Fokus Leif Ove Andsnes

hr-Sinfonieorchester

Donnerstag 07. Februar 2019
20:00, Großer Saal
Leif Ove Andsnes Leif Ove Andsnes © Gregor Hohenberg

Andrés Orozco-Estrada LeitungLeif Ove Andsnes Klavier N.N. Chor

Johannes Brahms Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15
Schicksalslied op. 54
Béla Bartók Der wunderbare Mandarin op. 19

Konzerteinführung um 19:00 im Großen Saal

„Es ist ein bisschen, als wäre man ein Chamäleon“, analysiert Leif Ove Andsnes sein Dasein als Interpret klassischer Musik: „Für jedes Stück, das du spielst, musst du dich verändern.“ Verändern ja, verbiegen jedoch keinesfalls – das strahlt der Norweger in jedem seiner vielseitigen künstlerischen Projekte aus. Denn trotz aller Wandelbarkeit, die sein Spiel auszeichnet, ist er seiner schnörkellosen Arbeit am Detail, seinem Denken in klaren Linien und seiner unaufgeregten Art stets treu. Selbst im Klanggebirge eines Brahms’schen Klavierkonzertes herrscht bei ihm Konzentration und Klarheit vor. Die braucht es auch, denn Brahms präsentiert eine schiere Fülle an individuellen Stimmen, die es herauszuarbeiten gilt. So sieht es auch Andsnes: „Da ist ein Überfluss an Klang“, zeigt sich der Pianist begeistert, der in dieser Saison einen Fokus-Schwerpunkt in der Alten Oper gestaltet. Gemeinsam mit dem hr-Sinfonieorchester geht er ein weiteres Mal auf Soundexpedition im großartigen Brahms-Kosmos, den Andsnes bereits seit Jahrzehnten umfassend und mit immer wieder neuem Erkenntnisgewinn ausschreitet.