eine der vielversprechendsten Cellistinnen ihrer Generation und hat bereits im Alter von sechs Jahren als Solistin mit Orchester debütiert. Seitdem hat sie mit vielen herausragenden Orchestern wie den Moskauer Virtuosen, der Kremerata Baltica, dem Konzerthaus Orchester Berlin, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, den Wiener Symphonikern, dem Warschauer Sinfonieorchester unter der Leitung von Krzysztof Penderecki und dem Orchester des Mariinsky-Theaters unter der Leitung von Valery Gergiev konzertiert.
Im russischen Jekaterinburg geboren, erhielt Anastasia Kobekina ihren ersten Cellounterricht im Alter von vier Jahren. Nach ihrem Abschluss am Moskauer Konservatorium in der Klasse von Olga Galochkina hat sie mit Frans Helmerson an der Kronberg Academy studiert, war Studentin bei Jens-Peter Maintz an der Universität der Künste Berlin und setzt zurzeit ihr Studium am Pariser Konservatorium in der Klasse von Jerome Pernoo fort. Zudem studiert sie Barockvioloncello an der Frankfurter Hochschule bei Kristin von der Goltz.
Im Jahr 2015 gewann Anastasia Kobekina den ersten Preis beim renommierten TONALi-Musikwettbewerb, in dessen Rahmen ihr ein Leihcello von Giovanni Guadagnini aus dem Jahre 1743 zu Verfügung gestellt worden ist. Im Juni 2019 hat die junge Cellistin die Bronze-Medaille des Tschaikowsky-Wettbewerbs in St. Petersburg erhalten; ebenfalls im Jahr 2019 ist ihre Debüt-CD mit dem Berner Symphonieorchester mit Werken von Schostakowitsch, Weinberg und ihrem Vater Vladimir Kobekin beim Label Claves erschienen. Zu ihren regelmäßigen Kammermusikpartner*innen gehören bekannte Künstler*innen wie Lars Vogt, Isabelle Faust, Denis Matzuev, Fazil Say, Vladimir Spivakov, Gidon Kremer und András Schiff.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Mittwoch, 27. September, 17:00 und 20:00 im Großen Saal
Donnerstag, 28. September, 19:00 und 20:00 im Liszt Salon
Freitag, 29. September, 17:00, 18:00 und 19:00 im Liszt Salon
Samstag, 30. September, 17:00, 18:00 und 19:00 im Liszt Salon


banda vocale frankfurt

Für die "banda vocale frankfurt" stellt die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt ihren Studierenden einmal im Semester ein Vokalensemble bestehend aus professionellen Sängerinnen und Sängern zusammen. Dieses zusätzliche Lehrangebot in der Chorleitungsausbildung zeichnet sich durch hohe Professionalität, Interaktivität mit dem Ensemble als ‚kritischem Partner' und eine starke Partizipation der Studierenden aus. Die externen Sängerinnen und Sänger haben eine abgeschlossene Gesangsausbildung und bringen Erfahrungen aus ihrem jeweiligen professionellen Kontext (Vokalensembles, Konzertgesang und Rundfunkchor) ein. Im September 2023 ist das Ensemble erstmals zu Gast beim Fratopia-Festival der Alten Oper Frankfurt und tritt in einer 16er Besetzung in vielfältigsten räumlich-klanglichen Kombinationen in Erscheinung.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Samstag, 30. September, 15:00, 16:00 und 21:00 im Mozart Saal


