So 15 Nov
So 15 Nov
So 15 Nov 2026 11:00 Großer Saal

Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Wege zu Bruckner
Ab 37,00 €
77,00 | 67,00 | 57,00 | 47,00 | 37,00
Anna Prohaska
Anna Prohaska © Marco Borggreve

Besetzung

Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Thomas Guggeis
Klavier und Leitung
Anna Prohaska
Sopran
Alexander Boukikov
Horn

Programm

Hildegard von Bingen
Antiphon "O virtus sapientiae"
Johann Sebastian Bach
Ricercar à 6 aus: "Musikalisches Opfer" BWV 1079 (orch. von A. Webern)
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzertarie "Ch’io mi scordi di te? – Non temer, amato bene" KV 505
Zwischenspiel
mit Thomas Guggeis
Franz Schubert
"Auf dem Strom" D 943 (orch. von H. Scherchen)
Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 4 Es-Dur "Romantische"
ca. 2 Stunden 20 Minuten inkl. Pause

Begleitprogramm

Davor, 10:00, Großer Saal

Konzerteinführung „vor dem museum“ mit Ulrike Kienzle

Mystisch, gleichsam „vom Himmel hoch“ steigen die Töne der Antiphon von Hildegard von Bingen auf uns herab, wenn sie von Anna Prohaska a cappella gesungen werden, und lassen den Klang des Mittelalters erahnen. Noch heute berührt und bereichert uns Hildegard von Bingen, diese großartige Frau aus dem Hochmittelalter, mit ihrer Musik, ihren Schriften und sogar ihren Rezepten.

Nicht von dieser Welt erscheint uns auch heute noch die Musik von Johann Sebastian Bach. Auch wenn das „Musikalische Opfer“ nur eine Opfergabe, ein Geschenk an Friedrich den Großen war, begegnet uns in dieser kontrapunktischen Sammlung etwas Religiöses und Mystisches. Anton Webern hat das Ricercar a 6 aus dem „Musikalischen Opfer“ orchestriert und dabei in einzelne Motivteile aufgelöst, so dass ganz ungewohnte Klangfarben entstehen und neue Strukturen hörbar werden.

Fast überirdisch schön und gleichzeitig sehr menschlich muten uns die Opern- und Konzertarien von Wolfgang Amadeus Mozart an. Zumeist schrieb er sie bestimmten Sängern auf den Leib, vor allem Sängerinnen, die „hübsch auf dem Theater“ aussehen und „eine geläufige Gurgel“ haben. Hübsch mit geläufiger Gurgel war die von ihm verehrte Primadonna Anna Storace. Bevor sie Wien verließ, verabschiedete er sie mit einer Konzertarie, zu der er sich einen konzertanten Klavierpart hinzukomponierte. Die Klavierbegleitung von Franz Schuberts Lied „Auf dem Strom“ auf das Orchester übertragen hat Hermann Scherchen, der das Museumsorchester in den 1920er Jahren leitete.

Spuren der religiösen Mystik des Mittelalters, von Bachs Kontrapunktik und Schuberts Harmonik finden sich im Werk des großen Sinfonikers Anton Bruckner. Besonders populär ist seine vierte, die „romantische“ Sinfonie. Der Kopfsatz sei das „romantische Bild“ einer „mittelalterlichen Stadt“, schrieb Bruckner in einem Brief, und das Horn rufe zu Beginn „vom Rathause herab den Tag“ aus. Beim Scherzo sprach er vom „Jagdthema“, das Finale überschrieb er mit „Volksfest“. So zeichnet diese Sinfonie weniger die Natur als – ganz im Geiste ihrer Zeit – ein romantisches Bild vom Leben im Mittelalter.
(Frankfurter Museums-Gesellschaft e.V.)

Diese Veranstaltung ist im Angebot: Museums-Abo Sinfoniekonzerte

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Ab 37,00 €