Musikfest Nachmittag eines Fauns

Arnold Böcklin: „Faun, einer Amsel zupfeifend” Arnold Böcklin: „Faun, einer Amsel zupfeifend” (c) AKG-Images

Ein Festival im Zeichen von Debussys "Prélude à l'après-midi d'un faune"

„Mit der Flöte des Faunes hat die Musik neuen Atem zu schöpfen begonnen“ – Pierre Boulez‘ Metapher erfasst nicht nur den schwebenden Flötenbeginn des „Fauns“, sondern auch die nahezu selbstverständliche Art, in der Debussy mit diesem Werk neu zu komponieren beginnt: Ein Stück, das die Tore zur Moderne geöffnet hat, und uns zeigen kann, wie man in Klänge versinken, die Zeit anhalten, zur Ruhe kommen, hinabhören kann in die Musik. Bis in unsere Gegenwart hallt die Wirkung des Werkes nach: Im diesjährigen Musikfest schlägt die Alte Oper Kapitel der Rezeptionsgeschichte auf, verfolgt Reflexe des „Fauns“ in anderen Künsten, lässt Experten zu Wort kommen und nimmt sich Zeit auch für die nicht immer sogleich offensichtlichen Bezugspunkte.