HR-SINFONIEORCHESTER

Schostakowitschs Rückzug

Donnerstag 29. Februar 2024
19:00, Großer Saal
Alexander Malofeev Alexander Malofeev © Xenie Zasetskaya

hr-Sinfonieorchester Alain Altinoglu LeitungAlexander Malofeev Klavier

Sergej Rachmaninoff Rhapsodie a-Moll über ein Thema von Paganini op. 43Dmitri Schostakowitsch Sinfonie Nr. 4 c-Moll op. 43

Konzerteinführung um 18:00

„Schostakowitsch erfordert ein kraftvolles, scharfes, schneidendes Spiel“, sagt hr-Chefdirigent Alain Altinoglu. Und man müsse sich trauen, „an die Grenzen der instrumentalen Möglichkeiten zu gehen“. Mit der 4. Sinfonie lotet er jetzt zudem die Grenzen dessen aus, was an Orchestergröße möglich ist. Als „eine monumentale Sache großer Gedanken und großer Leidenschaften“ habe er seine „Vierte“ konzipiert, sagte Dmitrij Schostakowitsch. Entsprechend maximal in allen Parametern sind die orchestralen Mittel, der Komponist geht in die Vollen. Und doch ist es ein Werk des Rückzugs geworden, der Immigration, denn Schostakowitschs Leben hing am seidenen Faden in diesen Jahren der stalinistischen Sowjetdiktatur. Einer so ins Extreme aufgeladenen Sinfonie, mit der Alain Altinoglu seine Schostakowitsch-Reihe fortsetzt, kann man nur ein Werk von quasi ausgleichender Ausgelassenheit zur Seite stellen – am besten doch Sergej Rachmaninows „Paganini-Rhapsodie“, gespielt von jenem Pianisten, der die vergangene Saison ebenfalls mit Rachmaninow eröffnet hat. Und der „als Einspringer auftrumpfte“, wie die FR es formulierte – mit einigem Effekt: „Das Publikum flippte vor Begeisterung ein bisschen aus.“
(hr-Sinfonieorchester)


Dauer des Konzerts: ca. 2 Stunden inkl. Pause