Fokus Patricia Kopatchinskaja

Orchestre Philharmonique de Radio France

online ab € 30,-
Sonntag 25. Oktober 2020
19:00, Großer Saal
Patricia Kopatchinskaja Patricia Kopatchinskaja © Alexandra Muraveva

Orchestre Philharmonique de Radio France Mikko Franck LeitungPatricia Kopatchinskaja Violine

Claude Debussy Prélude à l'après-midi d'un fauneKarol Szymanowski Violinkonzert Nr. 2 op. 61Richard Strauss Don Juan op. 20Claude Debussy "Ibéria" aus: Images pour orchestre

Im Anschluss im Foyer Ebene 2
Film und Gespräch
Kurt Schwitters: Ursonate

Ein dadaistisches Soundgedicht, verfilmt von Nonsensbildern
mit Patricia Kopatchinskaja, Anne-Katrin Klein, Reto Bieri und Anthony Romaniouk
(CH 2019)
Eintritt frei, Dauer: ca. 45 Minuten

„Unser Ziel ist nicht das Gestern, sondern das Heute und das Morgen.“ Eine Einschätzung, wie sie auch Patricia Kopatchinskaja hätte abgeben können, die in diesem Jahr einen Fokus in der Alten Oper gestaltet. Tatsächlich hat Karol Szymanowski mit diesen Worten seine Ansicht formuliert, dass auch Musik stets in Bewegung ist und dass sie nach neuen, zeitgemäßen Ausdrucksweisen streben sollte. Kopatchinskaja lebt diese Überzeugung in allen ihren künstlerischen Aktivitäten. Und mit dem polnischen Komponisten, dessen zweites Violinkonzert sie im Rahmen ihres Fokus interpretiert, verbindet sie noch etwas: die Liebe zur Heimat, ihrer Kultur und Volkskunst. Aus der Republik Moldau stammt die Geigerin, über Wien kam sie nach Bern, wo sie heute heimisch ist. Doch hegt sie nach wie vor eine enge Verbindung zu ihrem Geburtsland, wie auch Szymanoswki sie zeit seines Lebens zu Polen fühlte. Seine Musiksprache changiert zwischen Debussy’schem Impressionismus und Skrjabin’scher Ekstase und hat dennoch das Idiom polnischer Volksmusik tief verinnerlicht.

Im Anschluss zeigen Patricia Kopatchinskaja und ihre Musikerkolleg*innen Anthony Romaniuk, Annekatrin Klein sowie Reto Bieri als „Non Actors“ mit virtuosem Mundwerk: In „Urlauten“ notierte Kurt Schwitters 1923 bis 1932 seine „Ursonate“. Wie eine viersätzige Sonate formte er sein dadaistisches Lautgedicht, das die vier Musiker*innen in ein neues Filmprojekt eingebettet haben. Kreativ und humorvoll legen sie darin Schwitters Lautkomposition Alltagssituationen, Dialoge oder Gemütslagen zugrunde und geben der abstrakten Poesie eine verblüffende Aussagekraft.

Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft der Freunde der Alten Oper Frankfurt

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