Fokus Teodor Currentzis

MusicAeterna

Dienstag 15. Mai 2018
20:00, Großer Saal
Teodor Currentzis Teodor Currentzis © Olya Runyova

MusicAeterna Teodor Currentzis LeitungNadezhda Pavlova Sopran (Besetzungsänderung, anstelle von Nadine Koutcher)

Jean-Philippe Rameau Pièces de clavecin en concerts Nr. 3 "La Timide" und Nr. 5 "La Cupis"
Ouvertüre zu "Zaïs"
Aus "Hippolyte et Aricia": Air "Temple sacré, séjour tranquille"
Aus «Zoroastre»: Ouvertüre, Air "Des Espirits Infernaux", Air "Tendre en Rondeau",
Aus "Les Boréades": Prélude, Contredanse en Rondeau, "Entrée de Polymnie"
Aus "Les Indes Galantes": Chaconne "Les Sauvages", Air "Les Esclaves Africains", Air "Régnez plaisirs et jeux", "Orage"
Aus "Platée": Air "Amour, lance tes traits"
Aus "Les fêtes d'Hébé": Musette en Rondeau, Tambourin en Rondeau
Aus "Naïs": Ouvertüre, Rigaudons I + II (Prologue "L'accord des dieux")
Aus "Dardanus": Air "Régnez, plaisirs, Régnez"
Aus Suite G-Dur (Nouvelles suites de pièces de clavecin Nr. 2): "La Poule"
Aus "Dardanus": Tambourins I + II
Aus "Castor et Pollux": Air "Tristes Apprêts, pâles flambeaux"

THE SOUND OF LIGHT

"Seine Musik trifft unsere Herzen so direkt wie ein Sonnenstrahl, der durch die schwarze Unendlichkeit des Weltraums schneidet, bis er endlich auf das menschliche Auge trifft, auf ein grünes Blatt, eine Rosenblüte.“ Nein, es war kein Poet der Romantik, der sich da so schwärmerisch äußerte – und auch derjenige, dessen Musik hier in so blumigen Worten gerühmt wird, war kein Künstler des 19. Jahrhunderts. Hier spricht vielmehr eine der eigenwilligsten Dirigentenpersönlichkeiten unserer Tage über einen Meister des Barock, dessen Originalität die Nachwelt erst in den vergangenen Jahren für sich entdeckt hat. Teodor Currentzis, und Jean-­Philippe Rameau: eine glückliche Liaison, nicht erst, seit der russische Dirigent 2014 eine euphorisch besprochene Aufnahme mit Ausschnitten aus Opern Rameaus vorlegte. Die historische Aufführungspraxis ist dem Dirigenten, dem in dieser Spielzeit ein Fokus-­Festival gewidmet ist, und seinem Orchester MusicAeterna bestens vertraut – im Falle Rameaus resultiert daraus eine packende Interpretation, die alle Extreme, das heißt alle Gefühlsregungen, aber auch alle Ecken und Kanten voll auskostet.

Konzertdauer: 2 Stunden inkl. Pause