Musikfest Fremd bin ich...

Doch bin ich nirgend, ach! zu haus

online ab € 30,-
Samstag 16. September 2017
19:00, Mozart Saal
Musicbanda Franui Musicbanda Franui © Julia Stix

Musicbanda Franui Nikolaus Habjan Puppenbau, Puppenspiel und Rezitation

Musik von Franui nach Schubert, Schumann, Brahms und Mahler
Texte von Robert Walser, Jürg Amann und Wilhelm Müller
Konzept und Dramaturgie: Nikolaus Habjan, Markus Kraler und Andreas Schett

Veranstaltungsdauer: 80 Min. ohne Pause

Im Anschluss, gegen 20.30 + 21.30 Uhr, Mozart Saal
The Immigrant (USA 1917; Charlie Chaplin)
Stummfilm mit neuer Filmmusik von Uwe Dierksen
Eintritt frei
Dauer: ca. 30 Minuten

„Ich soll mich finden, sagt mir das Gestirn. Mich finden? Müsst’ ich mich da nicht vorher verlieren?“ An den Grundfesten der menschlichen Identität rütteln die Zeilen Robert Walsers, die im Zentrum eines ebenso anrührenden wie aufwühlenden Konzertprojekts stehen. In ihrem Programm „Doch bin ich nirgend, ach! zu Haus“ geht die Musicbanda Franui auf Wanderschaft durch die Seelenlandschaft der Menschheit und sucht nach nicht weniger als ihrem Wesen und ihrem Sinn. Mit Figuren aus seinem großen Arsenal der allzu menschlichen Charaktere gibt der Puppenspieler Nikolaus Habjan der Wanderung ein melancholisches Gesicht.

Auf berührende Weise entwirft Franui dazu eine musikalische Klammer, die dem klassischen Liedgut nicht nur liebevoll ein neues Klanggewand und einen einzigartigen Sound verleiht, sondern ihm musikalische Brücken in ein doppelbödiges aktuelles Dasein zwischen Folklore, Klassik, Schnulze, Klezmer, Musette und Jazz baut. Musik etwa nach Franz Schubert, Robert Schumann, Gustav Mahler sowie die Liedtexte zahlreicher Wanderlieder der Romantik bilden ein klingendes Mosaik der Sinnsuche, das immer wieder zu dem Schluss kommt: „Ich wandre fremd von Land zu Land / So heimatlos, so unbekannt.“

Ermöglicht durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain im Rahmen des Schwerpunktthemas "Transit"