Fokus Gustavo Dudamel

Mahler Chamber Orchestra

Donnerstag 13. September 2018
20:00, Großer Saal
Gustavo Dudamel Gustavo Dudamel © Nohely Oliveros

Mahler Chamber Orchestra Gustavo Dudamel LeitungGolda Schultz Sopran

Franz Schubert Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200Gustav Mahler Sinfonie Nr. 4 G-Dur

Im wahrsten Sinn doppelt gut beginnt die Saison 2018/19 in der Alten Oper Frankfurt: Die ersten beiden Termine der Fokus-Reihe, die Gustavo Dudamel auf unsere Einladung hin gestaltet, eröffnen die neue Spielzeit. Und zweimal bringt der venezolanische Dirigent dazu mit dem Mahler Chamber Orchestra einen Klangkörper mit, der seine jugendliche Verve teilt, der wie er am intensiven musikalischen Austausch interessiert ist, sich stets risikobereit auf Neues einlässt und dessen Gründungsmentor Claudio Abbado auch Dudamel entscheidend in seiner künstlerischen Entwicklung geprägt hat. Nachdem das Orchester und der damals blutjunge Dudamel 2004 zum ersten Mal aufeinandergetroffen waren, folgte erst 2017 die von beiden Seiten wie vom Publikum mit Spannung erwartete zweite Kooperation. Das Warten hat sich gelohnt, denn die Entwicklung, die sowohl Dudamel als auch das Orchester durchgemacht haben, hat ihre künstlerischen Ansichten nur noch näher zusammengebracht. Als beeindruckend bezeichneten die Orchestermusiker das Vertrauen, das Dudamel vom ersten gemeinsamen Ton in die Möglichkeiten des Klangkörpers setzte, und das sich anschließende Konzert beschrieben sie als wahren „Sturm“.
Dreimal kommt Dudamel in dieser Saison in die Alte Oper: eine seltene und schöne Gelegenheit, seine künstlerische Arbeit intensiv zu erleben. Wenn er seine beiden ersten Fokus-Abende jeweils mit frühen Sinfonien Franz Schuberts eröffnet, ist Dudamel ganz in seinem Element: Frische Jugendlichkeit spricht aus jeder Note, aber auf die leichte Schulter nehmen sollte man Schubert keinesfalls, ist der Dirigent überzeugt. Ganz anders ist sein Zugang zu Gustav Mahler und Johannes Brahms, denen die zweiten Konzerthälften gewidmet sind: Es gelingt Dudamel immer wieder, deren romantische Klanggebirge wohltuend zu erden und vor stets lauernder Schwermut zu bewahren.

Konzertdauer: 1 Stunde 50 Minuten inkl. Pause

Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft der Freunde der Alten Oper Frankfurt und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung