Musikfest
Nachmittag eines Fauns

Daniil Trifonov, Klavier

Freitag 07. Oktober 2016
20:00, Großer Saal
Daniil Trifonov, Klavier Daniil Trifonov (c) Dario Acosta

Daniil Trifonov Klavier

Robert Schumann Kinderszenen op. 15Robert Schumann Toccata op. 7Robert Schumann Kreisleriana op. 16Dmitri Schostakowitsch Aus ‚24 Präludien und Fugen op. 87‘: Nr. 7 A-Dur, Nr. 2 a-Moll, Nr. 5 D-Dur, Nr. 24 d-MollIgor Strawinsky 3 Sätze aus Petruschka:
Danse Russe, Chez Petrouchka, La Semaine grasse

Im Anschluss, gegen 22:30, im Foyer Ebene 2
Nach(t)konzert und Gespräch
an der Bar mit Daniil Trifonov
Eva Maria Pollerus, Cembalo

Ligeti Continuum für Cembalo
Moderation: Wolfram Knauer
Dauer: ca. 30 Min.

Mut zum Verharren, zum Auskosten des Moments: So vermeintlich unprätentiös Robert Schumann seine „Kinderszenen“ mit „Der Dichter spricht“ ausklingen lässt, so sehr steht vielleicht gerade die letzte dieser 13 Miniaturen für eine poetische Klangrede, die weniger durch logisches Voranschreiten, denn vielmehr durch Stehenbleiben, Atmen, Sinnieren gekennzeichnet ist. Kein Wunder, dass Claude Debussy, jener Komponist, dem das diesjährige Musikfest gewidmet ist, Robert Schumann zu seinen großen Vorbildern zählte. In seinem Beitrag zum Musikfest zeigt der Pianist Daniil Trifonov, woran Debussy anknüpfen konnte: an die Intensität der Charakterstücke der Kinderszenen ebenso wie an das spielerisch Fantasierende, wie es in der Toccata op. 7 oder im Zyklus „Kreisleriana“ in vollendete Form gebracht wurde. Der russische Pianist Daniil Trifonov, dessen außergewöhnliche Karriere das Publikum der Alten Oper nahezu von Anfang an mitverfolgen konnte, wird in der Spielzeit 2016/17 im Übrigen noch ein weiteres Mal der Einladung nach Frankfurt folgen: Im Februar übernimmt er den Solopart in Rachmaninows drittem Klavierkonzert.

Einen magischen Schwebezustand wahrnehmen – oder schier nervös werden: Beides kann sich einstellen beim Hören von György Ligetis „Continuum für Cembalo“. Das gut fünfminütige Stück ist pure motorisch-maschinelle Betriebsamkeit, ist maximale Dichte an Tönen. Ligetis Klassiker der Moderne, zu erleben im Nach(t)konzert, bildet den Gegenpart zu Schumanns nicht minder hektisch vorantreibender und zugleich in sich kreisender Toccata.

Mit freundlicher Unterstützung
der
Gesellschaft der Freunde der Alten Oper Frankfurt

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