Fokus Patricia Kopatchinskaja

Patricia Kopatchinskaja, Violine, Sprecherin

Samstag 08. Mai 2021
20:00, Mozart Saal
Änderungen vorbehalten
Patricia Kopatchinskaja Patricia Kopatchinskaja © Marco Borggreve

Patricia Kopatchinskaja Violine, SprecherinJoonas Ahonen KlavierJulia Gallego FlöteMeesun Hong Coleman Violine und ViolaReto Bieri KlarinetteThomas Kaufmann Violoncello

Luigi Nono La lontananza nostalgica utopica futuraDarius Milhaud „Jeu“ aus: Suite für Klarinette, Violine und Klavier op. 157bBéla Bartók 44 Duos für 2 Violinen SZ 98 (Auswahl)Arnold Schönberg Pierrot lunaire für Sprechstimme und Ensemble op. 21Johann Strauß Walzer in Bearbeitungen von Schönberg und Webern

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„Die schönste Blüte im verrücktesten Garten, den man sich nur vorstellen kann.“ Poetische Worte findet Patricia Kopatchinskaja für Arnold Schönbergs „Pierrot lunaire“. 1912 schuf dieser sein Melodram, das heute als eine der wegweisendsten Kammermusiken des frühen 20. Jahrhunderts gilt. „Der Kammermusikverein – sonst die Stätte für schönes Können und Gönnen“, lasen die Zeitgenossen in einer der Uraufführungsrezensionen, „wurde gestern zur Stätte hässlich schrillen Streites.“ Ein Werk, wie gemacht für Kopatchinskaja, die jede Provokation und Dissonanz dem schönen Schein vorzieht. Schönberg hat mit seinem „Pierrot“ alles verändert, ist die Geigerin überzeugt, die an diesem Fokus-Termin eine weitere Facette ihrer künstlerischen Aktivitäten zeigt: Als Rezitatorin schlüpft sie in die Rolle des exzentrischen Pierrot. In ein Programm voller Spiellaune integriert sie aber auch eine ganz andere Seite der Wiener Neutöner um Arnold Schönberg: Dessen Arrangements von Strauß-Walzern bilden einen überraschenden Kontrapunkt zum irrlichternden „Pierrot“. Nicht weniger als die Suche nach „dem Sinn des Lebens“ steht nach Kopatchinskajas Worten aber zuvor im Fokus: „La lontananza nostalgica utopica futura“ für Violine solo, achtspuriges Tonband, Klangregisseur und acht bis zehn Notenständer von Luigi Nono hat sie für die erste Konzerthälfte ausgewählt. „Die nostalgisch-utopische-zukünftige Ferne“ heißt der Titel übersetzt und symbolisiert für die Geigerin das „ziellose Umherstreifen des Menschen“ auf ebenjener Suche. Für Gidon Kremer komponierte Nono 1988/89 sein Violinwerk, und der Widmungsträger lieferte teilweise selbst die Tonbandaufnahmen, die kombiniert mit Umweltgeräuschen bei jeder Aufführung von „La lontananza“ durch einen Klangregisseur zugespielt werden. „Dem Geiger“, so benennt Kopatchinskaja den für sie reizvollen Nebeneffekt, „eröffnet sich damit die Möglichkeit, mit dem großen Gidon Kremer Duo zu spielen.“

Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft der Freunde der Alten Oper Frankfurt

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