Besetzung
Programm
Begleitprogramm
Konzerteinführung
Wegen ihrer brillant ausformulierten, offenherzigen Sentimentalität, aber auch wegen eines herrlich duftenden Walzersatzes gehört sie zum Beliebtesten in Tschaikowskys Werkkatalog: die 5. Sinfonie. Artist in Residence Kirill Gerstein kontert seinerseits mit emotionaler Wucht und Tastenfuror.
„Hier haben wir ein unverhohlenes Prunkstück im großen Stil“, hieß es im „The New Yorker“ über die Uraufführung von Thomas Adès’ Klavierkonzert 2019 in Boston, auch hier war Kirill Gerstein der Pianist. „Donnernde Doppeloktaven, markerschütternde Zweihandakkorde und über die Tastatur fegenden Glissandi“ – dieses Werk biete alles, womit ein ausgewachsenes Klavierkonzert beeindrucken kann. Es sei, ergänzte die „New York Times“, „erfrischend, ja sogar radikal normal“. Und es wird häufig gespielt auf den Podien der Welt, ein gutes Zeichen. Adès lässt hier an Prokofjew und Bartók denken, während Ferruccio Busoni in seinen für Klavier und Orchester gesetzten „Romanza e Scherzoso“ seiner Wertschätzung für Mozart freien Lauf ließ. Was die „New York Times“ über Adès schrieb, gilt ebenso für den selten zu hörenden Busoni: Es sei „eine liebevolle Hommage an die Tradition“. Am Pult: Andrés Orozco-Estrada, der frühere Chefdirigent, der dem hr-Sinfonieorchester nach wie vor eng verbunden ist. (hr-Sinfonieorchester)
