Pressebereich

 

Herzlich willkommen in unserem geschützten Pressebereich. Hier stellen wir Journalisten alle medienrelevanten Informationen, Presseunterlagen und -bilder zur Alten Oper Frankfurt allgemein sowie zu unseren Eigenveranstaltungen und Kooperationen zur Durchsicht und zum Download bereit. Sollten Sie Fragen haben oder zusätzliches Material benötigen, kontaktieren Sie uns gerne persönlich.

 

Aktuelles

01. Dezember 2019

Die Alte Oper Frankfurt trauert um Mariss Jansons

Mariss Jansons, einer der ganz großen Dirigenten unserer Zeit, ist gestorben. Für Mai 2020 hatten wir ihn wieder mit großer Vorfreude bei uns in der Alten Oper erwartet, mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dessen Chefdirigent Jansons seit 2003 war. Wir bedauern zutiefst, dass es zu diesem Wiedersehen nun nicht mehr kommen kann, ein Wiedersehen mit einem der beeindruckendsten, zugewandtesten und feinfühlendsten Musikern, die in der Musikwelt zu finden waren. 

„Mariss Jansons hat uns, wenn wir ihn bei uns in der Alten Oper zu Gast haben durften, unvergessliche Musikerlebnisse geschenkt", so Dr. Stephan Pauly, Intendant der Alten Oper. „Mit Mariss Jansons ist ein Ausnahmekünstler von uns gegangen, einer der Größten unserer Zeit – wir werden ihn schmerzlich vermissen."

Auf genau 30 Jahre Konzerte mit dem 1943 in Riga geborenen Mariss Jansons kann die Alte Oper zurückblicken: 1989 debütierte er mit dem Oslo Philharmonic Orchestra in Frankfurt. In den 1990er-Jahren und den ersten 2000er-Jahren standen vor allem Schostakowitsch-Sinfonien auf seinen Programmen in der Alten Oper, danach dann Mahler-Sinfonien – beginnend im Mai 2011 mit einer fulminanten, frenetisch gefeierten Aufführung der sechsten Sinfonie. Mit seinen beiden Stammorchestern der letzten Jahre und Jahrzehnte, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam war der unter anderem mit dem angesehenen Siemens-Musikpreis ausgezeichnete Dirigent gleichermaßen regelmäßig Gast in unserem Haus. Im Frühjahr 2014, im Rahmen von „Akzente Mariss Jansons" konnte man ihn sogar innerhalb von nur einer Woche am Pult gleich beider Orchester erleben, ein Gipfeltreffen der besonders eindrucksvollen Art. Selbst fühlte sich Mariss Jansons dabei, so Jansons im O-Ton, „wie ein Vater, der zwei Kinder hat. Er liebt beide vollkommen gleich. Unmöglich für Eltern, einen Liebling zu haben. Außerdem haben meine beiden Orchester zwei ganz spezifische Persönlichkeiten: Das Concertgebouw klingt weich und transparent, der Bayerische Rundfunk hat mehr Power und Wucht. Wenn das Concertgebouw scharf spielt, dann weil ich ausdrücklich darum gebeten habe. Dasselbe gilt für das BR-Orchester, wenn es federleicht spielt."

Im vergangenen Jahr noch wurde Mariss Jansons Ehrenmitglied der Berliner wie auch der Wiener Philharmoniker, und er erhielt die höchste Auszeichnung der Salzburger Festspiele, die „Festspielnadel mit Rubinen".

Die Alte Oper Frankfurt verneigt sich vor Mariss Jansons und wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

12. November 2019

Konzertabsage: QYRQ QYZ, 3.4.2020

Das für Freitag, den 3. April 2020, im Mozart Saal um 20.00 Uhr im Rahmen der Reihe „Weltmusik im Mozart Saal" angekündigte Konzert des Ensembles „Qyrq Qyz" muss leider entfallen, da aus organisatorischen Gründen die Europa-Tournee abgesagt wurde. Ein Ersatztermin ist nicht geplant, bereits erworbene Eintrittskarten werden an den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurückgenommen.

30. September 2019

Musikfest „Eroica" erfolgreich beendet

Musik als Bekenntnis: Dieses Motto schwang mit bei zahlreichen Veranstaltungen des diesjährigen Musikfests der Alten Oper Frankfurt, denn Ludwig van Beethovens dritte Sinfonie, die „Eroica", gab diesmal das Thema vor – als Werk, das davon zeugt, wie mittels Kunst Haltungen und Botschaften transportiert, Bekenntnisse abgelegt werden können. Das vielfältige Programm, das den Bogen von Beethovens „Eroica" bis zu Musik unserer Tage zog und auch Begegnungen mit anderen Künsten und Genres einschloss, endete am gestrigen Sonntag, 29. September 2019, mit einem Kindertag im ganzen Haus.
In den beiden Festivalwochen wie auch in einem Prologkonzert Anfang September hatten sich rund 21.500 Besucher*innen in insgesamt 40 Veranstaltungen auf das Konzept des Musikfests eingelassen und sich dabei nicht nur eingehend mit einem Meisterwerk der Musikgeschichte befasst, sondern auch andere Werke mit Bekenntnischarakter in neuem Kontext erfahren, Querbezüge zu Jazz, Film, Weltmusik und Performance entdeckt und das Rahmenprogramm mit Einführungen, Künstlergesprächen und Nach(t)konzerten wahrgenommen.

Das titelgebende Werk stand im Festival insgesamt viermal auf dem Programm – in Interpretationen, die sich aus verschiedenen Richtungen mit dem Werk auseinandersetzten. „Klassische" Deutungen steuerten das Gustav Mahler Jugendorchester unter Herbert Blomstedt und das Frankfurter Opern- und Museumsorchester unter Lorenzo Viotti bei. Zwei konträre Interpretationen der „Eroica" konnte das Publikum an einem Sonntag in unmittelbarer Folge erleben: die eng mit der historischen Aufführungspraxis verknüpfte Sicht auf das Werk von Jordi Savall und seinem Orchester Le Concert des Nations sowie zuvor die sehr freie, Improvisationen einschließende Deutung des jungen Stegreif.orchesters. Beethovens Dritte sei „unglaubliche Musik, die genau so gedacht ist", bei der es „keine Note gibt, die keinen Sinn hat", begründete Savall im anschließenden Künstlergespräch seine werktreue Haltung – und erwies zugleich dem Stegreif.orchester hohen Respekt für dessen „wunderbare Dekonstruktion" des Werks.

Das Musikfest widmete sich weiteren Werken Beethovens, die etwa in einem Klavierabend mit Sir András Schiff oder einem Kammermusikkonzert mit dem Tetzlaff Quartett erklangen. Es beleuchtete die Musik rund um die Französische Revolution, aus der Beethoven Impulse bezog. Und es lieferte Denkanstöße, etwa in Gestalt von musikalisch-textlichen Reflektionen zum Thema Heldenmythos von Michael Wollny und Alex Nowitz oder an einem Film-Musik-Abend mit dem historischen Stummfilmdokument „Die Stadt ohne Juden", an dem sich nicht nur dank der neu komponierten Musik von Olga Neuwirth bedrohliche Bezüge zur Gegenwart einstellten.
Für Intendant und Geschäftsführer Dr. Stephan Pauly sind es Abende wie dieser oder auch jener des SWR-Symphonieorchesters mit Nicolas Altstaedt, die ganz besonders haften bleiben: „Die Eindringlichkeit und Unbedingtheit etwa, mit der Nicolas Altstaedt den expressiven Solopart von Schostakowitschs zweitem Cellokonzert gestaltet, hat nicht nur mich beeindruckt. Ich hoffe, dass es uns gelungen ist, dem Publikum nicht nur im klassischen Sinne ‚schöne' Momente mit Musik zu bescheren, sondern auch Gedanken darüber anzuregen, wie Lebenswichtiges mittels Musik zum Ausdruck gebracht werden kann." Versichern konnte sich Stephan Pauly dabei einmal mehr der starken Unterstützung hiesiger Partner: „Auch was sich wiederholt, ist längst nicht selbstverständlich. Die hervorragende Zusammenarbeit mit unseren Partnern wie den Bachkonzerten, der Museums-Gesellschaft, dem hr-Sinfonieorchester oder dem Künstlerhaus Mousonturm ist von unschätzbarem Wert, sie bereichert die Programmvielfalt innerhalb des Musikfests auf enorme Weise. Und so danke ich einmal mehr von Herzen für dieses Engagement, das wieder wunderbare Früchte getragen hat."

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Die Alte Oper Frankfurt dankt folgenden Förderern für ihre freundliche Unterstützung des Musikfests 2019:

Hauptsponsoren Saison 2019/20: Helaba ▪ ING-DiBa AG

Projektpartner: Lupus alpha

Hauptförderer: Gesellschaft der Freunde der Alten Oper Frankfurt ▪ Kulturfonds Frankfurt RheinMain

Weitere Förderer: Ein Projekt im Rahmen von BTHVN 2020, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien ▪ Deutsche Bank Stiftung

Kooperationspartner des Musikfests 2019:
Europäische Zentralbank ▪ Frankfurter Bachkonzerte e. V. ▪ Frankfurter Museums-Gesellschaft e.V. ▪ hr-Sinfonieorchester ▪ Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt

Medienpartner: hr 2-kultur

16. September 2019

SWR Symphonieorchester, 26.09.2019

Aus gesundheitlichen Gründen musste Teodor Currentzis seine Mitwirkung bei den Konzerten des SWR Symphonieorchesters in den kommenden zwei Wochen leider absagen.
Dankenswerterweise hat sich Michael Sanderling bereit erklärt, die Konzertprogramme weitestgehend unverändert zu übernehmen.

