So 24 Jan
So 24 Jan
So 24 Jan 2027 11:00 Großer Saal

Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Polnisch – universalistisch
Ab 37,00 €
77,00 | 67,00 | 57,00 | 47,00 | 37,00
Alexander Gadjiev
Alexander Gadjiev © Andrej Grilc

Besetzung

Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Marta Gardolińska
Leitung
Alexander Gadjiev
Klavier

Programm

Karol Szymanowski
Konzertouvertüre E-Dur op. 12
Frédéric Chopin
Klavierkonzert Nr. 1 e-Moll op. 11
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92
ca. 2 Stunden 10 Minuten inkl. Pause

Begleitprogramm

Davor, 10:00, Großer Saal

Konzerteinführung „vor dem museum“ mit Klaus Albert Bauer

Rauschende, berauschende Musik schrieb der junge Pole Karol Szymanowski – und verstand sie doch sehr politisch. Als er 1904 und 1905 seine Konzertouvertüre komponierte, war Polen zwar noch kein Nationalstaat – das wurde es erst im November 1918 –, eine neue polnische Nationalmusik war jedoch schon im Werden. Mehrere junge polnische Komponisten hatten sich zu einem Künstlerkreis zusammengeschlossen, der sich „Junges Polen“ nannte und dem sich auch Szymanowski anschloss. So war es ihm ein Anliegen, seine Konzertouvertüre im Warschauer Debütkonzert des „Jungen Polen“ 1906 zur Uraufführung zu bringen. Klingen seine frühen Werke noch spätromantisch, so entwickelte er später seinen sehr persönlichen Stil zwischen Impressionismus und Moderne und begründete damit seinen Ruf als bedeutsamer Vertreter der polnischen Musik.

Auch Frédéric Chopin, das Kind einer polnischen Mutter und eines französischen Vaters, bekannte sich zu seinen polnischen Wurzeln und schrieb Polonaisen, Mazurken und polnische Lieder. Sein erstes Klavierkonzert, gespielt vom Chopin-Wettbewerbs-Preisträger Alexander Gadjiev, lässt polnische Volksmusik vor allem im tänzerischen Krakowiak-Finale anklingen.

Politische Züge trug zwar nicht Ludwig van Beethovens Musik, aber durchaus die Uraufführung seiner siebten Sinfonie während der Befreiungskriege. „Ein zahlreiches Orchester <…> hatte sich wirklich aus patriotischem Eifer und innigem Dankgefühl für den gesegneten Erfolg der allgemeinen Anstrengungen Deutschlands in dem gegenwärtigen Kriege zur Mitwirkung ohne Entschädigung vereinigt“, schrieb der Rezensent der Uraufführung 1813 in der Wiener allgemeinen musikalischen Zeitung. Die Musik der Siebten blieb jedoch universalistisch. Berühmt ist der Ausspruch Richard Wagners, der in der Siebten „das tönende Portrait eines als Utopie gezeichneten neuen Menschen und die Apotheose des Tanzes selbst“ erblickte.
(Frankfurter Museums-Gesellschaft e.V.)

Diese Veranstaltung ist im Angebot: Museums-Abo Sinfoniekonzerte

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Ab 37,00 €