hr-Sinfonieorchester

online ab € 17,-
Donnerstag 22. März 2018
20:00, Großer Saal
Antoine Tamestit Antoine Tamestit (c) Julien Mignot for harmonia mundi

hr-Sinfonieorchester Manfred Honeck LeitungAntoine Tamestit Viola

James MacMillan BritanniaWilliam Walton BratschenkonzertPiotr Iljitsch Tschaikowsky Sinfonie nr. 5 e-Moll op. 64

Konzerteinführung um 19 Uhr im Großen Saal

Honeck dirigiert Tschaikowsky

Am offenen Herzen. Sie mögen es effektvoll und poetisch? Dann hat Manfred Honeck mit »Artist in Residence« Antoine Tamestit das passende Programm für Sie. Was Edward Elgar mit seinem Cellokonzert gelang, das glückte seinem Landsmann William Walton mit dem Bratschenkonzert: Im 20. Jahrhundert ein Solokonzert zu schreiben, das zum absoluten Maßstab für das jeweilige Instrument wurde. Waltons Violakonzert ist gleichermaßen effektvoll wie poetisch, und es ist dabei so schön nebelig-verhangen, wie nur Engländer es auskomponieren können. Die Uraufführung spielte einst Paul Hindemith, den von da an eine enge Freundschaft mit William Walton verband. »Seine Technik«, so Walton über Hindemith, »war fabelhaft, aber er war rau – da gab es keinen Firlefanz. Er stand einfach auf und spielte drauflos«. Effektvoll und poetisch? Das trifft auch auf Peter Tschaikowskys Fünfte zu, ein Werk von satter Melodienfülle, orchestral intensiv und von brillant ausformulierter, offenherziger Sentimentalität. »Mancher mag dieses Werk als bombastisch und überladen ansehen, aber aus meiner Sicht ist diese Sinfonie eine der tiefsten ihrer Zeit und verdient es, mit größtem Respekt behandelt zu werden«, sagt Manfred Honeck – der übrigens selbst früher Bratschist war, und zwar in den Reihen der Wiener Philharmoniker.