Musikfest Eroica
Video und Musik

Chronicle of Current Events

Eine multimediale Hommage an Mieczyslaw Weinberg

online ab € 26,-
Samstag 21. September 2019
20:30, Mozart Saal
Kirill Serebrennikov Kirill Serebrennikov © Gogol Center

Kremerata Baltica Gidon Kremer Violine und Leitung N.N. SopranGeorgijs Osokins KlavierKirill Serebrennikov KuratorArtem Firsanov VideoValery Pecheykin VideoAlexey Venzos Video (anstelle von Daniil Orlov)

Alle weiteren Veranstaltungen im Kombiticket 21. September 2019:
SWR Vokalensemble
Gidon Kremer, Violine
Beethoven als politische Figur (Podiumsgespräch)

Selbstbestimmung und Freiheit des Menschen sind die Ziele, zu denen sich Ludwig van Beethoven in seiner „Eroica“ bekennt. Deshalb widmet das Musikfest einen ausführlichen Konzertabend dem Freiheitsgedanken: In drei Konzerten und einem Gespräch übergeben wir Komponisten und Interpreten das Wort, die ihre Kunst zum politischen Bekenntnis gemacht haben und für Frieden und Freiheit eintreten.

„Ich sehe es als meine moralische Pflicht, vom Krieg zu schreiben“, bekannte der 1996 verstorbene Komponist Mieczyslaw Weinberg, „von den Gräueln, die der Menschheit in unserem Jahrhundert widerfuhren.“ Wieder und wieder komponierte er seinen Werken die Trauer um die verlorene Menschlichkeit ein. Dem 100. Todestag Weinbergs widmen Gidon Kremer und der russische Filmregisseur Kirill Serebrennikow eine multimediale Retrospektive, die das schöpferische Werk Weinbergs würdigt und gleichzeitig auf aktuelle Entwicklungen in Russland anspielt:
„Die ,Chronik der aktuellen Ereignisse‘“, erläutert der Künstler, der in diesem Frühjahr nach gut anderthalb Jahren aus dem Hausarrest in Moskau entlassen wurde, „war in den 1960er und 70er Jahren die wichtigste unabhängige, handgeschriebene Zeitschrift in der Sowjetunion. Unser Projekt erzählt von einem Künstlerschicksal, Lebensentscheidungen und den Opfern von Kommunismus und Holocaust.“

Gefördert vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain.
Ein Projekt im Rahmen von BTHVN2020, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien