Van Baerle Trio

Donnerstag 27. April 2017
20:00, Mozart Saal
Van Baerle Trio Van Baerle Trio (c) Marco Borggreve

Van Baerle Trio

Maria Milstein, Violine
Gideon den Herder, Violoncello
Hannes Minnaar, Klavier

Ludwig van Beethoven Klaviertrio c-Moll op. 1/3Hans Werner Henze Kammersonate für KlaviertrioPiotr Iljitsch Tschaikowsky Klaviertrio a-Moll op. 50

Wilder und schöner Klang

Caspar van Baerle war Humanist, Theologe und Dichter und lebte um 1600 in Amsterdam. Nach ihm ist eine Straße in der Nähe des Concertgebouw benannt – in dieser Straße wohnten die drei jungen Musiker, als sie im Jahre 2004 ihr Klaviertrio gründeten und es kurzerhand nach Van Baerle benannten. Komponisten und ihre Interpreten sind ja auch Erzähler, Prediger, die mit ihrer Kunst ein Publikum erreichen wollen, jenseits von bloßer Vernunft. Beethoven war so einer, besonders der junge; seine Trios op. 1 von 1795 beweisen, dass der junge Wilde mehr sein wollte als ein Klaviervirtuose. Der schon arrivierte Tschaikowsky, der die Formation Klaviertrio eigentlich gar nicht mochte, gab sich nach dem Tode Nikolaj Rubinsteins einen Ruck und schrieb das Trio op. 50 zur Erinnerung an seinen gerade verstorbenen Lehrer und Förderer. Hans Werner Henze schlug sich wieder auf Beethovens Seite, als er 1948 für seine knappe Kammersonate forderte: „Freiheit, wilden und schönen Klang“.

Dauer: ca. 2 Stunden, inkl. Pause