hr-Sinfonieorchester

Pini di Roma

Freitag 11. März 2022
20:00, Großer Saal
Juraj Valcuha Juraj Valcuha © Anne Petkov, Vermont Classics

hr-Sinfonieorchester Juraj Valcuha LeitungTruls Mork Violoncello

Giacomo Puccini Preludio sinfonicoRobert Schumann Cellokonzert a-Moll op. 129Ottorino Respighi Fontane di Roma
Pini di Roma

Juraj Valcuha und Truls Mørk zu Gast beim hr-Sinfonieorchester Frankfurt mit imposanten römischen Klangbildern und beseelter deutscher Romantik vom Rhein. Es sind klingende Ansichtskarten aus Rom, losgeschickt vor gut einhundert Jahren, aber ihre Farben sind noch kein bisschen verblasst. Der italienische Komponist und – was ihn seinerzeit zu einer Ausnahmeerscheinung machte in seinem Land – Sinfoniker Ottorino Respighi hat Orchesterzyklen geschrieben, die stimmungsvolle Tongemälde markanter Rom-Ansichten versammeln. So porträtierte er vier Orte in der Ewigen Stadt, an denen Pinien wachsen, und ebenso vier Brunnen: Den Brunnen im Valle Giulia bei Sonnenaufgang, den Tritonenbrunnen am Vormittag, den Trevibrunnen in der Mittagssonne sowie den Brunnen der Villa Medici in der Abenddämmerung. Das ist Programmmusik der puren Art, detailgenau bis hin zum Nachtigallengesang – für den Respighi übrigens selbst eine ornithologische Schallplattenaufnahme empfahl, die dann im Konzert abgespielt werden sollte. Den klingenden Ansichtskarten-Bildern steht mit Schumanns Cellokonzert eines der letzten klingenden Zeugnisse jenes Hochgefühls gegenüber, die der deutsche Romantiker nach seiner Berufung zum Düsseldorfer Musikdirektor am Rhein empfand und die ihn auch in seiner zeitgleich entstandenen „Rheinischen“ 3. Sinfonie beflügelte.