Mitten am Rand

Kombiticket: Mitten am Rand

Hörraum: J. S. Bach / Hörraum: Beethoven / Akira Takayama: Our Songs / Navid Kermani: Am Rand der Stille

Samstag 26. März 2022
ab 15:00, Ganzes Haus
Malion Quartett / Navid Kermani Malion Quartett / Navid Kermani © Andreas Kessler / Dietrich Kühne, Kroesing Media

Studierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt Eva Maria Pollerus Konzeption, Einstudierung und Cembalo Malion Quartett Akira Takayama KonzeptionNavid Kermani Lesung

Johann Sebastian Bach Die Kunst der Fuge BWV 1080Ludwig van Beethoven Große Fuge für Streichquartett op. 133

Hörraum: J. S. Bach, 15:00 & Hörraum: Beethoven, Albert Mangelsdorff Foyer, 17:00:
Zu gleich zwei Klangerfahrungen, die ganz wörtlich die Ränder miteinbeziehen, lädt das Mitten-am-Rand-Festival am Nachmittag ein. In beiden Konzerten geht es um kammermusikalische Meisterwerke, oft gehört und vermeintlich vertraut, die diesmal im Zentrum und zugleich am Rand stehen und dadurch neu erfahrbar werden. Denn für die Aufführung von Johann Sebastian Bachs komplexer „Kunst der Fuge“ steht das Cembalo inmitten der Hörerschaft, während das übrige Ensemble sich an den Wänden des Auditoriums verteilt. Das polyphone Stimmgeflecht wird freigelegt, sortiert sich förmlich – und das Publikum wird geradezu von Musik umschlossen.
Und auch im Konzert mit dem Malion Quartett spielen der Raum und seine Begrenzungen in die Hörerfahrung mit hinein. Zunächst interpretiert das Streichquartett Beethovens Große Fuge mitten im Saal, an allen Seiten vom Publikum umgeben. Dann aber folgt eine zweite Sicht auf das Werk, für die die Musiker*innen in den vier Ecken des Raumes Platz nehmen und den musikalischen Diskurs über Bande spielen.

Akira Takayama: Our Songs, Großer Saal, 16:00:
Menschen aus 178 Nationalitäten leben in Frankfurt laut offiziellen Zahlen zusammen. Doch noch weit höher ist die Zahl der Sprachen und Dialekte, die in der Stadt gesprochen, vor allem aber auch gesungen werden. Mit „Our Songs“ lädt der japanische Regisseur Akira Takayama Menschen aus der Region ein, in ihren Sprachen Lieder, Gedichte und Geschichten aus der Vergangenheit mit dem Publikum zu teilen. Für einen Nachmittag verwandelt sich bei dieser Uraufführung der Frankfurter Fassung der Große Saal in eine traditionelle japanische Kabuki-Bühne: Ein langer, erhöhter Steg führt die Beteiligten einzeln über den Zuschauerraum hinweg bis auf die Bühne, wo sie singen, sprechen, rezitieren und die Stimmen der Stadt hörbar machen.
(Eintritt frei für alle, die ein Ticket für eine der weiteren Veranstaltungen des Mitten-am-Rand-Festivals am 26. März 2022 erworben haben)

Navid Kermani: Am Rand der Stille, 17:45:
Er ist Schriftsteller, Orientalist, Kriegsreporter, Essayist – und dabei stets Wanderer zwischen Ländern, Kulturen, Religionen: Navid Kermani ist einer, der bei Grenzen nicht an Abgrenzung, sondern an Überschreitung denkt, also Transzendenz.
Aus seinem umfangreichen Schaffen hat der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels einige Texte ausgewählt, die auf ihre Weise von Rändern erzählen: Es geht um existenzielle Fragen, um den Raum zwischen Leben und Tod, aber auch um die Übergänge von Melodie zum Lärm, vom Lärm zur Stille. Und natürlich um Neil Young, den Navid Kermani seit seinem berühmten Debüt literarisch begleitet, dem „Buch der von Neil Young Getöteten“.

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Projektpartner Mitten am Rand: Aventis Foundation