deep strings

depp strings © Robert Grund

deep strings, das sind Anne-Christin Schwarz und Stephan Braun. Seit 2000 entwickeln die beiden Wahlberliner ihren ganz eigenen Sound immer weiter. Bestechend durch brillantes Timing, verblüffende Virtuosität und neue atemberaubende Spieltechniken, ziehen sie jede*n Zuhörer*in in ihren Bann. Ihre Musik offenbart einen einzigartigen Umgang mit Rhythmus, Melodie und Sprache – eine Mischung aus lyrischen Popmelodien, virtuosen Jazzimprovisationen und lateinamerikanischer Folklore, fernab gewöhnlicher Popmusikkultur.
deep strings sind erste Preisträger beim Jazz & Blues Award Berlin und gastierten auf bekannten Festivals wie dem Ostsee-Jazzfestival, der Thüringer Jazzmeile, der Jazzrally Düsseldorf und dem Bachfest Leipzig. Bei ihren Konzerten treten sie häufig mit renommierten Gästen auf und sind selbst gefragte Gastmusiker. So konnte man sie bereits mit dem Amaryllis-Quartett beim Festival Heidelberger Frühling hören. Ihr Irland-Debüt gab deep strings mit dem Vogler-Quartett beim Drumcliffe Music Festival in Sligo.
Anne-Christin Schwarz war Gast der australischen Band Naked Raven und gab Konzerte mit Salut Salon sowie der dänischen Sängerin Agnes Obel. Sie ist seit April 2013 Dozentin für Streicherkammermusik an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig. Stephan Braun tourte unter anderem mit Melody Gardot, dem Kristjan Randalu Quartet, dem Klezmer-Klarinettisten Giora Feidman und war u.a. als Gast mit den beiden Trompetern Till Brönner und Sergei Nakariakov auf Tournee. Er lehrt an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 19:00 im Clara Schumann Foyer
Mittwoch, 27. September, 20:00 im Clara Schumann Foyer
Donnerstag, 28. September, 19:00 und 20:00 im Clara Schumann Foyer
Freitag, 29. September, 19:00 im Clara Schumann Foyer
Samstag, 30. September, 19:00 im Clara Schumann Foyer


IEMA-Ensemble 2022/23

Internationale Ensemble Modern Akademie © Barbara Fahle

Die Internationale Ensemble Modern Akademie (IEMA) als Ausbildungsstätte des Ensemble Modern wurde 2003 mit dem Ziel gegründet, das musikalische Erbe weiterzutragen und neue Wege des zeitgenössischen künstlerischen Schaffens zu fördern. Die IEMA bietet unterschiedlichste Ausbildungsprogramme für verschiedene Zielgruppen: internationale Meisterkurse, die International Composer & Conductor Seminars, Education-Projekte und einen Masterstudiengang im Bereich Zeitgenössische Musik in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK).
Mit Gründung der IEMA im Jahr 2003 haben die Mitglieder des Ensembles ihre schon existierenden Aktivitäten im Bereich der Ausbildung gebündelt. Mit den Aus- und Fortbildungsformaten für unterschiedliche Zielgruppen nimmt die IEMA die Verantwortung wahr, das über viele Jahre gesammelte Wissen und vielfältige Erfahrungen des Ensemble Modern an nachfolgende Generationen weiterzugeben. Alle Programme der IEMA werden von den Mitgliedern erdacht und durchgeführt. Parallel zum eigenen Tourneebetrieb, hat das Ensemble damit im eigenen Haus einen ständigen Ausbildungsbetrieb etabliert.
Einen Schwerpunkt der Ausbildungsformate bildet der einjährige Masterstudiengang, der seit 2006 in Kooperation mit der HfMDK durchgeführt wird. Ein Jahr lang arbeiten junge Künstler*innen (Instrumentalist-, Dirigent-, Komponist-, und Klangregisseur*innen) mit den Mitgliedern des Ensemble Modern und namhaften Gastdozent*innen am vielfältigen Repertoire der Moderne. Unterrichtet werden zeitgenössische Sololiteratur, Kammermusik sowie dirigierte Ensemble-Werke. Zudem bietet die IEMA regelmäßig internationale Meisterkurse an, in denen Dozent*innen des Ensemble Modern mit Instrumentalist*innen zeitgenössisches Repertoire erarbeiten.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 18:00 und 21:00 im Mozart Saal
Mittwoch, 27. September, 17:00, 18:00, 19:00 und 20:00 im Schumann Salon
Donnerstag, 28. September, 17:00, 18:00, 19:00 und 20:00 im Schumann Salon
Freitag, 29. September, 17:00, 18:00, 19:00 und 20:00 im Schumann Salon
Samstag, 30. September, 17:00, 18:00, 19:00 und 20:00 im Schumann Salon


