Helaba CLASSICnights

London Symphony Orchestra

Freitag 11. November 2016
20:00, Großer Saal
Pablo Heras-Casado Pablo Heras-Casado (c) Fernando Sancho at the Met

London Symphony Orchestra Pablo Heras-Casado Leitung (anstelle von André Previn)Renaud Capucon Violine (anstelle von Daniel Müller-Schott)

Maurice Ravel Le tombeau de CouperinRobert Schumann Violinkonzert d-Moll
(neu, anstelle von André Previns Cellokonzert bzw. Maurice Ravels „Shéhérazade“)
Antonin Dvořák Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88 "Englische"

Irritationen und Innovationen: Robert Schumanns einziger Beitrag zur Gattung des Violinkonzerts zählt zu jenen Werken, deren Rang die Nachwelt erst allmählich erkennt. Von „gewisser Ermattung“ hatte damals der mit Schumann befreundete Geiger Joseph Joachim noch gesprochen, andere vermissten vor allem spektakuläre virtuose Passagen. Zu den gegenwärtigen Fürsprechern des Konzerts zählt der französische Geiger Renaud Capuçon, der Schumanns einziges Violinkonzert interpretiert. An seiner Seite: das London Symphony Orchestra unter dem Spanier Pablo Heras-Casado, der derzeit als einer der Shootingstars der Dirigentenszene gefeiert wird. „Wenn man sich aus dem System von Schwierigkeit und Belohnung befreit, ist es eines der erstaunlichsten Violinkonzerte überhaupt“, erläutert Capuçon seine Faszination für diese Rarität der Konzertliteratur, der er sich nicht nur wiederholt im Konzertsaal, sondern auch bereits im Studio widmete, woraus eine gefeierte Einspielung resultierte. Das Eingangswerk des Abends bildet Maurice Ravels „Le tombeau de Couperin“, in der zweiten Konzerthälfte erklingt Antonín Dvoráks Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88 „Englische“ – auch sie ein Werk, das sich zu Lebzeiten des Komponisten einem strengen Urteil ausgesetzt sah. Zu „rückständig“ gegenüber den bisherigen Sinfonien Dvoráks sei sie, befand vor allem die Fraktion der Brahms-Anhänger.

Pablo Heras-Casado übernimmt, wie am 20. September 2016 vermeldet, die Leitung des Konzerts für André Previn, der zu seinem großen Bedauern seine Teilnahme absagen musste. Aus dieser Besetzungsänderung ergab sich eine Programmänderung: Schumanns Violinkonzert mit Renaud Capuçon erklingt anstelle des vorgesehenen Cellokonzerts von Previn, dessen Solopart Daniel Müller-Schott übernehmen sollte. Die übrigen Programmpunkte des Abends bleiben unverändert.

Mit freundlicher Unterstützung der
Helaba - Landesbank Hessen-Thüringen