Besetzung
Programm
Begleitprogramm
Konzerteinführung
Die „Turangalîla-Sinfonie“: Sie sei „ein Liebeslied“, „eine Hymne an die Freude“, so der Komponist über ein Werk, das alles ist, aber keine herkömmliche Sinfonie. Diese monumentale und doch so betörende Musik hat seit ihrer Uraufführung 1949 nichts von ihrer Wirkung verloren, sie raubt noch immer den Atem.
Todbringend, widersprüchlich, bis zur Ekstase gesteigert: Diese Liebe, wie sie der Liebestrank von Tristan und Isolde symbolisiert, hat Messiaen hier in Töne gefasst. „›Turangalîla‹ ist betont exzessiv: Ein Exzess an Dauer, Farbe, Rhythmus und Emotion“, so Chefdirigent Alain Altinoglu. „Ich bewundere Messiaens absolute Freiheit, seine Ablehnung traditioneller Strukturen und seine Fähigkeit, eine Sprache zu schaffen, in der das Heilige, die Liebe und die Zeit zusammenfließen.“ Zentral in dieser Klangwelt: Die vor 100 Jahren erfundene Ondes Martenot, jenes frühe Instrument der elektronischen Musik, das sphärische, vogelhafte und sirenenhafte Klänge erzeugen kann. Ebenso der hoch komplexe Klavierpart, für den der Messiaen-Experte Pierre-Laurent Aimard als Solist dabei ist. Der Pianist wie auch Altinoglu wurden am Pariser Konservatorium ausgebildet, ihre Lehrer stammten aus dem direkten Umfeld Messiaens – sie kennen diese Musik von innen. „Die Wirkung der ›Turangalîla-Sinfonie‹ auf das Publikum“, weiß Alain Altinoglu, „ist oft körperlich, fast sinnlich“. (hr-Sinfonieorchester)
