hr-Sinfonieorchester

Symphonie espagnole

Donnerstag 09. Juni 2022
20:00, Großer Saal
Renaud Capuçon Renaud Capuçon © Simon Fowler

hr-Sinfonieorchester Alain Altinoglu LeitungRenaud Capuçon Violine

Emmanuel Chabrier EspañaÉdouard Lalo Symphonie espagnole op. 21Maurice Ravel Rhapsodie espagnole
Pavane pour une infante défunte
Boléro

Das hr-Sinfoniekonzert im Juni wird spanisch – oder kommt es einem nur spanisch vor? Alain Altinoglu, der neue Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters, führt durch das mitreißende Programm, in dem auch der exquisite französische Geiger Renaud Capuçon wieder zu erleben ist. Ab dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts war Spanien in Mode in der Musikwelt, die Komponisten waren von spanischer Folklore geradezu infiziert. Und zwar vor allem die französischen: Emmanuel Chabrier komponierte eine „España“, Édouard Lalo eine „Symphonie espagnole“, als Baske war der „Boléro“-Schöpfer Maurice Ravel sogar noch vergleichsweise nahe am originären Spanien dran. Renaud Capuçon allerdings, Solist in dem „Symphonie espagnole“ genannten Violinkonzert von Lalo, bleibt auch hier ganz Franzose. Ja, sein Musizieren sei sogar noch französischer geworden in den letzten Jahren, sagt er. „Mein Musizieren hat heute einen französischen Akzent. Auch wenn ich spreche, hört man ja, dass ich Franzose bin. Genauso bringe ich auch mein Französischsein in die Musik ein. Das hat nichts mit Nationalstolz zu tun, aber viel mit Identität.“