Besetzung
Programm
Seine Interpretationen werden gerne als „nachdenklich“ und „intellektuell durchdrungen“ beschrieben, als „transparent“ und „ohne jedes falsche Pathos“. Doch wenn Philippe Herreweghe dirigiert, kommt zu all diesen sicher richtigen Zuschreibungen noch etwas anderes hinzu: Das Publikum erlebt Musik, die so genau gelesen wird, dass sie völlig neu erscheint. Herreweghe, der von der Barockmusik kommend längst die Klassik und Romantik für sich erschlossen hat, fegt alle Konventionen beiseite und lässt seine auf Originalinstrumenten spielenden Musiker*innen selbst so bekannte Werke wie Beethovens Sinfonien neu entschlüsseln. Und umso erhellender wird es besonders dann, wenn er dort aktiv wird, wo man eigentlich meint, jedes Detail genau zu kennen. So wie im Falle der letzten Messe von Franz Schubert, die zum Kanon der Meisterwerke des „späten“ Schubert zählt und musikdramatischer ist als jede Oper dieses Komponisten.