09. September 2019

Dr. Markus Fein wird Intendant und Geschäftsführer der Alten Oper Frankfurt

Dr. Markus Fein wird ab 1. September 2020 die Alte Oper Frankfurt als Intendant und Geschäftsführer leiten. So hat es der Aufsichtsrat der Alten Oper bei seiner Sitzung am 9. September auf Vorschlag des Aufsichtsratsvorsitzenden Oberbürgermeister Peter Feldmann und der stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig beschlossen. Fein tritt damit die Nachfolge von Dr. Stephan Pauly an. Dr. Markus Fein ist derzeit geschäftsführender Intendant der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, die er seit 2013 leitet. Mit mehr als 90.000 Besuchern, knapp 200 Konzerten im Jahr und 30 Mitarbeitern gehören die Festspiele zu den größten Klassikfestivals in Deutschland.

„Die Alte Oper gehört zu den führendsten Kulturinstitutionen in Deutschland. Nahezu eine halbe Million Besucher im Jahr sprechen für sich - sie gehen in große Entertainmentshows ebenso wie zu Aufführungen, die zur Avantgarde klassischer Musik zählen. Ich bin sehr froh, dass mit Markus Fein ein auf vielen Feldern erfahrener Intendant an die Alte Oper kommt. Zu seinen Aufgaben wird auch gehören, neue Zielgruppen zu erschließen und jüngere und mittlere Generationen stärker als bisher ans Haus zu binden", begrüßt Oberbürgermeister Peter Feldmann den zukünftigen Intendanten in Frankfurt.

„Ich bin davon überzeugt, dass Dr. Markus Fein für die Alte Oper und für Frankfurt ein großer Gewinn ist. Er verfügt neben seiner musikwissenschaftlichen Ausbildung über viele Jahre Erfahrung als Intendant und Kulturmanager. In der Branche hat Markus Fein einen ausgezeichneten Ruf, gilt als jemand, der nah am Publikum ist und immer wieder neue, originelle Formate erschließt. Seine Arbeit ist geprägt durch den Gedanken der Vernetzung und Teilhabe - beides passt wunderbar zur Alten Oper und dieser Stadt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und die innovativen Impulse, die wir durch Markus Fein erfahren werden und die die Stellung der Alten Oper Frankfurt im internationalen Musikleben weiter ausbauen wird", sagt Kulturdezernentin Dr. Ina Hartwig.

Dr. Markus Fein wurde vor 48 Jahren in Frankfurt geboren, mit dieser Berufung schließt sich für ihn ein Kreis: „Die Alte Oper ist ein phantastisches Haus der Möglichkeiten. Ich will an die Arbeit von Stephan Pauly anknüpfen und den Weg der inhaltlichen Profilierung weitergehen und das Haus weiter für neue Zuhörer öffnen. Die Alte Oper ist ein großes Geschenk der Stadt Frankfurt an die Musikwelt."

Dr. Markus Fein studierte Angewandte Kulturwissenschaften, Musikwissenschaften sowie Kunstgeschichte und schloss sein Studium mit einer musikwissenschaftlichen Dissertation an der Universität Hamburg ab. Danach übernahm er die Künstlerische Leitung der „Sommerlichen Musiktage Hitzacker" für zehn Jahre, denen er bereits von 1993 als Mitarbeiter, Dramaturg und Organisatorischer Leiter verbunden war.

Ab 2006 leitete er als Intendant für fünf Jahre die „Niedersächsischen Musiktage". Von 2010 bis 2012 war er zunächst künstlerischer Berater, schließlich als Leiter Programmplanung/Dramaturgie bei den Berliner Philharmonikern. Fein arbeitete in dieser Zeit unter anderem mit Sir Simon Rattle an neuen Veranstaltungsformaten.

Seine derzeitige Arbeit bei den Festspielen in Mecklenburg-Vorpommern ist vor allem geprägt durch ein breites musikalisches Spektrum und den Anspruch, Konzerte einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Teilhabe, inhaltliche Profilschärfe und ein sinnlich-diskursiver Ansatz prägen sein Denken als Intendant. Besonders für ein junges Publikum konzipierte er zahlreiche neue Konzertformate und Dialogforen. Mit einem speziellen Kinderprogramm führte er seit 2017 alljährlich mehr als 10.000 Kinder an die klassische Musik heran.

Dr. Markus Fein tritt die Nachfolge von Dr. Stephan Pauly an, der die Alte Oper im Sommer 2020 nach mehr als acht Jahren verlassen und als neuer Intendant der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien beginnen wird. Pauly ist noch die gesamte Spielzeit 2019/20 in Frankfurt und wird das Programm der kommenden Spielzeit 2020/21 gestalten. Die Vorbereitung der Spielzeit 2021/22 liegt dann in den Händen von Markus Fein.