Programm-Update

Maurizio Pollini, Klavier

online ab € 56,-
Montag 05. Oktober 2020
20:00, Großer Saal
aktualisiert
Maurizio Pollini Maurizio Pollini © York Christoph Riccius

Maurizio Pollini Klavier

Johannes Brahms Drei Intermezzi op. 117 (Programmänderung)Arnold Schönberg Drei Klavierstücke op. 11 (Programmänderung)Frédéric Chopin Polonaise fis-Moll op. 44
Barcarolle Fis-Dur op. 60
Mazurka c-Moll op. 56/3 (Programmänderung)
Scherzo Nr. 3 cis-Moll op. 39

Legende am Klavier: Schon unter normalen Umständen durfte sich das Publikum auf einen ganz besonderen Konzertabend freuen, wenn der Pianist Maurizio Pollini sein Kommen angekündigt hatte. Jetzt, in Zeiten des durch die Corona-Pandemie weltweit eingeschränkten Konzertbetriebs, ist es eine umso schönere Nachricht, wenn Pollini als einer der gegenwärtig bedeutendsten Künstler wie geplant der Einladung in die Alte Oper Frankfurt folgen kann.

Mit der Kombination aus Johannes Brahms’ späten, aufs Wesentliche verdichteten drei Intermezzi op. 117 und Arnold Schönbergs drei Klavierstücken op. 11 legt Pollini Verbindungen zwischen dem Spätromantiker und dem Neutöner offen. Mehrfach hatte sich Schönberg schließlich zu Brahms bekannt, ihn tituliert als „ein großer Neuerer, ja, tatsächlich ein großer Fortschrittlicher im Bereich der musikalischen Sprache“. Im zweiten Teil widmet sich Pollini vier Klavierwerken Frédéric Chopins – der Polonaise op. 44, der Barcarolle op. 60, der Mazurka c-Moll op. 56/3 und dem Scherzo Nr. 3 op. 39 – und kehrt damit einmal mehr zu jenem Komponisten zurück, dessen Werk eng mit seiner musikalischen Laufbahn verknüpft ist. Seit Maurizio Pollini 1960 im Alter von 18 Jahren in Warschau als Sieger aus dem Chopin-Wettbewerb hervorging, gilt der Pianist und Dirigent als eine der obersten Instanzen in Sachen Chopin-Interpretation. Gerühmt werden weltweit Pollinis Anschlagskultur und die Klarheit seines Spiels. Joachim Kaiser schätzte an Pollinis Chopin-Spiel das stets Festliche, Vorwärtsstrebende – und die Tatsache, dass Pollini sich gerade nicht auf den ansonsten oft über Gebühr gedehnten Rubato-Stellen ausruhe. „Chopin hat mich mein ganzes Leben begleitet, von meiner Kindheit an“, sagte Pollini einmal in einem Interview. „Meine Chopin-Liebe wurde über die Jahre immer größer, vielleicht, weil ich seine Musik inzwischen noch besser verstehe.“ Dass der Pianist dabei einige Vorurteile ausräumen musste, ist ihm bewusst: „Chopin ist ein viel tiefgründigerer Komponist, als man gemeinhin glaubt oder als sein Klischee es nahelegt.“

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