hr-Sinfonieorchester

Peer Gynt

Freitag 11. Februar 2022
20:00, Großer Saal
Víkingur Ólafsson Víkingur Ólafsson ©Ari Magg, Deutsche Grammophon

hr-Sinfonieorchester Alain Altinoglu LeitungVíkingur Ólafsson KlavierIda Falk Winland Sopran

Anna Thorvaldsdottir DreamingDaníel Bjarnason Neues Werk (Auftragswerk des hr, Los Angeles Philharmonic und Iceland Symphony Orchestra – Uraufführung)Edvard Grieg Peer Gynt – Schauspielmusik op. 23 (Auszüge)

In einem mehrteiligen Schwerpunkt mit dem Titel „Waves of Iceland“ stellt das hr-Sinfonieorchester Frankfurt mit der hr-Bigband die Musikkultur Islands vor. Zwischen aktiven Vulkanen und uraltem Gletschereis, zwischen Meer und Lava hat sich dort eine eigenständige, originelle Musikszene entwickelt – offen für vielfältige musikalische Einflüsse wie die Eindrücke der sie umgebenden Natur. Mit Chefdirigent Alain Altinoglu und dem aktuellen „Artist in Residence“ Víkingur Ólafsson werden in diesem Konzert dabei zwei faszinierende isländische Werke sowie ein Klassiker der nordischen Musik präsentiert. Von der 1977 geborenen isländischen Komponistin und Klang-Auratikerin Anna Thorvaldsdottir ist das preisegekrönte Orchesterwerk „Dreaming“ kennenzulernen, von ihrem zwei Jahre jüngeren Kollegen Daníel Bjarnason ein neues Klavierkonzert in Uraufführung. Und nordisch geht aus auch weiter: Was den Deutschen der Faust, ist den Norwegern Peer Gynt: eine nationale Identifikationsfigur, wahrlich kein Held, vielmehr eine gespaltene Persönlichkeit. Goldgräber, Pelzjäger, Lügenerzähler, Großmaul, falscher Prophet war er und ein geschickter Taktierer – so jedenfalls hat ihn der Dichter Henrik Ibsen gezeichnet. Und Norwegens populärster Komponist Edvard Grieg hat diesen Stoff – „den unmusikalischsten von allen“, wie er beklagte – in eine Schauspielmusik voller Farben, Lokalkolorite und Stimmungen verwandelt, mit so plastischen Charakternummern wie „In der Halle des Bergkönigs“, „Morgenstimmung“ und „Solveigs Lied“.