Fokus Daniil Trifonov

Daniil Trifonov, Klavier

online ab € 30,-
Dienstag 28. November 2017
20:00, Großer Saal
Daniil Trifonov Daniil Trifonov © Dario Acosta

Frederic Mompou Variationen über ein Thema von ChopinRobert Schumann “Chopin” aus "Carnaval" op. 9Edvard Grieg “Hommage à Chopin” aus "Stimmungen" op. 73Samuel Barber Nocturne "Homage to John Field" op. 33Piotr Iljitsch Tschaikowsky “Un poco di Chopin” op. 72/15Sergej Rachmaninow Variationen über ein Thema von Chopin op. 22Frédéric Chopin Klaviersonate Nr. 2 b-Moll op. 35

„Erst muss man sich in die Musik verlieben und dann auf der Bühne eine Geschichte erzählen“, sagt Daniil Trifonov, dessen Liebe zu Chopin er gar nicht erst erläutern muss – sie ist offenkundig. In Chopins Werk hat Trifonovs Repertoire ein Gravitationszentrum gefunden, und Chopins Werke finden in Trifonov einen ihrer aufregendsten Interpreten der Zeit. Es ist schier unvergleichlich, welche spannungsvollen Geschichten er mit Chopins Tönen erzählt und wie er ihn vom überzuckerten Odeur des Salonkomponisten wohltuend zu befreien weiß. Zum Vorschein kommt ein Chopin, der vor allem in seiner hochdramatischen b-­Moll-Sonate ganz ehrlich und ungeheuer facettenreich ist – aber in dem man nicht minder schwelgen kann. Keine Frage also, dass Trifonov seiner intensiven Beschäftigung mit Chopin den ersten Abend seiner Fokus-­Reihe widmet, in der er drei ganz persönliche Konzertprogramme für die Alte Oper gestaltet. Seiner Verehrung für Chopin verleiht Trifonov aber nicht nur mit dem Romantiker selbst klingenden Ausdruck, sondern er forscht darüber hinaus in der Klavierliteratur nach einem Chopin-­Echo. Fündig wird er selbstverständlich bei Sergej Rachmaninow, der aus Chopins Werken immer wieder Inspiration schöpfte. Aber auch Federico Mompou hat sich sein Leben lang mit Chopin auseinandergesetzt: 30 Jahre dauerte allein die Komposition seiner Variationen über Chopins Prélude op. 28 Nr. 7. Die ohnehin aufregenden harmonischen Wendungen Chopins weiß Mompou darin noch zu schärfen – und haucht ihnen gleichzeitig das musikalische Idiom der eigenen katalanischen Heimat ein.


Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft der Freunde der Alten Oper Frankfurt

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