Alexandre Tharaud, Klavier

online ab € 28,-
Montag 26. Oktober 2020
20:00, Mozart Saal
Alexandre Tharaud Alexandre Tharaud © Marco Borggreve

Domenico Scarlatti 7 SonatenSergej Rachmaninow Morceaux de fantaisie op. 3Claude Debussy Prélude à l'après-midi d'un faune (Arr. für Klavier v. A. Tharaud)Maurice Ravel Miroirs

Fast genau zwei Jahre ist es her, dass Alexandre Tharaud im Mozart Saal das Publikum begeisterte und erst nach drei Zugaben entlassen wurde. Wer das beeindruckende Rezital miterlebt hat, dürfte sich umso mehr auf eine Fortsetzung unter gleichen Vorzeichen freuen. Denn erneut setzt der französische Pianist beim 18. Jahrhundert an und zeigt, dass jene „Claviermusik“, die viele vor allem mit dem trockenen Klang des Cembalos verbinden, auf dem modernen Konzertflügel ganz eigene klangliche Qualitäten ent­faltet. Von Scarlattis Sonaten gelangt Tharaud mühelos ins späte 19., frühe 20. Jahrhundert: Er macht Halt bei Rachmaninows drei Fantasiestücken, deren Melodienreichtum wie auch Dynamik – das belegt seine hochgelobte Einspielung des Zyklus – er ganz auskostet. Er widmet sich „seinem“ französischen Repertoire mit Ravels in neuen Harmonien schillernden „Miroirs“. Und er lässt sich mit seiner eigenen Bearbeitung von Debussys üppig orchestriertem „Prélude à l’après­midi d’un faune“ an berühmten Vorbildern messen: Schließlich haben sowohl Debussy selbst als auch Ravel das in allen Farben schillernde Werk auf die Klangpalette des Klaviers übertragen.