Auftakt 2009

Unter der Schirmherrschaft von Petra Roth, 
Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main

Komponistenporträt
Pierre Boulez

Interpretentenporträt
Pierre-Laurent Aimard

Es ist schon zur guten Tradition geworden: Jedes Jahr im September eröffnet die Alte Oper Frankfurt die neue Saison mit einer hochkarätigen Veranstaltungsreihe, die unter dem Titel „Auftakt“ zwei Künstlerpersönlichkeiten aus den Bereichen Interpretation und Komposition ein Podium bietet.

Pierre Boulez
Pierre Boulez

 

Pierre Boulez, 1925 in Montbrison an der Loire geboren, studierte Komposition unter anderem bei Olivier Messiaen und René Leibowitz. Als einer der Hauptvertreter der musikalischen Avantgarde trägt der Komponist, Dirigent und Pädagoge seit Beginn der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts maßgeblich zur Entwicklung und Verbreitung Neuer Musik bei. In seiner Tätigkeit als Dirigent engagiert er sich vor allem dafür, die Musik von der Moderne bis zur Gegenwart einem breiteren Publikum näher zu bringen. Das von Boulez 1976 gegründete Ensemble InterContemporain erwarb sich unter seiner Leitung große Verdienste um die Verbreitung zeitgenössischer Musik. Das ein Jahr später von ihm gegründete »Institut de Recherche et de Coordination Acoustique/Musique« befasst sich bis heute mit der Forschung im Bereich Neuer Musik sowie auch mit der Entwicklung modernsten Instrumentariums. 1991 legte Pierre Boulez sein Amt als Direktor des Instituts nieder und widmet sich seither ausschließlich dem Komponieren und der Tätigkeit als Dirigent an der Spitze der besten Orchester der Welt.

Pierre-Laurent Aimard
Pierre-Laurent Aimard

  Pierre-Laurent Aimard gilt weltweit als einer der bedeutendsten Interpreten Neuer Musik. Der 1957 in Lyon geborene Pianist begegnete im Alter von 12 Jahren Olivier Messiaen, wurde Schüler dessen Ehefrau, der Pianistin Yvonne Loriod, und fand so bereits als Teenager zur zeitgenössischen Musik. Den Beginn seiner internationalen Karriere markiert der Gewinn des ersten Preises beim Olivier-Messiaen-Wettbewerb 1973. Drei Jahre später berief Pierre Boulez den jungen Künstler zum Solopianisten des neu gegründeten Ensemble InterContemporain – eine Position, die Aimard 18 Jahre lang inne hatte. Neben seiner Arbeit mit Boulez und weiteren führenden zeitgenössischen Komponisten wie Ligeti, Stockhausen oder Kurtág widmet sich Pierre-Laurent Aimard als Solist und Kammermusiker ebenso erfolgreich »traditionellem« Klavierrepertoire. Seine Einspielung der Beethoven-Klavierkonzerte mit dem Chamber Orchestra of Europe unter Nikolaus Harnoncourt wurde 2003 mit dem Echo Klassik ausgezeichnet.