Besetzung
Programm
Motette "Fürchte dich nicht, ich bin bei dir" BWV 228
Motette "Jesu, meine Freude" BWV 227
Motette "Der Geist hilft unser Schwachheit auf" BWV 226
Motette "Komm, Jesu, komm" BWV 229
Motette "Singet dem Herrn ein neues Lied" BWV 225
Begleitprogramm
Mit seiner Veröffentlichung "Wenn Bach trauert" im Bärenreiter-Verlag präsentiert der international renommierte Bachforscher Meinolf Brüser neue Erkenntnisse über die Entstehungsgeschichte und Aufführungspraxis der Bachmotetten (BWV 225-229), die bahnbrechend sind, weil sie eine vollkommen neue Sicht auf diese Musik ermöglichen. Lange Zeit war ja die einhellige Meinung in der Bachforschung, es müsse sich bei den Kompositionsanlässen für die Bachmotetten um Trauermusiken für Honorationen und hoch angesehene Bürger der Stadt Leipzig handeln. Brüser kann in seiner Arbeit viele Hinweise und Belege entschlüsseln, die deutlich werden lassen, dass genau das Gegenteil der Fall war. Es waren familiäre und sehr persönliche Anlässe, die mit Trauerfällen aus der ganz unmittelbaren Umgebung Bachs zu tun hatten, für die er diese Werke komponierte. Eine Form von persönlicher Trauerarbeit, wenn man so will, die Bach in anrührender Tonsprache hinterließ. Über die Lektüre von Brüsers Buch, dass sich wie ein „musikwissenschaftlicher Tatort“ liest, kommt man Bach als innig empfindenden Menschen sehr nah. Die Motetten wird man danach mit anderen Ohren hören. Gemeinsam mit Meinolf Brüser präsentiert das Ensemble BachWerkVokal dieses besondere Konzertformat, was das Publikum in Bachs persönliches Umfeld und Lebensrealität hineinnehmen möchte.
(Gordon Safari)