Orchester im Treppenhaus

Orchester im Treppenhaus © Nailya Bikmurzina

Das Orchester im Treppenhaus arbeitet seit einigen Jahren an einem erweiterten Konzertbegriff: Mit spielerischem Forschungstrieb untersucht das Orchester im Treppenhaus die Grenzen der Live-Situation Konzert, öffnet Türen zu neuen Hörerlebnissen, intimen Momenten und überraschenden Inhalten. Konzert als Erlebnis. Klassische Musik als Performance. Immer mit unerwarteten Anbindungen an unsere Wirklichkeit.
Das vielfach preisgekrönte 20-köpfige Ensemble hat sich in den letzten Jahren zu einem der führenden Vertreter der innovativen Klassikszene in Deutschland und Europa entwickelt. Mit seinen Formatentwicklungen wie DARK ROOM, DARK RIDE, HYGGE, Dating Konzert, Notfallkonzerte, DISCO, der Corona-Produktion CIRCLES und seiner Fortentwicklung CIRCLING REALITIES forschen die Musiker*innen, oft auch gemeinsam mit Videokünstler-, Regisseur-, Schauspieler- und Komponist*innen, in ihrer Laborstadt Hannover. Dazu werden sie regelmäßig zu nationalen und internationalen Locations und Festivals eingeladen, darunter das Podium Festival Esslingen, das Beethovenfest Bonn, der Heidelberger Frühling, das Musikfest Bremen, das Fusion Festival und die Elbphilharmonie Hamburg.
Seit 2020 veranstaltet das Orchester außerdem jedes Jahr das einmonatige Festival SEA SOUNDS auf der Nordseeinsel Norderney, im Oktober 2022 startete zudem die erste Ausgabe des KLANGBLASEN:FESTIVAL in Hannover. Seine Sparte STEP UP konzentriert die Education-Entwicklungen des Ensembles unter einem eigenen Dach. Mit Workshops, Coachings, Entwicklungen für spezielle Zielgruppen und vielen weiteren Impulsen engagiert sich das Ensemble stark gesellschaftlich und kulturpolitisch. 2021 wurde das Orchester im Treppenhaus mit dem Perspektivpreis des Deutschen Theaterpreises DER FAUST ausgezeichnet.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Samstag, 30. September, 16:00, 18:00 und 20:00 im Großen Saal


Young Academy

Young Academy © Andreas-Malkmus

Die Young Academy ist das Nachwuchsprogramm der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) für hochbegabte Musiker*innen ab 14 Jahren. Im Studium erhalten die Teilnehmer*innen Einzelunterricht bei erfahrenen Professor*innen; gelehrt werden alle Instrumente, die an der HfMDK unterrichtet werden, einschließlich Gesang. Die Young Academy ist dabei fest in den Hochschulalltag integriert.
Neben dem Einzelunterricht erwarten die Akademist*innen viele weitere Fächer, Musiktheorie und Gehörbildung, zum Beispiel Korrepetition, Kammermusik und Neue Musik. Flankiert von regelmäßigen Workshops zu Themen wie mentales Training, Improvisation oder Auftrittscoaching.
Ebenfalls Teil des Angebots ist der Hildegard-und-Günter-Prack-Stiftungspreis der Young Academy: Dieser soll die Jungstudierenden dazu motivieren, neugierig, kreativ, fantasievoll und eigeninitiativ ein kammermusikalisches Werk der zeitgenössischen Musik einzustudieren. Der Preis wird jährlich vergeben und ist mit 1.000 Euro dotiert.

Auftritte im Rahmen des Fratopia-Festivals
Dienstag, 26. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer
Mittwoch, 27. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer
Donnerstag, 28. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer
Freitag, 29. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer
Samstag, 30. September, 15:00, 16:00 und 17:00 im Clara Schumann Foyer


Mit freundlicher Unterstützung der FREUNDE der Alten Oper Frankfurt
Projektpartner Zukunftshaus: Aventis Foundation
Projektpartner Fratopia: ART MENTOR FOUNDATION LUCERNE
Projektpartner Fratopia: Kulturfonds Frankfurt RheinMain
Projektpartner Fratopia: Stiftung Polytechnische Gesellschaft
Projektpartner Fratopia: Union Investment Stiftung
Werbepartner der Alten Oper Frankfurt: VGF

Kooperationspartner: Künstler*innenhaus Mousonturm
Medienpartner: hr2 Kultur